Worauf beim Topfkauf achten?

Hallo liebe Experten!
Ich hoffe, ich bin hier richtig mit meiner Frage!!
Und zwar möchten mein Freund und ich uns neue bzw. die ersten eigenen Töpfe kaufen. Worauf, außer den Preis, sollte man denn achten?? Womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht??
Vielen lieben Dank für die Tips im Vorraus!
Liebe Grüße Sonja

Hallo Sonja,

Ich bin nicht unbedingt was man einen Experten nennt, aber ich kann gerne meine Erfahrung mitteilen die ich gemacht habe: Das Wichtigste bei Töpfen für Elektroplatten oder Ceran-Felder ist m.E. der Boden, da er entscheidend für eine gleichmäßige und gute Wärmeübertragung ist. Der Boden muß plan sein und überall gleichmäßig auf der Heitzplatte liegen. Die besseren Töpfe haben einen ziemlich dicken Boden aus Aluminium oder Kupfer. Dick deshalb, damit er sich bei der Erwärmung nicht verformt und aus Kupfer oder Alu, weil das die besten Wäremleiter sind. Kupfer leitet noch besser als Alu, ist aber bedeutend schwerer. Beim Einkaufen also darauf achten, daß auch der Schwächere von Euch die Dinger noch von der Platte kriegt (bisweilen sollte es ja auch mal mit einer Hand gehen!) Bei Gas ist das alles nicht entscheidend, weil sich die Flamme dem Topf anpaßt.

Die Beschichtung war früher gern aus Email, heute ist wohl Edelstahl beliebter. Ich weiß nicht wie gut und wie teuer das Email heute ist, im Zweifelsfalle macht man mit Edelstahl nichts falsch (auch wenn man etwas mehr putzen muß). Ich würde aber auf Farbe verzichten wenn es keine gute Emaillierung und nur Lackierung ist.

Das wären so meine Tips. Ich würde auch mal in einen guten Haushaltswarenladen gehen und mich beraten lassen. Es gibt tatsächlich noch Verkäufer die Wert auf gute Beratung legen :wink:

HTH
Ully

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sonja,
neben dem Boden (dicker, gut Wärme speichernder Sandwichboden) halte ich auch Stabilität und eine durchdachte Form für wichtig. Z.B. ob die Töpfe stapelbar sind, ob die Deckel wegen sehr ausladender Griffe sehr viel Platz in Schrank und Spülmaschine einnehmen, ob man den Deckel beim Abgießen des Kochwassers festhalten kann, ohne sich die Finger zu verbrennen…
Als ich mir damals, so vor ca. 15 Jahren, meine ersten „richtigen“ Töpfe kaufte, waren es welche aus der Serie „Magic“ von Fissler (Edelstahl). Sie waren zwar sauteuer, sehen aber heute noch aus wie neu, und ich bin immer noch zufrieden. Heute würde ich sie allerdings gebraucht bei eBay kaufen.
Sehr empfehlenswert finde ich auch noch Töpfe der Marke Silit, Silargan ist mein Lieblings-Material, ähnlich wie Emaille, allerdings recht schwer.
Allgemein würde ich immer nur hochwertige Töpfe und Pfannen kaufen. Das ist ne Anschaffung fürs Leben und es kocht sich einfach besser damit.
Viele Grüße
Ulla

Hallo,

ich kann Edelstahltöpfe empfehlen. Sie sind in der Reinigung recht unproblematisch. Teflon-beschichtet auf keinen Fall. Die Beschichtung geht im Laufe der Zeit hinüber.
Im Gegensatz zu ulla empfehle ich einen möglichst dünnen Boden mit wenig Wärmespeichervermögen. Bei Aluböden ca 6 cm. Das reicht für gute Stabilität gegen Verziehen, ist noch nicht so schwer und speichert wenig Energie. Besser sind Edelstahltöpfe mit Sandwichboden, in denen eine Kupferplatte eingelegt ist (sieht man von aussen nicht).

Warum wenig Wärmespeicher? Weil die gespeicherte Energie erst mal zugeführt werden muss. Es braucht länger, bis dieser Topf auf Änderung der Energiezufuhr reagiert, länger bis der Topf warm wird. Und am Ende hast du viel Energie „hineingespeichert“, die du nicht mehr völlig ausnutzen kannst (unter hundert Grad kocht das Wasser eben nicht mehr. Und ein dicker Boden enthält dann immer noch mehr Energie als ein dünner).

Gruss, Niels

Gude Morsche,

schaue doch mal bei http://www.warentest.de/pls/sw/sw.Main?p_KNR=5004201…
vorbei (Stiftung Warentest).

Bei Kochtöpfe scheiden sich die Gemüter. Ich gebe Euch den Tipp -
vergleicht den Test und sucht für Euch das beste Preis Leistungsverhältnisse aus. Denn auch

Unsere ersten Kochtöpfe sind Topfschnäppchen von Tchibo, Aldi und Lidl. Und wir müssen sagen nicht schlecht. Und unser Stromkosten sich auch nicht hoch.

Gruß und viel Spaß beim Kochtopf aussuchen.

Markus

hallo sonja,

was für ein kochfeld hast du denn?
für ceran-felder sind nämlich andere töpfe besser als für gas-felder…

fragende grüße von
tinchen
die auf gas kocht

Hallo Sonja,
ich koche viel und gerne und liste Dir jetzt einfach mal auf, was ich regelmäßig brauche:
1 kleiner Edelstahltopf mit Deckel (einfach ein Topf, braucht nix besonderes zu sein)
2 große Edelstahltöpfe mit Deckel (s.o.)
1 gußeiserne Pfanne (für Steaks und Fleisch allgemein).
Ich habe zusätzlich noch eine gußeiserne „Bauernpfanne“; das ist eine große Pfanne (könnte man auch als großen, flachen, gußeisernen Topf bezeichnen) mit je einem Henkel links und rechts und einem Deckel. Ist nicht ganz billig, aber sehr universell einsetzbar und man kann das Essen auch gleich drin servieren. Wenn Du so was hast, kannst Du Dir für den Anfang die gußeiserne Pfanne sparen.
1 beschichtete Pfanne für Spiegeleier, Pfannkuchen und andere Sachen, die sonst überall reinkleben. Ihr müsst damit rechnen, dass sich die Beschichtung über kurz oder lang auflöst und das gilt ausdrücklich auch für die teuren Exemplare. Ich kaufe lieber öfter mal ne neue billige Teflonpfanne und schmeiss die olle weg, als mich ewig an einer teuren Pfanne rumzuärgern, in die dann nach kurzer Zeit doch alles reinklebt.
1 ganz großer Topf, wenn man mal was für ne Party o.ä., oder eine riesen Menge Spaghetti kochen will…
Wie gesagt… ich denke, für den Anfang brauchen die Töpfe nicht gleich die allerteuersten sein. Vor den ganz billigen bei Woolworth und Co. würde ich aber auch abraten. Wichtig ist, dass sie gut verarbeitet sind (nix darf wackeln, der Boden sollte nicht all zu dünn und schon gar nicht uneben sein…)
Soweit ich mich erinnere, hatte Ikea immer ganz gute Sets für „Anfänger“.
Lasst Euch bloß nicht dieses beschichtete Zeugs aufschwätzen, das es jetzt überall gibt. Die Beschichtung hält, wie gesagt, nicht lange und die Sachen, für die man die Beschichtung wirklich braucht, kann man an einer Hand abzählen. Gute, normale Töpfe halten viel länger und wenn Ihr eine Soße selber machen wollt, ist es wichtig, dass vom Anbraten ein bißchen was in den Topf reinhängt. Ein beschichteter Topf ist dafür also völlig ungeeignet!
Gruß
Jens

Hallo Sonja,

wichtig ist ein planer, dicker Boden. Dünne Böden verziehen sich gern und liegen dann nicht mehr richtig auf dem Kochfeld auf.
Die Griffe sollten wärmeisoliert sein. Es ist sehr lästig, wenn der Topf überzukochen droht und man erst noch die Topfhandschuhe suchen muss, bevor man den Topf von der Kochstelle wegnehmen kann. Es gibt wärmeisolierte Griffe aus Metall, falls euch Kunststoff nicht so gefällt.
1 beschichteteten Topf und 1 beschichtete Pfanne sollte man haben für Sachen, die gerne anbrennen wie Milch, Saucen ,Pudding und Spiegelei. Hier gibt es preiswerte Töpfe bei Aldi.Lidl etc. aus Aluguss mit gutem Boden.
Wenn man diese Töpfe nicht mit dem Topfkratzer reinigt oder mit dem Metallschneebesen rührt halten die viele Jahre.

Gruß
Lexi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sonja,

ohne jetzt speziell deinen Herd zu kennen, sind Edelstahtöpfe sicher immer eine gute Wahl. Dabei sollte der Boden schon als Sandwichboden mit Einlage ausgeführt sein, denn der Boden stabilisiert und puffert so einfach auch Schwackungen in der äußeren Versorgung mit Wäremenergie etwas weg und ist außerdem auch Garant gegen Verziehen und für einen planen Boden. Die Wandstärke sollte ebenfalls so sein, dass man das Ding nicht gleicht eindrücken kann, und der Deckel muss absolut passgenau sein. Ich bevorzuge Edelstahdeckel, da unverwüstlich, zu bekommen sind aber inzwischen oft nur noch Glasdeckel mit dünnem Metallrand. Die Griffe sollten ebenfalls aus Metall und massiv angeschweißt sein, damit man die Töpfe auch mal im Backofen einsetzen kann und man nicht ständig in Gefahr ist, zwei Liter heißes Nudelwasser auf die Füße zu bekommen, wenn die Verschraubung sich mal wieder gelöst hat, oder man den Topf nicht gleich wegen eines gebrochenen Kunststoffgriffs wegwerfen wollte (Der Nachkauf von Ersatzteilen ist ein Thema für sich).

Ob es unbedingt eine spezielle Marke sein muss, hängt vom Geldbeutel und der Einstellung zum Thema ab. Wenn die Randbedingungen stimmen spricht nichts gegen gute Handelsmarken, insbesondere aus dem Profibereich, wie man sie bei Metro o.ä. findet. Bin selbst total kochverrückt und gebe Unsummen für mein Hobby aus, aber außer einer geschenkten Rösle Sauteuse (unbezahlbar aber richtig gut und auf jedenfall ein zukünftiges Erbstück), einen ebenfalls geschenkten 10l-Topf von Berndes und zwei WMF-Edelstahl-Pfannen stehen hier nur No-Name Töpfe von Metro und teilweise auch Horten oder sogar aus dem Supermarkt rum, die alle die oben genanten Punkte erfüllen und schon ewig halten.

Gruß vom Wiz

Ob

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

AMC
ich will auf keinen fall werbung machen, aber drei töpfe dieser marke habe ich vor 10 jahren von meiner mutter bekommen - sie sind spitze und ich denke, dass die was fürs ganze leben (und zum vererben) sind.

Hallo,

was mir gerade noch so einfällt: Ihr solltet auch einen Schnellkochtopf ins Auge fassen. Der spart mächtig Zeit!

Gruss, Niels

Tippfehler!

Im Gegensatz zu ulla empfehle ich einen möglichst dünnen Boden
mit wenig Wärmespeichervermögen. Bei Aluböden ca 6 cm.

Ich meine natürlich 6 Milli meter. Weniger nicht, weil sonst verziehen möglich, mehr bedeutet unnötigen Energieverbrauch.

Gruss, Niels

Vielen Dank!
Vielen Dank liebe Experten. Ich werde mir jetzt mal alles ausdrucken und studieren!
Liebe Grüße Sonja

Hallo,

also ich habe nach einigen Recherchen dann Töpfe von
SUS Schulte-Ufer (Profi-Line -Serie) gekauft.
Diese hatten in dem besagten Vergleich von Stiftung Warentest
sehr gut abgeschnitten und sind durchaus noch preiswert.

Muß sagen, die Dinger haben eine sehr gute Qualität und einige
Vorzüge. Das ist aber auch Ansichtssache. Meine Frau wollte
z.B. keine Glasdeckel, weil die schnell mal kaputt gehen.
Dann sollten die Töpfe keine Plastikteile (Griffe) haben, weil
mit der zeit die unansehnlich und spröde werden (kaputt gehen).
Die Profi-Line-serie hat alle diese Eigenschaften, obwohl die
Form nicht avantgardistisch ist, dafür sehr funktionell.
Gruß Uwi

Ich hoffe, ich bin hier richtig mit meiner Frage!!
Und zwar möchten mein Freund und ich uns neue bzw. die ersten
eigenen Töpfe kaufen. Worauf, außer den Preis, sollte man denn
achten?? Womit habt ihr gute Erfahrungen gemacht??
Vielen lieben Dank für die Tips im Vorraus!
Liebe Grüße Sonja