Löten ist ja soo einfach - stimmt das?

Hallo liebe Expertinnen,

möchte gerne Löten lernen. Es gibt doch immer wieder mal was anzuschließen. Und immer bekomme ich zu hören, wie einfach das sei. Leider kann es mir mangels Zeit keiner zeigen, und es sei auch garnicht nötig sagen sie.

Jetzt sind Ferien, viel Zeit, und ich möchte dann mal die ersten Versuche machen.

Ich habe einen Regenwassertank unten am Haus, wenn da ein Schlauch drann kommt, hat es nicht viel Druck zum Garten wässern.

Deshalb sollte mein erster Versuch ein kupferner Wasserbehälter (Würfel, ca. 60 cm Kantenlänge) auf dem Dachboden sein, mit einem Kupferrohr dran, um das Wasser hochzupumpen und auch abzuzapfen.

Ist es für mich als Anfänger sinnvoll, mit eine Lötlampe, ein paar Kupferbleche, Kupferrohr und Fittinge zu holen, und sowas zu basteln?

Danke für Eure Meinung
Dan

Hartlöten
Hi,

Hallo liebe Expertinnen,

antworten von Männern sind auch erlaubt?

Also was du meinst ist wohl Hartlöten. „Umgangssprachlich“ denkt man bei „löten“ eher an Weichlöten, also mit einem Lötkolben Elektronik verlöten.
http://www.uni-muenster.de/Physik/TD/Uvortec/Arbeit/…
Das ist relativ einfach am Anfang.

Hartlöten ist etwas schwerer. Ich habe mal einige Monate berufsmäßig mit einem Gasbrenner kleine Kupferrohre verlötet. Da braucht man schon etwas Übung weil erstens das ganze Metall so heiß sein muss, dass das Lot in den Spalt fließt. Wenn es das nicht tut und das Lot nur außen dran hängt ist das Pfusch und nur geklebt! Als Anfänger sieht man das aber u.U. nicht gleich.
Zweitens darf die Lötstelle aber auch nicht zu heiß sein, weil sonst das Kupfer einfach wegschmilst und du den ganzen Kram zum Altmetall geben kannst.

Ich würde es erstmal an ein paar Sachen üben, die nicht sehr wertvoll sind. Denk auch über Schutzkleidung nach. Wir hatten damals Gehörschutz (weils in der Werkhalle nur so knallte vom Brenner anzünden), natürlich hitzefeste Handschuhe. Einmal hat bei mir der Brenner rückgezündet und die Flamme brannte IM Brenner. Ist aber 'ne andere Geschichte.

Grüsse,
J~

Hallo liebe Expertinnen,

antworten von Männern sind auch erlaubt?

Klar:smile: Vielen Dank für Deine Antwort. Wegen „Experten“ wurde ich schonmal angegriffen, daher schreibe ich das nicht mehr…

Also was du meinst ist wohl Hartlöten. „Umgangssprachlich“
denkt man bei „löten“ eher an Weichlöten, also mit einem
Lötkolben Elektronik verlöten.
http://www.uni-muenster.de/Physik/TD/Uvortec/Arbeit/…
Das ist relativ einfach am Anfang.

Nein, ich meine Weichlöten. Das sei ausreichend für Basteleien an der Regenwasseranlage, wurde mir gesagt.
Viele Grüße
Dan

Hi,

mein Papa hat Erdtanks und Elektro-Pumpen, um genug Wasserdruck für den Garten zu haben, ich denke, daß Du da effektiver wärest.

Um Deinen Tank wirklich Dicht zu haben, muß Du m.E. aber Hartlöten, ich kann mir nicht vorstellen, daß Weichlöten eine ausreichende Festigkeit und Sicherheit bringt. Wäre doch schlimm, wenn plötzlich etwa 200 l (oder mehr) Dein Haus von Innen wässern.

Außerdem solltest Du Dir auch überlegen, ob Du diese Last da oben anbringen kannst.

Wenn Du weichlöten willst, dann bastele mit Elektronik (nicht die Hausanlage), i.B. indem Du für Dich das Hobby Modellbahn entdeckst.
(meine Anlage ist leider derzeit eingemottet)

Gruß
Winni

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

wenn schon dann Expert(-inn-)en :wink:
Ich finde das ist eine Sprachverhuntzung, die nach meinen Erfahrungen nur von Hardcore-emanzen, nicht aber von emanzipierten Frauen verwendet wird.

Aber zum Thema:
wie schon ein anderer Schreiber sagte, ist ein Wasserbehälter im Haus ein denkbar ungeeignetes Objekt für erste Lötversuche (Dichtheit ist an den Ecken eines Würfels nicht so ohne weiteres erzielbar, es kann durch sog. kalte Lötstellen oder Korrossion irgendwann zu Auslaufen des Behälters kommen.

Solange keine großen Anforderungen an die Naht bestehen, reicht Weichlöten mit Lötzinn aus, schwerer ist es schon dauerhaft dichte und/oder nahezu unsichtbare Nähte zu erreichen.
Hartlöten ist gerade bei Dünnblech schwierig, da der Grat zwischen kalter Lötstelle und wegschmelzen relativ gering ist. Am ehesten mit einem Lot mit sehr geringer Schmelztemperatur arbeiten…

Würde erst mal mit was kleinerem versuchen.
A.

Danke Dir und Winnie
Da habt ihr natürlich recht, so ein Wasserbehälter ganz oben ist nicht das richtige Übungsobjekt. Ich lasse mir was anderes einfallen.

OT

wenn schon dann Expert(-inn-)en :wink:
Ich finde das ist eine Sprachverhuntzung, die nach meinen
Erfahrungen nur von Hardcore-emanzen, nicht aber von
emanzipierten Frauen verwendet wird.

Gleich zwei, die mich in diesem Thread drauf ansprechen - muß ich das jezt erläutern? Ich wollte grade keine Sprache verhunzen und beschränke mich daher auf eine Form, statt mit Sonderzeichen etwas zurechtzuwursteln, was es allen recht macht. Da sich Frauen über die männliche Form beschwert haben, nehme ich die weibliche, weil es den Männern bisher egal war. Aber jetzt muß ich mir was neues einfallen lassen, wenn sich jetzt hier einer beschwert, weil er ein männlicher Personer ist:smile:

off topic
Hi,

Gleich zwei, die mich in diesem Thread drauf ansprechen - muß
ich das jezt erläutern?

also was mir Deutschen mit unser sexual correctness anstellen ist so richtig typisch deutscher Mist.
Man hätte es doch einfach so machen können, dass die bisherige Form langsam aber sicher neutral verwendet wird. Da die Geschlechter idealerweise gleichwertig angesprochen werden sollen, wäre das die bester Lösung. Will man bewusst nur ein bestimmtes Geschlecht ansprechen, könnte man sagen „weibliche Experten“.
Sagt man aber „Expertinnen und Experten“ betont man ja gradezu die Verschiedenheit der Geschlechter obwohl es hier doch grade keine Rolle spielt. Also genau das Gegenteil von Emanzipation (=Gleichstellung).
Darüber hinaus ist -innen NUR die weibliche Form, ohne Endung weiß man’s nicht. Totales Chaos…

Grüße,
J~

Hallo Dan,

Ich habe schon vielen Leuten, das (Weich)Löten beigebracht, vor allen das Löten von Elektronik.

Allerdings habe ich festgestellt, dass die ganzen Lötanleitungen zwar die Grundlagen gut erklären, es aber fast nicht erklärbar. Wenn ich zusehe, merke ich sofort was falsch läuft und kann es korrigieren, dann ist das meist eine Sache von 10-20 min bis es sauber klappt.

Irgendwie ist das wie Fahradfahren lernen, rein theoretisch wird das nix.

MfG Peter(TOO)

Hallo J~,

Darüber hinaus ist -innen NUR die weibliche Form, ohne Endung
weiß man’s nicht. Totales Chaos…

Deshaln sind die ganz schlauen auf die Idee gekommen Expert I nnen zu schreiben.

MfG Peter(TOO)