lichtbogenschweißen

hallo.

hab ein recht einfaches schweißgerät mir gekauft und wollte jetzt nach einigen „übungsstücken“ zwei stangen aneinanderschweißen.
allerdings geht fast eine ganze elektrode drauf, bis ich überhaupt nen gescheiten lichtbogen hinkrieg. den zu halten is dann kein problem, aber gibt’s irgendwelche tricks, wie man das ding - ein blankes werkstück mal vorausgesetzt - möglichst einfach zustande bringt, oder hilft da wirklich nur übung?

gruß

michael

Hallo Michael,

Benutz die Stabelektrode wie ein Streichholz[So hat es mir mein Lehrer damals eingedroschen].

Gezündet wird immer dort wo man später überschweißt. Aus dem einfachen Grunde weil Zündpunkte das Material an der Stelle aufhärten, und dabei unter Umständen Risse entstehen können, außerdem sieht es unschön aus, wenn neben der Naht (auch nach der Lackierung des Fertigen Teiles ) diese Punkte zu sehen sind,

Eine Faustregel für die Stormeinstellung bei Rutielen oder Basischen Elektroden ist der Kerndurchmesser der Elektrode x 40 Ampere.

Also 3.25 x40 etwa 130 Ampere. Dabei ist die Schweißposition ausschlaggebend. Wenn ich zum Beispiel eine Überkopfnaht schweißen muss, weil ich das Bauteil oder was auch immer nicht in eine günstigere Lage drehen kann, nehme ich gerade soviel „Strom“ das Einbrand da ist, und der Lichtbogen beim Schweißen ganz kurz ist . Sonst fällt mir das Schmelzbad entgegen.
Hier kann es also vorkommen das man den „Strom“ auf 90 oder 85 Ampere senkt bei einer 3.25 Elektrode.

Basische Elektroden werden auf dem Pluspol und Rutiele Elektroden werden auf dem Minuspol verschweißt.

Bei Basischen Elektroden kann es sein, dass sie bei 200 Grad in einem speziellen Ofen vorgetrocknet werden müssen.
Grob erklärt: Basische Elektroden Ziehen Wasser aus der Umgebungsluft beim Lagern.

Der Hersteller schreibt sowohl den zu verwendeten Schweißpol als auch die Eigenschaften der Elektrode auf die Packung, und ein Kenncode auf die Elektrode.

Das gesamte Wissen darüber vereinfacht das Handling einer Stabelektrode. z.B wenn du eine Basische Elektrode nutzt, und mitten drin aufhörst mit schweißen, bildet diese eine kleine Schlackekappe an der Spitze. Diese erschwert ungemein das erneute Zünden der Elektrode, da Schlacke (fast) keinen Strom leitet.

Wenn du darüber noch mehr wissen möchtest kram ich meine alten Bücher wieder raus

Servus Maseigroup1202

hALLO mICHAEL,

als erstes nimmst du ein Übungsblech ca. 4mm dick.
Dann eine Elektrode d 2,5mm mit ca. 80 - 100 A (je nach schweissart und stärke des material´s).
Bei einer Elektrode d 3,25 95-130 A musst du für dich selbst versuchen.
Du lässt das Schw.-gerät aus und gehst so vor.

| .70° . 55°
| . .>>>>>>>>>>Schweissrichtung
Winkel 90° Werkstück/ Übungsblech
90°

Du setzt die Elektrode zwischen 55°-75° an. musst probieren wie´s für dich am besten geht. (siehe Nahtbild)
Man schweisst immer von links nach rechts

Setz die Elektrode in den Winkel zw 55°-75° auf und lässt die Elektrode einfach abschmelzen und lass die Elektrode immer mit dem blech in berührung wenn das einigermaßen klappt kannst du selber varieren wie du die Elektr. halten musst.
Be elteren Elektr. musst du den abstand zw. Elektr. und werkst. etwa 2-4mm halten das sieht man dann am schmelzbad durch den schweissschirm.
Die werte od. Angabe sind nur eine Richtung für dich (must aber in diesen bereich liegen.

entschuldige die rechtschreibfehler aber musste schnell gehen

wenn du noch fragen hast schreib mir ne mail

mfg C.