Fassade reinigen

Guten Abend!

Eine alte Backstein-Fassade soll gereinigt werden. Der Dreck von über 100 Jahren, Staubablagerungen und Ruß, soll weg. Mit Säuren oder starken Laugen kann ich den saugfähigen Steinen nicht zu Leibe rücken. Auch der Hockdruckreiniger scheidet aus. Damit würde ich viel Wasser einbringen und vermutlich Steine und Fugen durch hohen Abtrag ruinieren. Letztlich läuft die Aufgabe wohl auf Wasser, Seife und Schrubber hinaus. Die Flächen sind aber recht groß und ich möchte daraus keine Jahresarbeit machen. Deshalb stelle ich mir rotierende Bürsten vor, Handwaschpaste und klares Wasser. Eine Bohrmaschine mit rotierender Bürste funktioniert nicht. Die Bürste würde durch die Rotation über die Fassade rennen wollen und wäre schwer zu halten. Für eine kleine Fläche wäre es akzeptabel, aber es handelt sich um einige 100 qm. Es müßten gegenläufig rotierende Bürsten sein. Gibts solche Geräte? Oder hat jemand eine bessere Idee?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang

was mir einfällt wäre:
gibt es eine Möglichkeit zum sandstrahlen?

und das nächste:
Flex mit Polierscheibe

Gruß
lag

Hallo Wolfgang,

wie wärs denn mit einem Kärcher mit rotierender Büste?

Gruß Gert

Landesdenkmalpflegeamt

Guten Abend Wolfgang

Das Landesdenkmalpflegeamt weiss bestimmt Rat. Ist das Haus schutzwürdig, kannst du eventuell sogar einen Kostenbeitrag locker machen.

Gruss + viel Erfolg
Mäni

Das Landesdenkmalpflegeamt weiss bestimmt Rat. Ist das Haus
schutzwürdig, kannst du eventuell sogar einen Kostenbeitrag
locker machen.

Guten Abend!

Das Häusle steht unter Denkmalschutz und die Leute vom Amt für Denkmalpflege wissen tatsächlich, womit es geht und worauf man sich im Interesse des Substanzerhalts zu beschränken hat: Tenside. Soll heißen: Wasser und Seife. Das ist ja auch in Ordnung, aber für die praktische Ausführung suche ich eben ein hilfreiches, praktisches Maschinchen, denn nur mit der Wurzelbürste wird es arg mühsam.

Nebenbei: Geld vom Denkmalamt kann es theoretisch geben. Die Kassen sind aber sowas von leer und es gibt so viel Erhaltenswertes in elendem Zustand, u. a. Kirchen, daß es sich kaum lohnt, irgendwelche Formulare auszufüllen. Dann gibts theoretisch Geld aus EU-Töpfen der Dorferneuerung. Dafür muß das Baudenkmal aber in einem geförderten Ort liegen und auch dann sind die Höchstbeträge eher mager und die Kassen regelmäßig abgeräumt. Das EkStG gibt aber interessante Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen zum Erhalt von Baudenkmälern her. Das bringt mehr als das nicht vorhandene Geld vom Denkmalamt.

Gruß
Wolfgang

wie wärs denn mit einem Kärcher mit rotierender Büste?

Hallo Gert,

das könnte eine gute Idee sein. Kärcher hört sich nach Hochdruckreiniger an. So ein Ding hab ich, aber damit richtet man leicht üblen Schaden an. Ich wußte bisher nicht, daß es von Kärcher auch etwas mit rotierenden Bürsten gibt. Wenn dabei der Wasserstrahl nicht zu hart ist, wäre es einen Versuch wert.

Danke!

Gruß
Wolfgang

Guten Abend!

was mir einfällt wäre:
gibt es eine Möglichkeit zum sandstrahlen?

Damit bekommt man die Fassade ganz gewiß sauber, aber Steine und Fugen werden schwer geschädigt. Sandstrahlen ist derart heftig abrasiv auch bei gefühlvollem Arbeiten, daß eine zwar saubere, aber rauhe, sandende und bröckelige Oberfläche der Steine entsteht, ganz zu schweigen von den Fugen.

Flex mit Polierscheibe

Dreht viel zu schnell. Das Ergebnis hat man nicht im Griff und schon hat man nicht mehr zu beseitigende Spuren im Gemäuer.

Ich weiß, daß es mit Schrubber, Wasser und Seife funktioniert. Die Fassade wird jedenfalls sauber, ohne sichtbaren Schaden zu nehmen. Man muß aber auf jeder Stelle schier endlos herum schrubben. Dafür ist die Fläche einfach zu groß. Deshalb dachte ich an rotierende Schrubberbürsten, wenn es so eine Maschine gibt.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
mag zwar dumm klingen, aber frag doch mal bei einem Fachbetrieb für Gebäudereinigung nach, wie diese denn dem Problem zu Leibe rücken würden und mit welchen Maschinen.
Wenn Du mit einem Auftrag drohst, werden sie Dir bestimmt Auskunft geben.
Dann stell Dich dumm und lass Dir die Maschinen zeigen, von denen Du natürlich „absolut keine Ahnung und Vorstellung hast“.
Ein Blick auf das Herstellerkennzeichen und Du weisst wo Du suchen mußt.
Gruß
Dirk m.

Hallo Wolfgang,

als Mittelding zwischen Sand- und Wasserstrahlen mit Hochdruck käme vielleicht noch CO2 in Frage. Einige Betriebe im Bereich der Entfernung von Sprayer-Kunstwerken arbeiten hiermit. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann strahlt man wohl mit Trockeneis-Kristallen. D.h. du hast keinen Wassereintrag und die Partikel sind auch deutlich weicher als Sand und haben damit nur einen geringen Abtrag. Vielleicht gibt es ja ein entsprechendes Unternehmen in der Nähe. Ansonsten würde ich auch die Kärcher-Bürsten empfehlen. Wenn du da den Druck niedrig genug einstellst sollte da nichts passieren.

Gruß vom Wiz

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Hi Wolfgang,

Ich weiß, daß es mit Schrubber, Wasser und Seife funktioniert.
Die Fassade wird jedenfalls sauber, ohne sichtbaren Schaden zu
nehmen. Man muß aber auf jeder Stelle schier endlos herum
schrubben. Dafür ist die Fläche einfach zu groß. Deshalb
dachte ich an rotierende Schrubberbürsten, wenn es so eine
Maschine gibt.

Du mußt unterscheiden, das es Maschinen mit Schrubbscheiben und Maschinen mit rotierenden Bürsten gibt. Beide Maschinen sind nur auf relativ ebenen Oberflächen verwendbar, außerdem hebst du dir bei den besseren Geräten einen Bruch. Verwendest du diesen Kärcher-Hochdruckteller, dann bringst du relativ viel Wasser in die Wand. Mit einem Schrubbstrahl (entsprechende Düse vorausgesetzt) erreichst du fast dasselbe Ergebnis.

Ich kenne ein etwas älteres Gerät von Kärcher, den „Puzzi Profi“, dies ist eine stationäre Pumpe und Sauger. Am langen flexiblen Rohr ist ähnlich einem Staubsauger eine schwere rotierende motorgetriebene Bürste. Vor die Bürste wird mit ca. 10 Bar das Reinigungsmittel (Lösung mit viel Wasser, sonst Schaumbad) auf die Oberfläche gedrückt in dünnen Strahlen, die Bürste verreibt das Ganze, dann wird abgesaugt. Funktioniert auf waagerechten Flächen sehr gut, ob es auch senkrecht geht, weiß ich nicht. Jedenfalls mußt du dann den Druck der Bürste mittels Muskelpower aufbringen. Und die Bürste wiegt ein paar Kilo.

Dann gibt es Einscheibenmaschinen, etwa so groß wie eine Poliermaschine für Lack. Ist nicht so schwer und dreht mit mäßiger Geschwindigkeit. Sauteuer sind die Bürstscheiben. Und du mußt das Reinigungsmittel mittels Schlauch etc. an die Wand bringen. Natürlich auch kräftig auf die Maschine drücken. Also auch sehr schweißtreibend, aber du kommst relativ schnell voran. Je nach Material gibt es harte bis weiche Bürstscheiben.

Die genauen Typbezeichnungen kann ich raussuchen, bin aber erst ab Dienstag wieder im Büro. Ansonsten schau dir mal das Gerät an: http://www.karcher.com/de/products/cce/1737101_D.shtml

Gruß
André