unser Haus braucht eine neue Garagenauffahrt. Wie muß der Untergrund beschaffen sein und was nimmt man am besten als Oberfläche? Beton-Pflastersteine? Ein Vermögen soll’s nicht kosten.
Der Untergrund ist Klei, ein schwerer, zäher und feuchter, lehmartiger Boden.
Worauf ist zu achten, wenn man vermeiden will, daß mit der Zeit in der Oberfläche (durch das Befahren mit Autos) Dellen und Senken entstehen? Wenn ich mich recht erinnere, legt man eine Schotterschicht als Basis (wie dick?) und darauf eine Sandschicht (wie dick?), die dann festgerüttelt wird. Wird auch die Schotterschicht gerüttelt? Oder ist Walzen besser? Durch welche Maßnahmen schafft man es, daß einerseits die Auffahrt einigermaßen waagerecht wird, andererseits dennoch das Regenwasser korrekt ablaufen kann?
ich hab es mir letztes jahr auch angetan, und unsere hofeinfahrt (ca70qm) angelegt. ist ein haufen arbeit, aber zu schaffen.
wichtig ist natürlich, dass der untergrund solide aufgebaut wird. zuerst musst du bist in etwa 80 cm tiefe abbaggern (scheu dich nicht vor den kosten eines baggers, ist nur ein tip…) und dann mit groben schotter (gibts verschiedene möglichkeiten) auffüllen. ich habe dann bereits das „rütteln“ angefangen, man kann das material nie zu sehr verdichten. danach folgt eine lage feinschotter (fein, weis, staubig) die so ca. 3 bis 6 cm dick sein soll (gleich danach hab ich wieder gerüttelt). bishierhin sind die kosten noch relativ gering.
bei der wahl des belages spielen viele faktoren mit: kosten, versickern, optik, bearbeitung. frag mal nach wegen brauchwasserrechnung bei versiegeltem erdboden, das betrifft verschiedene pflasterarten.
das gefälle sollte ca. 1cm pro meter betragen, damit das wasser ablaufen kann. hier ist eine laserwasserwaage sehr hilfreich, um die höhen zu nievellieren. die „gerade“ erstellst du mit zwei balken, über die du dann mit einer sogenannten richtlatte die oberfläche abziehst (stück für stück).
betonpflaster:
dann verlegst du die pflastersteine, immer die fluchten (gerade linien) im auge behalten, mit richtlatte oder ganz flach über die kanten der steine schauen, dann fallen dir ungleichheiten sofort auf.
die randsteine kannst du mit der hand (gr. flex 230mm) oder mit nassschneidemaschine (extrem teuer) einpassen.
danach einfach ein paar handvoll quarzsand verstreuen und das ganze einrütteln. danach wieder quarzsand verstreuen und mit besen einkehren. fertig, mehr ist das nicht…
Hallo Uwe,
wichtig ist natürlich, dass der untergrund solide aufgebaut
wird. zuerst musst du bist in etwa 80 cm tiefe abbaggern
(scheu dich nicht vor den kosten eines baggers, ist nur ein
tip…) und dann mit groben schotter (gibts verschiedene
möglichkeiten) auffüllen. ich habe dann bereits das „rütteln“
angefangen, man kann das material nie zu sehr verdichten.
Hi Markus,
vielen Dank für Deine Antwort.
Da kann ich vermutlich die vorhandene Unterfütterung wiederbenutzen. Gut gesetzt haben sollte sie sich ja inzwischen.
Die Werkzeuge, die Du erwähnst, sollte ich mir wahrscheinlich am besten ausleihen. Weißt Du wie da die Preise sind (in etwa?).
die preise für nassschneidemaschine liegen irgendwo bei ca. 55 Euro pro tag plus abnutzung der diamanttrennscheibe. geht sehr schön von der hand musst halt früh anfangen, dass abends alles fertig ist (das betrifft ja nur die steine am rand, die zugeschnitten werden müssen).
ich hab mir damals eine große Flex gekauft (ca. 25 euro, wenn du sie nicht öfter benutzen willst, dann reicht das) und eine diamanttrennscheibe für das pflaster (ca. 50 euro). hier kannst du dir eine höherwertige leisten, bitte nicht die für 1 euro, damit ärgerst du dich…durchmesser 230 mm sollte es schon sein, dann kommt man fast durch 8cm pflaster… von oben schneiden, von der unterseite kurz entgegenschneiden, dann bricht der stein ruck zuck…so habe ich es gemacht.
vielen Dank für Deine erneute Antwort. Vielleicht kennst Du auch die Ausleihpreise für die weiteren Geräte, die ich noch brauche: z. B. einen großen Rüttler, wie er im Straßenbau verwendet wird (den brauche ich wahrscheinlich mehrere Tage) incl. Anlieferung und Abholung. So ein Teil wiegt doch bestimmt etwa eine Tonne, nicht?
also die preis hab ich nicht mehr im kopf, ist doch schon eine zeit lang her, aber die info kriegst du am telefon. baumärkte haben sowas normale nicht, aber die gelben seiten mit stichwort maschinenverleih oder frag bei baufirmen nach.
wenn du regelmäßig mit deinem 40to-Sattelzug auf das pflaster fährst, brauchst du die männer-rüttelplatte (GROß). für normalen Pkw-stellplatz reicht eine kleine, die wiegt etwa 60 bis 100 kilo. die haben wir zu zweit einfach ins auto gehoben und ab…
hab die rüttelaktion dafür aber zweimal gestartet. erstens nach dem auffüllen (also bevor das pflaster verlegt wird) und da zwar gründlich…und zum zweiten nach dem verlegen („einrütteln“ mit quarzsand). die maschine ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber nicht gefährlich…
Randteile habe ich wie gesagt mit der „Hand“ geschnitten (flex durchmesser 230 mm), insgesamt etwa 100 Euro (30 euro flex / 70 euro diamantscheibe), hast halt dann auch keinen zeitdruck. und wenn alles eingepasst ist leihst du dir (wieder) die rüttelplatte.
P.S:
vergiss nicht die kosten für (ein paar) gummihammer, ich hab glaub ich 3 stück zerfetzt, ein paar knieschoner und gute lederhandschuhe hab ich auch mehrere Paar gebraucht. solche pflastersteine setzen den fingern ziemlich zu.