Hallo zusammen,
bin gerade wieder dabei meinen Dachboden auszubauen.
Mit Wänden und Fenstern bin ich fertig. Jetzt kommt der Boden.
Z.Zt. läuft man auf einer Fertigdecke (zementgebundene Spanplatten).
7 Zentimeter (inkl. Bodenbelag Teppich) müssen irgendwie eingebracht werden, und zwar möglichst kostengünstig (logisch) und gut schalldämmend. Also reden wir über ca. 6 cm Aufbau.
Ein Problem ist, die Spanplatten schüsseln ein wenig, d.h. im Bereich der Stöße werfen sie sich ein bisschen auf (3-8 mm).
Ich weiß, am besten wäre eine Trockenschüttung. Ist aber ein wenig zu teuer.
Hat jemand eine Idee?
Danke schon mal.
Gruß
Tom
Ein Problem ist, die Spanplatten schüsseln ein wenig, d.h. im
Bereich der Stöße werfen sie sich ein bisschen auf (3-8 mm).
Hallo Tom,
sofern ich richtig verstanden habe, biegen sich die vorhandenen Platten durch. Falls es sich so verhält, ist ein weiterer Aufbau auf solchem Untergrund zwecklos. Platten ohne durchgängige Faserstruktur müssen in engem Abstand unterfangen werden. Solche Platten können zwar Druck vertragen, dürfen aber nicht auf Biegung beansprucht werden.
Wenn Du für festen Untergrund gesorgt hast, kann man z. B. Estrich schütten oder Trockenestrich verlegen. Nur um eine Vorstellung von „festem Untergrund“ zu geben: Wenn Du das ganze auszubauende Geschoß in der Mitte mit z. B. 400 kg/m² belastest, die Konstruktion also insgesamt je nach Fläche mit etlichen t belastest, kann man sich über eine Durchbiegung in der Größenordnung von vielleicht 2 mm unterhalten. Wenn ein Mensch über den Fußboden läuft, darf sich an spürbarer Durchbiegung nichts tun. Andernfalls kannst Du anstellen, was immer Du willst, ein brauchbarer Fußboden wird das nicht. Wenn sich der Untergrund spürbar bewegt, hält zudem kein Bodenbelag lange durch.
Gruß
Wolfgang
Hi Wolfgang,
erst mal danke für die Antwort.
Vorab, das Haus ist ein Neubau (3 Jahre alt).
Die Platten sind 30mm stark, also von Durchbiegen kann keine Rede sein. Die Fläche ist lediglich nicht plan. Insofern ist das eben nicht so klasse Trägerhölzer als Unterkonstruktion zu verlegen, weil diese unterfüttert werden müßten.
Habe schon mal an eine Gummi- oder Kokosunterlage gedacht, auch wegen des Schallschutzes.
Aber sicher bin ich mir da nicht. Auch was eine Verschraubung der Trägerhölzer angeht. Oder besser schwimmend verlegen?
Ich weiß es nicht…
Gruß
Tom
Hallo Tom,
das Beste bei Unebenheiten ist natürlich Trockenestrich. Aber wie Du schon sagst - teuer. Auf den tragenden Untergrund, ob dann vollflächig oder auf Sparlatte muss Trittschalldämmung. Die Dämmung kannst du auftackern, damit sie bei Montage nicht rutscht.Dann den Boden schwimmend verlegen und an den Rändern zum Giebel oder Dachbalken wie bei Laminat mind.3-6 mm Spalt lassen, evtl auch mit Schalldämmmaterial lose füllen.
Auf keinen Fall den Boden mit dem Unterboden verschrauben, denn dann ist die Schalldämmung umsonst. Als gängigste Bodenverlegeplatte wird die OSB in verschiedenen Stärken angeboten. Bei dieser Platte einfach verlegt, müstest Du sie in den Nuten zusammen kleben. Ob das auf Dauer hält?
Besser für dich währe, wenn du die billigeren Spanplatten nähmest. Da bekommst Du z.B. dünne 13 mm Platten, aber natürlich auch stärkere. Wenn Du diese Platten ebenfalls schwimmend verlegst und eine zweite Schicht fugenversetzt auf die erste aufbringst, kannst Du beide untereinander stabil verschrauben. Preislich dürfte dann z.B. eine 26 mm (2X 13 mm) Spanplatte nahezu das gleiche kosten wie eine 23 mm OSB.
Vielleicht bekommst Du den Fugenversatz etwas mit Schleifen und einer dickeren Trittschalldämmung in den Griff.Wenn ich mich nicht geirrt habe, habe ich im Baumarkt grüne Trittschalldämmmatten gesehen, welche selbst um die 8- 10 mm Stärke haben. Musst Dich mal umsehen.
Gruß Gert