Laminatboden

Hallo Heimwerker,

ich les hier immer wieder Negatives über Laminatböden.
Vieles ist Richtig, einiges ist Vorurteil.
Es gibt genauso beim klassischen „Parkettboden“ Schrott,
und das nicht zu wenig.
Gute Laminatböden haben eine Melaminharzdeckschicht die
von der Qualität und Haltbarkeit besser oder gleich gut ist, wie bei einer spitzen Küchenarbeitsplatte.( ich mein nicht die von Ikea)
Man muss bedenken das Laminatböden auch im beanspruchten Objektbereich eingesetzt werden.
Wobei das wohl kein Boden aus dem Baumarkt sein wird.

Aber auch für mich gilt:
lieber ein anständiger Holzparkettboden als Laminat.
Und wenn schon Laminat dann Top-Qualität.

Für diejenigen die trotzdem Laminat verwenden wollen, müssen, dürfen…

hab ich nen interessanten link: http://www.khries.de/laminatboden.htm
alles wichtige über Laminat vone einem ders wissen sollte.

Gruss
Gerhard

hi gerhard,

der aktuelle ökotest schreibt, dass ALLE (!) getesteten Laminatbeläge maximal ausreichend bekamen. Die meisten bekamen die Note Mangelhaft.
Dies lag an 3 Faktoren:

  • Formaldehyd ausdünstungen
  • Laminat ist brüchig nach Metallkugeltest
    Man liess eine Kugel auf das laminat fallen. danach
    entstanden 1000sende risse unter der klebeflaeche. der
    eindruck entsteht, laminat sei unverwüstlich. allerdings
    wird es dann nur noch von der klebeflaeche zusammengehalten.
  • nach einmaligen betreten mit entsprechendem Schuhwerk,
    entstanden Spannungen zwischen 10.000 und 20.000 volt. (!!!)
    Parkett hat maximal 50-500.
    Hier können Gesundheitsschäden herrvorgerufen werden.
    Und ich kann das bestätigen. Jetzt weiß ich warum wir ständig
    statisch aufgeladen sind und andauernd „einen gewischt“ kriegen.

ich wollte jetzt auch laminat kaufen, weil es sehr preisguenstig ist. jetzt bin ich davon abgekommen.

der clou… wenn du laminat wegschmeissen willst… dann kannst du das nicht einfach in die tonne schmeissen… sondern das wird als SONDERMÜLL angesehen und muss gesondert und sehr teuer entsorgt werden.

Grusz

Michael

ich les hier immer wieder Negatives über Laminatböden.

Hallo Gerhard,

unter Laminat versteht man im Baumarkt die oft spöttisch als „Spanplatte mit Fototapete“ bezeichneten Produkte. Aus welchem Kunststoff die dünne Oberfläche auch immer besteht, sind diese Konstruktionen kein dauerhafter Belag mit akzeptabken Eigenschaften zum Wohnen und Leben. Die Nachteile wurden hier schon hinlänglich beschrieben.

Nun sollte man aber nicht das Kind mit dem Bade ausschütten und Spanplatten als Konstruktionsmaterial grundsätzlich verteufeln. Richtig eingesetzt und ihre Eigenschaften ausnutzend, können Spanplatten ein kostengünstiges und technisch vorteilhaftes Material sein. Spanplatte läßt sich nicht auf Biegung beanspruchen, aber Spanplatten sind druckfest und maßhaltig. Sie haben im Vergleich zu Vollholz sehr günstiges Schwind- und Dehnverhalten.

Insbesondere bei Fußbodenheizungen kann das Schwindverhalten auch sorgfältig ausgesuchter Hölzer stören. Dem kann man in Grenzen entgegen wirken, aber diese Details sprengen hier den Rahmen und sind auch nicht Ziel dieser Darstellung. Eine Kombination aus einem Spanplattenträger mit einer aufgeklebten dünneren (laminierten) Vollholzauflage bringt im Ergebnis eine Kombination der guten Eigenschaften beider Werkstoffe, nämlich Maßhaltigkeit der Spanplatte mit der natürlichen Oberfläche des Holzes. Dabei hat man die lebendige und abwechselungsreiche Optik, das im Vergleich mit Kunststoff praktisch antistatische Verhalten von Holz und die Oberfläche ist schleifbar (bei ca. 4 mm Holzauflage sind wiederholtem Schleifen irgendwann Grenzen gesetzt). Bei dieser Art sehr hochwertigen Laminats sollte man wie bei allen Materialien für Wohnräume, die Kunstharze und Klebstoffe enthalten, darauf achten, daß die Einhaltung einschlägiger Vorschriften (insbesondere hinsichtlich Formaldehyd) vom Hersteller garantiert wird.

Gruß
Wolfgang