Rostende Feinstahl-Messer

Habe ca. 80 Jahre alte Feinstahl-Messer mit Silbergriff. Leider rosten die Klingen und ich finde absolut nichts, was die Flecken entfernt. Wer hat einen Tipp?

Habe ca. 80 Jahre alte Feinstahl-Messer mit Silbergriff.
Leider rosten die Klingen und ich finde absolut nichts, was
die Flecken entfernt. Wer hat einen Tipp?

Hallo, Kuroneko,
meine Oma hat das immer mit Feinschmirgel oder Ata (Scheuerpulver) und einem Flaschenkorken gemacht. Schmirgel auf einen Teller, Korken etwas anfeuchten dann in Schmirgel eintauchen und die Klingen polieren.
Grüße
Eckard.

genau …
… ATA putzt die Kohlen blank.

Aber, gab’s den ATA auch im Westen???

Gruß Uwi

meine Oma hat das immer mit Feinschmirgel oder Ata
(Scheuerpulver) und einem Flaschenkorken gemacht. Schmirgel
auf einen Teller, Korken etwas anfeuchten dann in Schmirgel
eintauchen und die Klingen polieren.

Aber, gab’s denn ATA auch im Westen???

Aber hallo, Uwi!
Ata ist eine Marke der Firma Henkel (Düsseldorf). Das gibt es schon seit 1920:
Am 1. Juni bringt Henkel Ata in den Markt. Mit Ata erschließt Henkel systematisch das Marktsegment der Putz- und Reinigungsmittel. Ab 1924 wird Ata in einer Pappgussflasche angeboten, die über Jahrzehnte zu einem außergewöhnlichen, typischen Produktmerkmal wird.
Siehe:
http://www.ecards.henkel.com/motive/nos_1.jpg (von 1928)
http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgp.cgi?doc=3661
In Genthin, zwischen Magdeburg und Berlin gelegen, wird am 4. August 1921 der Grundstein für das Werk Henkel GmbH Genthin gelegt. Hier entsteht in den 20er Jahren die modernste Waschmittelproduktion in Deutschland. 1945 enteignet, wird das Werk 1949 zu einem Volkseigenen Betrieb (VEB) der DDR. 1990 kauft Henkel das Werk zurück.

Total bescheuert - Ata :smile:
Eckard.

Hi,

man kann die Klingen mit Nasschleiflapier bis zum Spiegelglanz schleifen. Einfach je nach Stärke der Flecken mit einem 400er, ggf. 320er papier anfangen. Dieses anfeuchten und auf eine Glasplatte, zur Not auf den Tisch pappen. Dann ziehst Du die Klinge flach auf dem Papier lang - immer genau in eine Richtung, bis sich gleichmäßige Riefen in die Schleifrichtung bilden - er dürfen keine riefen mehr quer zur Schleifrichtung zu sehen sein. Dann das nächstfeinere Papier nehmen und im rechten Winkel zu den Schleifspuren schleifen, bis diese weg sind usw mit immer feinerem Papier. Praktiker hat bei und bis 2000er Körnung, da glänzt es schon ganz toll. Nachpoliern kann man mit einem Leder und einem handelsüblichen Poliermittel.

Und dann: Messer per Hand waschen, sofort abtrocken und vor längerer Nichtbenutzung mit einem leicht fettigen Lappen abreiben. Keine säurehaltige Nahrungsmittel (Essiggurken, Zitronen u.ä schneiden, dann hast Du sofort Flecke)

Auf gleiche Weise kann man den Klingen eine geradezu unwahrscheinliche Schärfe geben. Ich hab so ein altes Stahlmesser so angeschliffen, das man mit 1 Schnitt eine zusammengerollte Zeitung glatt durchschneiden konnte, oder Papier nur durch das Gewicht des Messers schneiden konnte.

Andreas

da staune ich aber …

Siehe:
http://www.ecards.henkel.com/motive/nos_1.jpg (von 1928)

vor allem, weil der Link von 1928 ist. Das Internet muß also
doch schon viel älter sein, als allg. angenommen wird.

1945 enteignet, wird das Werk 1949 zu einem Volkseigenen Betrieb(VEB)
der DDR. 1990 kauft Henkel das Werk zurück.

da bleibt noch zu bemerken, daß ATA eines der Produkte war, die es
in der DDR immer in ausreichender Menge gab, obwohl sonst ja
wirklich fast alles knapp war. Kostete übrigens 15Pf. das Päckchen.

Total bescheuert - Ata :smile:

Guter Slogan, das!
Gruß Uwi

Liebe Grüsse an Eckard, Uwi und Andreas! Ich wohne in Spanien und konnte nur Ajax bekommen als Scheuerpulver. Aber die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Das mit dem Nasschleifpapier werd ich auch noch mal testen!

Nochmals vielen Dank ! Kuroneko

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]