Hi Cea,
wie du deine Wohnung sanieren solltest kann ich dir leider
nicht sagen, es scheint das dies nicht ganz einfach wird.
Aber ich habe den Tipp, um die Feutigkeit - zumindest kurzfristig -
aus deinen Wänden zu bekommen: Nimm einen modernen elektrischen ‚Raumluft-Kondenstrockner‘ (Luftentfeuchter). Diese Geräte schaffen es - bei Stromaufnahme, den gasförmigen Wasserdampf aus deiner Luft in einem Behälter als flüssiges Wasser zusammeln. Die Geräte sind normalerweise Hygrostat-geteuert
und schalten sich ab, wenn die Raumluft entsprechend der Voreinstellung
am Gerät einen gewählten Feuchtewert (rel.Luftfeuchte) unterschritten hat.
Wenn dann die Raumluft trockner ist, können auch die Wände weiter
Wasser abgeben. Merke: So bekommst du deine Wände binnen kurzer Zeit
bautechnisch vergleichsweise trocken (d.h. in wenigen Tagen - je nach Raumgröße). Du kannst die Besserung bald auch am ‚besseren‘ Geruch erkennen, es riecht dann ‚recht frisch‘ im Raum.
Den Schimmel selbst (der vermutlich zumindest teilweise vorhanden ist) bekommst du so allerdings nicht weg, er wächst aber erstmal nicht weiter und eigentlich sieht man dann auch nix mehr von ihm - solange die Luftfeuchte nicht wieder steigt.
Du hattest geschrieben, dass das Wasser bereits an deinen Fenstern
kondensiert: Sind diese nur am unteren Rand (innen), oder
komplett, bzw. bis fast ganz oben beschlangen ?
Sind das vielleicht auch noch Isolierglasfenster
?
Die beschlagenen Fenster deuten tatsächlich auf eine recht hohe
Luftfeuchte hin. Wenn das mehrere
Tage hintereinander passiert, und du keine Wasserdampfquellen in der
Wohnung hast (Küche, Bad, + ‚körperliche Schwerarbeit‘), solltest
du dir evtl. schon mal vorab ein kleines digitales Hygrometer kaufen…
Wenn du dann die rel. LF unter 50 % bekommst, riecht es auch nicht mehr muffig.
Übrigens, mit Heizen+Lüften bekommst du das Wasser nur schwer aus Wand+Luft. Es wird im Raum wärmer und das Wasser kondensiert dann an einer anderen - noch kalten - Stelle im Haus (Zimmer-Ecken, Fußboden etc.).
Welche Temperatur hast du denn normalerweise im Haus ?
So ein Raumluft-Kondenstrockner benötigt bei ca. 10°C-15°C (60% rel. LF) etwa
1.8 kWh Strom/Liter_kondensiertemH2O (im Behälter). Davon musst/kannst
du ausgehen. Hierbei kommen merkliche Stromkostenzusammen. Allerdings ist es fast unmöglich beim Kauf Informationen zur Energie-Effizienz
der Lufttrockner zu erhalten. Ein Gerät aus dem Laden kann (bei 10…15°C, 60%rel.LF) auch locker mal 2…3 kWh_elektr/Liter_H2O benötigen. Hab ich alles schon festgestellt. Energie-Effizienz wird von den Herstellen
nämlich normalerweise für ca. 30 °C/80%rel.LF angegeben, weil die Geräte dort
wesentlich effizienter arbeiten, und ein potenzieller neuer Käufer immer erst nach dem Kauf feststellt, heu, das Gerät brauch ja einigen Strom.
Vergleiche die Stromkosten mit deinen Heizkosten und den Erfolgsaussichten. Meine Empfehlung: nimmer einen eletrischen Lufttrockner. (Frag im Laden aber nach einem Gerät mit Energie-Effizienzklasse A. Und frag gleich auch noch, ab wann es denn so ein Label für diese Geräte gibt…)
Leider habe ich keine Top-3 Liste der effizienten Geräte, aber
mit einer kurzen e-mail an mich, kann ich dir geeignete Gerätebezeichnungen nennen.
VG
-Thomas
Liebe www-Gemeinde, lasst hören, wass ihr hierzu anders seht.
P.S.: Der mir bekannte effizienteste Raumluft-Kondenstrockner
benötigt bei 10°C ca 0.5 kWh/Liter_H2O, ist von der Firma Thermastor
(USA) und funktioniert _nicht_ am deutschen Stromnetz, sehr schade. (er brauch 115 V, 60 Hz)
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