ich bin gerade am Hausbauen, und habe bei dem Bauträger als Zusatzausstattung eine Warmwasserzirkulation inkl. Zirkulationspumpe für Bad, GäWC und Bad zu einem Festpreis in Auftrag gegeben. Nun habe ich gesehen, dass die Zirkulationsleitung nicht bis kurz vor den jeweiligen Armaturen geführt wird, sondern jeweils im Abstand von 2 bis 3 Metern davor endet.
Meine Frage ist: Wie wird nach den „üblichen“ handwerklichen Regeln dieses eigentlich normalerweise ausgeführt? Meiner Meinung nach ist diese Ausführung mangelhaft, da ich ja wenn ich Wasser zapfe, erst doch wieder kaltes Wasser ablaufen lassen muss (eben diese 2-3 Meter Rohr). Und das kann doch nicht Sinn einer Warmwasserzirkulation sein, oder?
Kann ich evtl. reklamieren und Nachbesserung (natürlich ohne Aufpreis) verlangen?
Oder mache ich mir zu viele Gedanken, da diese 2-3 Meter Rohr nicht so sehr ins Gewicht fallen?
Hallo Werner,
auch ich habe eine Zirkulation, die allerdings ohne Pumpe auskommt, obwohl die Entfernung zum Speicher ca. 20m beträgt.
Aber auch diese Zirkulation endet ca. 5m vor dem Verbraucher.
Ich glaube nicht, daß es ein Problem ist, diese bis zm Verbraucher weiterzuführen. Die Mehrkosten für die Rohre und die Arbeitszeit wirst Du aber bezahlen müssen.
Gruß Bernd
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Hallo Werner,
auch ich habe eine Zirkulation, die
allerdings ohne Pumpe auskommt, obwohl
die Entfernung zum Speicher ca. 20m
beträgt.
Aber auch diese Zirkulation endet ca. 5m
vor dem Verbraucher.
Ich glaube nicht, daß es ein Problem ist,
diese bis zm Verbraucher weiterzuführen.
Die Mehrkosten für die Rohre und die
Arbeitszeit wirst Du aber bezahlen
müssen.
Gruß Bernd
Das mag ja sein, aber was ist denn in diesem Bereich nach handwerklichen Regeln üblich?
Ausserdem: Ich habe noch mal genau gemessen: Es sind etwa 4m Rohr zu jedem Waschbecken von der Zirkulationsleitung entfernt, das entspräche etwa einem halben Liter Wasser, der vorher abläuft. Ist das viel? Ich denke wohl auch nicht…
Weiss noch jemand darüber etwas genaueres?
mach Dir mal keine Sorgen. Das ist ganz normal. Die Zirkulation hat nur die Aufgabe, den Kreislauf im Steigstrang aufrecht zu erhalten. Es kommt natürlich auf drauf an, wie stark die Leitung von Steigstrang zur Zapfstelle dimensioniert ist, aber wenn Du sagst, da würde etwa ein halber Liter durchlaufen wird die kaum mehr als 15mm Durchmesser haben und damit bist Du auf jeden Fall gut bedient. Achte aber nach Möglichkeit darauf, daß die Zirkulationspumpe über eine Zeitschaltuhr gesteuert wird, damit sie nicht unnötig läuft. Dadurch erhöhen sich die Stillstandsverluste des Speichers. Noch idealer wäre ein Schalter mit einem Nachlaufrelais von etwa 2 Minuten, den Du nur im Bedarfsfall betätigst und dann im Handumdrehen warmes Wasser an den Zapfstellen hast.
Also sagen wir so: Wenn die Rohre auf dem Rohbeton verlegt sind, dann sollte die Zirkulation bis kurz vor die Zapfstelle gelegt werden, noch af dem Boden aber eben sehr nah an dem Teil der z.B. zum Waschbecken hochgeht.
Radius Quadrat mal Pi= 0,65cm*0,65cm*3,14=1,32665 qcm das wiederum mal 400cm =530,66 ccm, stimmt, ca. ein halber Liter, wäre mir persönlich zu viel, man baut ja nicht so oft.
Gruß
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Eine Zirkulationsleitung ohne Pumpe ist zum einen sehr wärmeverlustig alsauch verboten.
Die Regeln sagen eindeutig : Pumpe mit Zeitschaltuhr und entsprechender Rückschlagklappe. Das Problem besteht auch eher in der mangelnden Isolation der Leitung als in der Rohrführung. Sinn macht die Z- Leitung natürlich wirklich erst dann, wenn sie vorrangig bis an Kleinverbraucher ( Waschbecken ) herangeführt wird, bei der Wanne ist eine Zirkulation in aller Regel nicht nötig.
Also: wichtig bei Z- Leitungen:
Zeitschaltuhr für die Pumpe
Rückschlagventil gegen Schwerkraftzirkualktion
Dämmung 100% , entsprechend gleiche für die Warmwasserleitung.
Gruss Christian
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Achte aber nach Möglichkeit darauf, daß
die Zirkulationspumpe über eine
Zeitschaltuhr gesteuert wird, damit sie
nicht unnötig läuft. Dadurch erhöhen sich
die Stillstandsverluste des Speichers.
Noch idealer wäre ein Schalter mit einem
Nachlaufrelais von etwa 2 Minuten, den Du
nur im Bedarfsfall betätigst und dann im
Handumdrehen warmes Wasser an den
Zapfstellen hast.
Elephant
Anmerkung zu den Stillstandsverlusten:
Diese Verluste kommen doch daher, dass Wärme aus dem Warmwasserkreislauf entweicht (aus der Zirkulationsleitung). ABER: Diese Wärme aus dem Warmwasserkreislauf, wohin entweicht die denn? Doch nur in das Haus, in dem sie verlegt sind. Das heisst aber doch, dass man damit sein Haus mitheizt und diese Wärme- energie im Heizkreis weniger aufgebracht werden muss. Also: In der Gesamt-Heizungsrechnung sind dies doch gar keine echten Verluste, oder???