hallo experten,
ich bin eigentümer einer dachwohnung in einem 100 jahre alten mehrfamilienhaus. der aufteilungsplan weist den kellerraum unter der kellertreppe meiner wohnung zu. aber ausgerechnet der ist der einzige raum, der keinen festen boden (estrich) hat, sondern sand / kies und kleine kohlebröckchen. der raum wurde wohl vor -zig jahren als kohlekeller verwendet …
damit meine mieterin diesen raum dennoch nutzen kann, wollte ich einen PVC-boden reinlegen, aber ein freund warnte mich davor, weil sich dann darunter schimmel bilden würde. ist das zu befürchten?
es muß ja nichts tolles sein, eben einfach ein bißchen befestigt, damit man z.b. alte möbel hinstellen kann o.ä.
welche andere praktikablen möglichkeiten gibt es da? vielleicht einzelne bodenelemente aus stein oder kunststoff? oder komme ich um einen estrich nicht herum? was muß ich sonst noch beachten? gibt’s da brandschutzverordnungen?
lg
pit
Hallo pit,
damit meine mieterin diesen raum dennoch nutzen kann, wollte
ich einen PVC-boden reinlegen, aber ein freund warnte mich
davor, weil sich dann darunter schimmel bilden würde. ist das
zu befürchten?
Ja, wenn du eine dichte Folie über einen Naturboden legst wird es unter der Folie sehr feucht !
Wie feucht wird es denn, so nach 3 Wochen regen ??
es muß ja nichts tolles sein, eben einfach ein bißchen
befestigt, damit man z.b. alte möbel hinstellen kann o.ä.
welche andere praktikablen möglichkeiten gibt es da?
Einen Bretterboden legen, aber mit genügend Luft zwiscehn den Brettern, damit die Feuchtigkeit weg kann. Es gibt da so Holzelemente für drausen (Gartenterasse).
vielleicht einzelne bodenelemente aus stein oder kunststoff?
Kunsstoff gibt die gleichen Probleme wie ein PVC-Belag. Steine saugen die Feuchtigkeit auf, was den Möbeln nicht bekommen wird.
oder komme ich um einen estrich nicht herum? was muß ich sonst
noch beachten? gibt’s da brandschutzverordnungen?
Wichtig ist, dass der Boden unterlüftet ist und somit die Feuchtigkeit weg kann. Also eine Lattenkonstruktion und die Deckbretter nicht dicht an dicht legen. Zudem sollte dafür gesorgt sein, dass die Luft im Raum auch ausgetauscht wir, also keine dichte Tür einsetzen und am besten noch eine Möglichkeit für eine zusätzliche Luftzufuhr.
Es kommt aber auf jeden Fall drauf an ob der Boden auch bei langem nassen Wetter trocken bleibt oder nicht.
MfG Peter(TOO)
hallo peter,
welche andere praktikablen möglichkeiten gibt es da?
Einen Bretterboden legen, aber mit genügend Luft zwiscehn den
Brettern, damit die Feuchtigkeit weg kann. Es gibt da so
Holzelemente für drausen (Gartenterasse).
ach ja - kenn ich
vielleicht einzelne bodenelemente aus stein oder kunststoff?
Kunsstoff gibt die gleichen Probleme wie ein PVC-Belag. Steine
saugen die Feuchtigkeit auf, was den Möbeln nicht bekommen
wird.
es gibt afaik im praktiker elemente aus recycling-kunststoff, die von der art her wie diese zierbeton-steine für garageneinfahrten u.ä. sind. also keine knochensteine, sondern leere formen - innen offen.
lg
pit
Hallo Pit,
als wir die Schwetzingerstadt in Wohnungsdingen unsicher machten, hab ich hierzu aufgeschnappt:
(1) Die Kohlebröckchen könnten auch eine Schlackeschüttung sein. Die wurde im industriereichen Monnem um die 1900er Jahrhundertwende ausgiebig verwendet, auch zwischen den Geschossen als Schüttung unter Dielenböden. Ein historisch interessierter Architekt hat mir anlässlich der Wiederherstellung einzelner mit PVC kaputtgefaulter Dielenböden geraten, diese Schüttung unbedingt drinzulassen: Innerhalb der letzten hundert Jahre sei kein besseres Material zum Puffern von Feuchtigkeit, Temperaturunterschieden und (im Keller nicht so wichtig) Geräuschen gefunden worden, bloß es gäbe es halt nach dem definitiven Ende der Dampfmaschinen- und Gaslaternenzeit nicht mehr so reichlich.
(2) Aus dem gleichen Anlass festgestellt: Egal ob es sich um sechzigzentimeter Odenwälder Sandstein bzw. Ziegel außen oder „Naturboden“ im Keller mit direktem Kontakt zum Urstromtal des Filsbachs handelt: Der Feuchtigkeitshaushalt von diesen alten Systemen ist ziemlich empfindlich. In der Windmühlenstraße haben wir einen Keller gesehen, den ein Riesenross gefliest hatte, damits schön sauber ist. Dieser Keller ist zum Untergang durch Schimmel verurteilt. Ja nicht abdichten, Kunststoffelemente sind dafür Kappes. Weichholz, etwa als Rost verlegt und wenn gewünscht mit einem billigen Fertigparkett („Landhausparkett“) drübergepappt kostet nicht die Welt und erlaubt einen gescheiten Boden, ohne dass das Ganze versiegelt wird. Such Dir aus dem Telephonbuch den Schreiner Ludäscher aus der Schwetzingerstadt, der weiß, wie man mit dem alten Kram umgeht, und ist nicht drauf aus, sich goldene Badewannen zu verdienen.
Alla donn!
MM
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Hallo Pit,
du könntest einen gebrannten Ziegelstein fugenlos verlegen. Dann ist die Decke begradigt und gut zu kehren. Sicherlich könntest du darunter einen Filter - Estrich einbauen. (Fertigmischung im Baumarkt) In neuen, modernen Häusern wird solch eine Sohle eingezogen, wenn der Kellerraum als Lager für Kartoffeln u.ä. eine höhere Raumfeuchtigkeit haben soll als sonst üblich.
Gruß
Karin