Hallo,
ich bin noch ganz am Anfang und will mit evtl. mal ein Schweißgerät zum „Basteln“ kaufen. Bevor ich das aber mache muss ich mich erstmal einbisschen informieren was der Werkstoff(Eisen/Stahl/Aluminium etc) als solcher überhaupt kostet. Gibt es im Internet dazu irgendwelche Shops wo man das einfach nachsehen kann?? Wenn ja welche?
Und wo bekommt man sonst so Stahl/Eisenwaren (Rohre und Profile und wie das uach immer alles heissen mag) her? Gibts sowas in einem normalen Baumarkt (hab das dort noch nie gesehen).
Vielen Dank für eure Hilfe
Thomas
ich bin noch ganz am Anfang…
Hallo Thomas,
früher mußte man vor und im Laufe eines Ingenieur-Studiengangs verschiedene Praktika in einschlägigen Firmen belegen, je 2 Wochen Gießerei, Metallbearbeitung, Kunststoffverarbeitung usw. Mir hatte das trotz vorher absolvierter Handwerkslehre viel gebracht. Man kam nämlich herum, hatte zwar von nichts eine Ahnung, aber alles einmal gesehen und einige Dinge auch selbst gemacht. Das scheint aus der Mode gekommen zu sein. Was ich aber zum Ausdruck bringen möchte: Viele Dinge lassen sich nur mit viel Aufwand beschreiben, der Lernende braucht wenigstens eine kurze praktische Anleitung. Schweißen gehört zu den Tätigkeiten, die neben etwas Theorie etwas Anleitung bei den ersten Schritten erfordern.
Auch bei noch so bescheidenen Anfängen wachsen die Ansprüche an das Arbeitsergebnis, wenn die Sache nicht im Frust enden soll. Für alle möglichen Tätigkeiten vom Kochen, über Buchhaltung und Töpferei bis zum Klavierspielen kann man Kurse belegen. Für viele handwerkliche Tätigkeiten gibts kein Angebot. Es sei denn, man bittet den Inhaber eines kleinen Betriebes, ohne Entlohnung ein paar Tage helfen zu dürfen, um dabei etwas zu lernen. Ich habe im Laufe der Jahre schon mehrere Handwerksmeister gebeten, mich für ein paar Tage als „Lehrling“ zu nehmen. Es ist absolut kein Problem, auf diese Weise zu ausbaufähigen Grundkenntnissen zu kommen. U. a. in einer Edelstahlschweißerei, bei einer Goldschmiede-Meisterin und bei einem Glasbläser eignete ich mir so Fertigkeiten an, die ich gerade brauchte. Deshalb empfehle ich Dir, z. B. in einem Schweißfachbetrieb anzufragen, um Dich dort für ein paar Tage als „Azubi“ zu verdingen. Du mußt nicht lange suchen. Freundlich gefragt und die Sache läuft. Weil es ohne ein paar theoretische Grundkenntnisse nicht voran geht und beim Schweißen weitere Kenntnisse der Metallbearbeitung nützlich sind, solltest Du Dir zusätzlich ein einschlägiges Berufsschulbuch gönnen, z. B. Metallfachkunde vom Teubner-Verlag, ISBN 3-519-06705-6 Buch anschauen. Mit Lehrbuch und ein paar Tagen Anleitung und Anschauung in einem Betrieb hast Du das Rüstzeug, um Dir bei Werkzeugen und Ausstattung keinen unbrauchbaren Schrott zu kaufen und um Dir durch Übung selbst helfen zu können.
Diese Vorgehensweise hat sich neben den schon genannten Tätigkeiten auch für brauchbare Grundkenntnisse als Maurer und Tischler bestens bewährt und macht zumindest mir Riesenspaß. Es ist allerdings hilfreich, handwerklich vorbelastet zu sein und wenigstens gelernt zu haben, auf sich selbst aufzupassen. Für Spielernaturen, denen man erst erzählen muß, daß sie die Finger in keine laufende Maschine stecken dürfen, ist das alles nichts. Sicherheitsschuhe und überhaupt geeignete Kleidung sollte man auch mitbringen. Sonst bekommt der Meister sofort Angst und lehnt ab.
Gruß
Wolfgang
Danke
hallo wolfgang
vielen dank für deinen beitrag. ist eine interessante idee, auch wenn ich etwas skeptisch bin ob sowas auch wirklich klappt. denn jemanden für ein paar tage „einzustellen“ würde ich persönlich niemals machen. denn erklären muss man immer irgendwas und die hilfsleistung wiegt das wohl kaum auf. auch nimmt sojemand doch nur wissen mit und mir als betrieb würde da der anreiz fehlen sowas zu tun. aber probieren kann man das ja durchaus mal.
viele grüße
tom
Hallo Thomas,
auch wenn ich etwas skeptisch bin ob sowas auch wirklich
klappt. denn jemanden für ein paar tage „einzustellen“ würde
ich persönlich niemals machen. denn erklären muss man immer
irgendwas und die hilfsleistung wiegt das wohl kaum auf.
natürlich beißt man auf Granit, wenn es in der Werkstatt des Meisters gerade drunter und drüber geht oder der Goldschmied im Weihnachtsgeschäft kaum vom Ladentisch wegkommt. Ansonsten aber wirst Du erstaunt sein, wie zugänglich viele Menschen sind, wenn man erzählt, was man machen möchte und echtes fachliches Interesse dahinter steckt. Wirtschaftliche Ziele oder Aufwiegen durch Hilfsleistungen spielen dabei keine Rolle.
Gruß
Wolfgang