Re: Fensterisolierfolie sinnvoll?
Hallo Vince,
den technischen Aspekt hat Dir Uwi bereits erklärt.
Zum praktischen Aspekt:
Sichtbeeinträchtigung ist vernachlässigbar. Die Folie wird mit doppelseitigen Klebestreifen am Rahmen befestigt und dann mit dem Haarföhn erhitzt, wodurch sie schrumpft und sich völlig glatt zieht, dadurch ganz transparent wird. Damit man hier nicht stundenlang herumföhnt (und dadurch als Strom verbrät, was man später als Öl sparen will), ist etwas Übung notwendig. Beim Anbringen das Fenster mit der kleinsten Fläche zuerst bearbeiten, dann gehts bei den größeren leichter.
Die Folie bringt wesentlich mehr als die klassischen vor einfach verglaste Fenster gehängten Winterfenster, weil bei diesen die Scheiben so weit voneinander entfernt sind, dass durch die Zirkulation der dazwischen eingeschlossenen Luft an beiden Scheiben ein flotter Wärmeaustausch stattfindet.
Bei alten Rahmen mit blätterndem oder bröseligem Lack darf man die Folie vergessen. Durch die Spannung beim Glattziehen kommt auf die halb abgelösten Lackschichten eine seitliche Belastung, die sie überhaupt nicht abkönnen.
Zum finanziellen Aspekt: Da man die Folie sinnvoll jede Wintersaison neu anbringt (man kann sie, entgegen den Angaben des Herstellers, nicht besonders gut sauber machen), wird sich hier kaum ein Ertrag ergeben. Hängt natürlich davon ab, mit was Du heizt und welches Temperaturgefälle Innen/außen herrscht. Rechnen tut sich die Anbringung je nach Situation nur bedingt. In ohnehin kühleren Räumen (Küche, WC) lass ich sie weg.
Räume, die nicht oder nicht sehr geheizt werden, wenn niemand da ist (Einzelofen), kühlen etwas weniger aus.
Ich habe die Folie seit 1986 in verschiedenen Altbauwohnungen mit einfach verglasten Fenstern benutzt und dabei festgestellt, dass sich durch das Luftpolster zwischen Scheibe und Folie auch eine gewisse Schalldämpfung als Nebeneffekt ergibt.
Schöne Grüße
MM