Was ist davon zu halten, Parkett auf Fussbodenheizung zu legen? Ich habe gelesen und gehört, dass das mit verschiedenen Nachteilen verbunden sei, als da wären:
tendenziell höherer Energieverbrauch, da das Holz isoliert (günstigerv also bspw. Fliesen als Bodenbelag)?
Fertig-Parkett kann reissen oder sonstwie Schaden nehmen durch die einseitige Erwärmung und die unterschiedlichen Material-Schichten
der in den Fugen zwischen den Parkett-Elementen befindliche Staub wird durch die bei Erwärmung aufsteigende Luft aufgewirbelt und sorgt damit für tendenziell schlechte Atemluft, gerade für Allergiker (bei Fliesen etwa gibt es ja keine offenen Fugen).
Wenn sich diese Nachteile bestätigen, würde ich wohl doch eher zu einem Fliesenbelag greifen. Gibt es hierbei, wiederum vor dem Hintergrund der Fussbodenheizung, Besonderheiten, die zu beachten sind? Z.B. besonders empfehlenswerte Kleber und Fugenfüller, Verlegetechniken, besondere Fliesenqualität, …?
Ich würde dir auf jeden Fall Fliesen empfehlen, da die Wärmeübertragung wesentlich besser ist. Man merkt den Unterschied schon sehr gut wenn man barfuß über die unterschiedlichen Materialien geht. Und wenn es dir um die Optik geht, es gibt auch Fliesen in Holzoptik in verschiedenen Farbschlägen. Ist dann natürlich eine Preisfrage…
Heute sind die Verlegetechniken schon soweit ausgereift, das es mit Parkett aber auch kein Problem sein sollte; würd ich aber lieber dann von einem Fachmann machen lassen.
Hoffe ich konnte dir weiterhelfen?
Würd mich freuen:smile:
Ansonsten such dir mal noch Rat im Forum bei einem Schreiner bzw. Fussbodenleger.
Gruß
Nelsont
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unter den Angeboten von Parkettlieferanten wirst du immer auch einige finden, die als Fußbodenheizung geeignet bezeichnet werden. Das bezieht sich dann aber wohl darauf, dass es Hölzer mit geringer Restfeuchtigkeit sind, die deshalb nicht reißen, und auch nicht schrumpfen, wodurch die von dir befürchteten Luftspalte entstehen könnten (bei sachgerechter Verlegung gibt es nämlich keine).
Totzdem halte ich die Behauptung für ein „Vertriebsargument“, um bei zunehmender Tendenz zu Fußbodenheizung nicht auf der Verliererseite zu stehen. Holz ist nunmal ein deutlich schlechterer Wärmeleiter als Keramik. Was in der Regel ein Vorteil ist, so dass man Holz für Isolierzwecke einsetzen kann. Aber bei Fußbodenheizung ist halt gute Wärmeleitfähigkeit von Vorteil. Holz bedeutet hier längere Aufwärmzeit und höhere Energiekosten.
Ich sag das ungern, weil ich Holz weitaus lieber mag als Keramik. Aber es ist halt so. Wenn man Holz möchte, sollte man sich klar sein, welche Nachteile das hat und diese in Kauf zu nehmen bereit sein.
als ich vor 2 Jahren mein mit Fußbodenheizung ausgestattetes Haus mit Parkett auslegen lassen wollte, habe ich für Heiterkeitsausbrüche in der Holzhandlung gesorgt!
Ich wurde dahingehend aufgeklärt und beraten, dass Holz als Naturprodukt unmöglich der direkten Wärme standhalten und über kurz oder lang reißen, zumindest aber breite Fugen bilden würde (laienhaft ausgedrückt).
Also musste ich schweren Herzens auf Fliesen ausweichen.
Mein erfahrener Fliesenleger bestand dann darauf, dass ich ihm VOR dem Kauf meine Auswahl zur Begutachtung vorlege und ihm somit ermögliche, die Steinplatten auf „Heizungstauglichkeit“ zu prüfen. Und so wurd’s gemacht! Von 3 Fliesensorten, die ich mir ausgesucht hatte, blieb eine einzige (V & B) übrig, die er bedenkenlos verlegen wollte.
Heute bin ich sehr glücklich mit meinen schönen, hellen Fliesen!
Nie hätte ich als überzeugte „Birkenstöckerin“ geglaubt, dass ich mich mal zu einem Barfuß- oder Sockenläufer entwickeln würde, aber der angenehm warme Fußboden lädt einfach - sommers wie winters - dazu ein.