Hallo,
ich baue gerade die obere Etage in meinem Haus aus und habe die alten Dielen entfernt. Zwischen den freigelegten Balken ist ein Gemisch aus Hafer, das die Hausmäuse sicherlich einige Jahrzehnte ernährt hat. Nun wollte ich eine Perliteschüttung verwenden und ein Dielenmuster auf einer Sperholzplatte verlegen. Diese Platten wollte ich aber, damit keine Schallbrücke entsteht, entkoppeln. Da Platten mit Filz um ein vielfaches teurer sind, habe ich überlegt, auf den Balken Teppichstreifen zu „verlegen“, damit diese die Schallisolierung übernehmen und ich die billigeren normalen Verlegeplatten verwenden kann. Hat jemand Erfahrungen mit einer solchen Ersatzlösung? Gibt es Gründe, die mir grade nicht einfallen, die gegen eine solche Lösung sprechen? Oder weiß jemand eine andere, güntige Lösung für meine obere Etage? Auf die Bodenplatte möchte ich nicht verzichten, weil ich die Dielen mit Muster verlegen werde, so dass ich eine Fläche benötige. Vielen Dank!
Hallo Melanie,
Nun wollte ich eine Perliteschüttung
verwenden
bist Du sicher, daß die Decke die Perlitschüttung tragen kann?
Die ist nämlich gar nicht soooo leicht.
Ich hab mit die Mühe gemacht und die Balkenzwischenräume mit Mineralwolle ausgefüllt.
habe ich überlegt, auf den Balken
Teppichstreifen zu „verlegen“, damit diese die
Schallisolierung übernehmen
zur Trittschallisolierung hab ich die Filzstreifen genommen, die üblicherweise beim Trockenbau als Entkopplungsfilz genomen werden. Gibts von der Rolle und ist nicht so teuer. Wenn Du den Filz doppelt oder dreifach einschlägst klappt das prima.
Zum Schneiden brauchst Du aber eine wirklich scharfe Schere.
Gandalf
Hallo,
ich schließe mich meinem Vorredner im Prinzip an, für die balken gibt es schallentkoppelndes Material von der Rolle für die Balken. Dabei sollte aber im Fachbaumarkt eine ausführliche Beratung stattfinden welches Material das optimale ist. Die Schüttung muß natürlich von der Decke getragen werden, aber Ihr Gewicht, also Ihr Masse ist sehr wichtig für einen guten Schallschutz. Guter Schallschutz ist das richtige Zusammenspiel aus Masse und Entkopplung. Schallschutz im Holzbau wird allgemein als Problem dargestellt, stimmt aber nicht, es gibt nur wenige die wissen wie mans richtig macht. wichtig ist also entkoppelte Masse z.b. als mssive Holzwerkstoffplatten federnd unten auf die Decke gesetzt. Oder Masse oben drauf auf entkoppelnden Streifen, also schwere Holzwerkstoffplatten und nicht nur ein bißchen Laminatplättchen. oder schwere Schüttung und entkoppelter Boden…usw es gibt viele möglichkeiten, die Bauphysiker, Architekten, BAubiologen beraten können. Übrigens, noch ein Hinweis: wollen Sie dünne Laminatplatten über Balken verlegen?? Die meisten Laminatplatten müssen ein vollflächiges Auflager haben, d.h. sie würden beim betreten durchbrechen zwischen den Balken. In dem Fall müssen Sie erst eine vollflächig tragende Fläche schaffen!!! Also immer nach tragfähigkeit der Parkettplatten fragen! Gruß herm, inform-architekten.de