wenn ich, um einen Kellerraum wohnlicher zu machen, um das Fallrohr herum einen Kasten baue, womit fülle ich den Hohllraum zur Schalldämmung? Damit man nicht unbedingt mitbekommt, wenn eine Etage höher jemand auf dem Klo sitzt?
Oder bringt alles nichts? Ein Architekt sagte mir mal, je mehr Masse, umso besser die Schalldämmung, weil dann die Kraft nicht ausreicht, alles zum Mitschwingen zu bewegen.
Aber Sand möchte ich nicht einfüllen, sonst bricht mir das Fermacell weg.
Oder bringt alles nichts? Ein Architekt sagte mir mal, je mehr
Masse, umso besser die Schalldämmung, weil dann die Kraft
nicht ausreicht, alles zum Mitschwingen zu bewegen.
Das ist so prinzipiell richtig.
Die Schallkopplung Luft-Festkörper und Festkörper-Luft ist schlecht.
Deshalb haben dicke Mauern optimal schallisolierende Wirkung.
Aber Sand möchte ich nicht einfüllen, sonst bricht mir das
Fermacell weg.
Das ist etwas falsch verstanden.
Zunächst zur Schallausbreitung und Verhinderung:
Schall wird durch die Rohrwandung direkt über die Luft
abgegeben. Da hilft es sehr gut, eine Wandung davor zu bauen, die
eben möglichst massiv ist (große Masse). Das bringt aber nur was,
wenn keine Löcher und Spalte nach außen gehen und die Wandung
keine direkten Schallbrücken zum Rohr hat.
Als Mat. eigneen sich Spannplatte (mind. 22mm) oder Gipskarton
oder Fermazell u.ä.m.
Schall wird über die Halterungen an die Wand/Mauer abgeleitet.
-> Körperschall. Diese Schallausbreitung kann kaum unterdrückt
werden, weil die Halterungen ja irgendwo nötig sind (Schallbrücken
möglichst vermeiden).
Diese Schallausbreitung sollte aber bei massiven Wänden eher
zweitrangig sein.
Zur Dämpfung würden sich bedingt Gummipuffer eignen.
ja prima, das Zeug ist wohl ordentlich dicht (schwer).
Aber dann meinst du auch, dass Füllen des Zwischenraums mit
Glaswolle o. ä. keine Verbesserung bringt?
Naja, erstmal dämpft die Glaswolle relativ wenig, Bei Sand oder
anderen rieselfähigem Zeug wird auch durch die Reibung der Körner
noch eine effektive Dampfung möglich sein …
…aber …
durch das Einfüllen von irgend was wird wieder die Übertragung
von Körperschall begünstigt. Das ist kontraproduktiv!
Die recht optimale Dämpfung durch die Übergänge von
Luft zur zusätzlichen Wand und Wand zu Luft wird dadurch zumindest
teilweise wieder aufgehoben.
Es ist nun mal so, daß die Schallkopplung zwischen Stoffen mit
extrem unterschiedlicher Dichte (Luft und eben Festkörper) schon
mal ganz gut ist. Wenn der Festkörper dann eine große Masse hat,
schwingt der ganz ungern mit.
Was die Sache noch verbessern kann, ist eine Beschichtung mit
einem sehr gut schwingungsdämfenden Mat. z.B. Bitumen wie auch
zur Dämpfung von PC-Gehäusen angeboten wird. Das unterdrückt noch
zusätzlich mögliche Resonanzen der doppelten Wandung.
Die Kopplung der Wandungen zur Kellerwand sollte auch möglichst
dämfend sein -> Ankleben und Abdichten mit Sanitärsilicon vermeidet
unnötige Körperschallbrücken.
Gruß Uwi
Steinwolle wäre zweckmäßiger und hilft eine Menge.
Wichtig ist das die Abwasserleitung mit Schellen befestigt ist die Gummieinlagen haben. Wirkt somit gegen Körperschallübertragung.
Und die Steinwolle verhindert die Luftschallübertragung.
Es gibt aber auch Schutzisolierung extra für Abwasserrohre die eine schallreduzierende Wirkung hat.
Kriegst du bei Sanitärfachhandel.