Küche selber bauen

Hallo zusammen,
ich möchte eine Küche selber bauen. Habe aber noch keinen Plan wie ich das anfangen soll und auch keine erfahrungs Werte.
Die Küchen die man kaufen kann sind entweder „Häßlich“ oder „sau teuer“
Bin für jeden Vorschlag offen was Material und Form angibt.
Möchte die Küche nicht auf meiner alten Küche aufbauen sondern komplett neu gestalten.

in diesem Sinne

P.S. wenn du entdeckst das du ein totes Pferd reitest dann steig ab

Hallo !

Laß bloß die Finger davon, wenn Du selbst keine Ideen hast und Dir hier Vorschläge holen mußt.
Eine Küche kann man selbst bauen, wenn man selbst weiß, was man will und sich mit den Materialien und dem Zweck einer Küche auskennt.

Aus Null eine Küche, das wird nichts!!! Immer daran denken : In die Konstruktion einer Küche sind Tischler, Elektriker, Sanitärtechniker und Maler vereint.

Gruß Max

ich glaube ‚Du reitest ein totes Pferd‘
Hallo,

mein Tip: geh mal in den küchen-Mega-Markt.
Von da haben wir eine schicke Küchen zum netten Preis.
Der Service war auch prima.
Gruß Uwi

ich möchte eine Küche selber bauen. Habe aber noch keinen
Plan wie ich das anfangen soll und auch keine erfahrungs
Werte.
Die Küchen die man kaufen kann sind entweder „Häßlich“ oder
„sau teuer“
Bin für jeden Vorschlag offen was Material und Form angibt.
Möchte die Küche nicht auf meiner alten Küche aufbauen sondern
komplett neu gestalten.

in diesem Sinne

P.S. wenn du entdeckst das du ein totes Pferd reitest dann
steig ab

Hallo Andreas,

auch ich kann Dir nur aus vollster Überzeugung von Deinem Vorhaben abraten!

Ein Einrichtungsberater hat genau die Erfahrungen die uns „normalen“ Küchennutzern fehlen. Er macht diesen Job schließlich jeden Tag. Die Einbauprofis ebenso.

Spare nicht an der falschen Stelle! Die Möbel müssen von solider Qualität sein und die Elekrogeräte von Markenherstellern.

Eine „Billigzeile“ in einer Mietwohnung? Kein Thema. Falls es Deine eigenen vier Wände sind, dann lohnt sich eine höhere Ausgabe ganz bestimmt.

Fazit: Finger weg vom Eigenbau und lieber warten, wenn das Budget es noch nicht zuläßt.

Viele Grüße
Michael

Guter Entschluss !

Habe ich auch mal gemacht, weil die markenküchen entweder zu teuer oder qualitativ zu schlecht waren.
Voraussetzung : Zeit, Werkzeug, Wissen.

Habe damals Korpusse fertig gekauft (die mit dem Elch) und die Innereien dann selbst eingebaut. Spezielle Formen gabs damals noch nicht (12 Jahre her) und diese habe ich dann komplett selbstgebaut. Auch verschiedene Höhen für Spüle oder Herd war noch neu, ebenfalls Selbstbau. Arbeitsplatte war Buche massiv, vom Holzfachhandel (kein baumarkt!), selbst eingebaut und geölt. Herd aus Gasbetonsteinen gemauert, Platte für Herd aus Granit, beim Steinmetz geordert. Backofen in Sichthöhe eingebaut, dazu einen Elchschrank in passender Höhe gekappt. Beschläge von Hettich, heute würde ich Blum oder Grass nehmen. Komplettselbstbau ist preislich nur sinnvoll, wenn man in Ri. Massivholzkorpus geht. Ist aber m.E. nicht notwendig, den Korpus sieht man nur an wenigen Stellen.

Bin zur Zeit an der Planung einer neuen Küche (Umzug, die alte tut noch klaglos ihren Dienst) und muss wieder erfahren, dass die 'Einrichtungsplaner ’ wohl ihr PC Programm bedienen können, aber von den Bedürfnissen in der Küche wenig Ahnung haben, geschweige denn mal einen Kochlöffel oder Abwaschbürste in der Hand gehabt haben. Immer wieder kommen die gleichen Argumente, immer wieder werden diese absolut speziellen Einbauten angeboten, die teuer, unpraktisch und verschleissanfällig sind.

Die tollen Prospekte mit den schönen Menschen, die in der 50 qm-Küche letzte Hand an Ihrem Sushi anlegen, während die Dame des Hauses sich mit den Gästen schon die 3.Flasche Prosecco hinter die Binde giesst. Was soll ich da denken, wenn wir jetzt 10qm in der Küche haben und bei uns schon mal Tomatensosse am Herd runterrennt, oder die Nudelsuppe über den Boden schwappt, wenns hektisch hergeht. M.E. ist eine Küche eine Werkstatt, die schön aussieht, und nicht ein Showroom.

Nur einen Berater haben wir nun entdeckt, der auch mal nicht das allerneueste verkaufen will, der von dem Schubladen-Softeinzug abrät, der keine Sensortasten auf der Herdplatte empfiehlt. Der bekommt wahrscheinlich den Zuschlag, weil er auch unsre Vorstellungen von der Einrichtung und Aufteilung akzeptiert…

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Hi,

im Möbelhaus fanden wir auch keine Kombination von Erschwinglich und Gutaussehend.
Fündig wurden wir dann bei Bauhaus, die eine Serie haben mit glaub ich 30 Frontvarianten, einfach aufzubauen, guter Kaufanleitung (was brauch ich wofür) und Typenplan, der die Küchenplanung einfach machte. Schränke in Breiten 30/40750/60/100, Rondells für Töpfe und und und.

Günstig war es außerdem.

Grüße

Wendy

Hallo,
also ein Bekannter von mir hat seine Küche kompl. selber gebaut.

Die sieht echt genial aus mit Glastüren, hohem Backofen und allem ws man sich so vorstellen kann.
Passt natürlich perfekt in den Raum und ist Pflegeleicht.

Aber jetzt kommts!

Der Mensch hat zugang zu allen Werkzeugen die man sich vorstellen kann. (Fräsen, Drehbänke, Bohrmaschinen, SChleifmaschinene u.s.w)
Er hat Zugang zu einem Sägewerk und der Besitzer ist sein Kummpel.
Er hatte 1/2 Jahr Zeit.
Und er hat Geld.

Und das alles brauchst Du wenn Du eine gute Küche selber bauen willst.

Ich habe übrigens genau die gleichen Möglichkeiten aber würde mir die Küche nie selber bauen nachdem ich gesehen habe wieviel Arbeit und wieviel Ärger das ist.

Gruss Bert

Hallo Andreas,

viel wurde schon gesagt und viel kann und will ich nicht dazusagen.
Nur:
Wenn Du kein versierter(!) Handwerker bist, laß es bleiben.
Ein Freund hat sich an sein Haus einen Anbau gesetzt und eine Küche eingebaut. Sieht Super aus - ABER
Er hat jahrelang Material gesammelt (z.B. Kirschholz für die Arbeitsplatten) sich jahrelang Gedanken gemacht, wie er was macht und dann knapp ein halbes Jahr in Vollzeit(!) gearbeitet, nur die Küche wohlgemerkt, der Anbau stand da bereits. Die Küche sieht super aus, so was gibt es auf der ganzen Welt nicht mehr, aber er hat sich viele Gedanken gemacht, die ihm niemand anderer hat geben können und viel gearbeitet. Zudem hat er eine komplett eingerichtete Schreinerwerkstatt und ist (zwar kein Profi) sehr erfahren im Umgang mit Holz, Steinen und Elektrik. Den Sanitärkrams hat er trotzdem machen lassen.

Ich für meinen Teil hab auch einen Anbau ans Haus gesetzt, die Küche selber aber von einem guten Betrieb (TEAM7) anfertigen lassen.
Das hat zwar mit allen Geräten so viel wie ein guter Mittelklassewagen gekostet, aber das war es uns wert, weil die Küche der zentrale Raum unseres Hauses ist und sicher 50 Jahre halten wird.

Preislich ist übrigens kein so riesiger Unterschied, weil die Geräte sowieso gekauft werden müssen und das Holz, die Beschläge, Glas usw. auch nicht umsonst zu kriegen sind. Da kriegen die Hersteller von Küchen saftige Rabatte, die Du nicht kriegst und schon ist der Preisvorteil ziemlich geschrumpft. Zudem wirst Du das eine oder andere mal Holz ect. vermurksen, was die Kosten zusätzlich in die Höhe treibt, vom Ärger ganz zu schweigen.

Fazit:
Wenn Du sehr versiert im Umgang mit Holz bist und Zugang zu den üblichen Werkeugen hast (eine präzise Tischkreissäge, Dickenkobel, Fräse, Tischbohrmaschine etc.), kannst Du es wagen, ansonsten laß es bleiben, es würde zu 99 % mehr Ärger als Freude bereiten.

Gandalf

Hallo Andreas,

ich will jetzt mal nicht ganz in das Horn der anderen Antworter stoßen, auch wenn diese sicherlich nicht ganz falsch sind. Es gibt aber eine grundsätzliche Überlegung gleich zu Anfang: Um was für eine Küche geht es überhaupt? Willst du einfach nur möglichst billig zu einer „rustikalen“ und funktionalen Kücheneinrichtung kommen, wie man sie oft in Studi-WGs findet, dann kann Selbstbau auch für den ungeübten Bastler wirklich eine Alternative sein. Arbeitsplatten und Kanthölzer gibt es im Baumarkt oder beim Holzhändler, Verbindungsprofile auch. Man kann recht schnell einige Platten aufständern und aus den Kanthölzern und einigen Tischlerplatten Regale und passende Einsätze für die Elektrogeräte mit wenig Aufwand und ohne großes Spezialwerkzeug bauen. Will man Türen davor haben, kann man diese fertig ebenfalls im Baumarkt bekommen, wo es auch die passenden Beschläge gibt. Hat man vorher richtig gemessen, passen diese auch vor die Grundkonstruktion :wink:.Ich habe mir gerade eine entsprechende Konstruktion als Werkbank für den Hobbykeller gebaut und dabei sicher viel Geld gespart und gleichzeitig eine optimale Lösung erzielt, ohne hierfür allzuviel Zeit zu opfern. Allerdings möchte ich die Kantholzkonstruktion mit den sichtbaren Verbindern nicht unbedingt in der Küche stehen haben.

Denkst du aber an die Alternative zu einer echten Einbauküche, die nicht gerade die Qualität und Lebenserwartung des Billigangebots aus der Scheibenwischerreklame haben soll, dürften Aufwand und Kosten in keinem Verhältnis mehr zu einem guten Fertigprodukt stehen. Dies dennoch in Angriff zu nehmen, ist wirklich nur etwas für Liebhaber, die alle Zeit und alles Geld der Welt haben, und zudem noch perfekte Handwerker sind und zig Kontakte im Handwerksbereich haben, wo sie mal ein Spezialwerkzeug ausleihen können, oder über die dann ein spezieller Beschlag beschafft wird.

Es gibt aber durchaus auch noch einen Mittelweg, den ich bei meiner letzten und auch der jetzt anstehenden Küche wieder gegangen bin / gehen werde. Nach zunächst sechs Wochen intensiver Reisetätigkeit durch alle in Frage kommenden Küchenstudios (bei der ersten Küche vor sechs Jahren, jetzt wusste ich ja, wen ich in die engere Wahl ziehen würde und musste mir nur einige neue Studios ansehen), hatte ich neben meinen eigenen Vorstellungen viel Profiwissen rund um Küchenplanung und -bau angehäuft. Damit wurde dann damals eine übrigens recht günstige, aber bis heute 1A Grundküche angeschafft, die ich dann selbst aufgebaut und durch eigene Basteleien ergänzt habe (gerne hätte, wenn mehr Zeit gewesen wäre). Die Küche ist so super geworden, dass mein Vermieter als auch der Nachmieter sie unbedingt übernehmen wollen.

Für die Küche in unseren Eigenheim hätte ich die vorhandene Küche gerne erweitern lassen und mich dann auch wieder entsprechend betätigt, leider ist die Front nicht mehr erhältlich und der damals sehr engagierte Küchenbauer hatte auch kein rechtes Interesse mehr. Jetzt kommt von einem anderen Studio wieder eine (allerdings schon sehr aufwändige) Grundküche ins Haus, die wir dann mit Fremdgeräten, wenigen mitzunehmenden Teilen der alten Küche und wieder geplanten eigenen Basteleien ergänzen werden. Klar, die Sache wird auch nicht billig, aber ich denke mal, dass wir aus den kalkulierten € 20.000,-- durch die eigenen Erweiterungen und die selbst beschafften besonderen Geräte noch eine Menge am „Mehrwert“ bekommen werden.

Gruß vom Wiz

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