bin gerade an tüffteln, wie ich meinen Energievebrauch optimieren kann. Im Web bin ich auf Tipps mit Fensterisolierfolie gestoßen. Klingt erstmal interessant, aber ist die auch sinnvoll und nützlich? Wie kann ich mir diese Folie vostellen (Sichtbeeinträchtigung)?
Wenn ihr mir Tipps dazu geben könntet, wär ich dankbar.
was genau soll die Folien bewirken. Das einzige was ich mir vorstellen kann, ist eine selektive Beschichtung für Lichtdurchlässigkeit. So z.B. dass Infrarotstrahlung rein, aber nicht raus kann. Das verhindert etwas Wärmeabstrahlung und fängt Sonnenwärme ein (auch im Sommer!). Der Transmissionswärmedurchgang wird davon aber nicht beeinflußt. Da bräuchten wir sonst keine Wärmedämmung mehr auf die Wände zu kleben, sonder könnten dünne Folien benutzen.
diese Folie wurde AFAIK mal von Tesa angeboten. Es würde sich eine Luftschicht bilden, die den gewünschten Effekt bringen soll. Wie ist auch mir schleierhaft. Deshalb die Frage an die Experten
Bin eben am suchen, wie ich die unnötigen Wäreverluste minimiere.
Grüße
Vince
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diese Folie wurde AFAIK mal von Tesa angeboten. Es würde sich
eine Luftschicht bilden, die den gewünschten Effekt bringen
soll. Wie ist auch mir schleierhaft. Deshalb die Frage an die
Experten
diese Folie macht bei Einfachverglasung richtig Sinn.
Die wird dann normalerweise auf den Rahmen aufgezogen, so daß ein
Luftpolster zwischen Glas und Folie entsteht.
Das hat natürlich einen Effekt, weil der Übergang von Luft
auf Festkörperoberflächen recht schlecht ist und viel mehr
islolierend wirkt als der Wärmedurchgang durch das Glas.
Mit der Folie hat man also zusätzlich 2 Grenzflächen
(Raumluft - Folie und Folie - Luftpolster).
Zusätzlich wirken noch folgende Effekte:
1. Außen am Fenster wird der Wärmeübergang durch Luftbewegung
(Wind/Sturm) erheblich verbessert. Verlustwärme wird so
also noch besser abgeführt (-\> Vernbsserung durch Jalousien
oder Fensterläden).
2. Innen ist auch oft noch ein Luftzug, von Heizkörpern, der
an den kalten Festern entlang streicht und Warmluft zuführt.
(-\> Gardinen reduzieren diesen Effekt).
3. Die relativ dünne Luftschicht zwischen Scheibe und Folie
kann bei geringem Abstand kaum strömen. Der Wärmetransport
von Folie zu Glas mittles Luft wird also verschlechtert
(gegenüber freier Konvektion).
Fazit: Fensterflächen mit einfacher Einscheibenverglasung geben
recht viel Wärme ab.
Faustformel für Übergang Luft-Festkörper
P = (5,6 + 4*v)W/(m²*K) mit v in m/s (bis ca. 5m/s)
Bei Wind außen und Konvektionluftstrom innen kann also pro
m² und 1grd ca. 10W Wärmeleistung weggehen.
Bei -10°C außen zu 22°C innen sind das also ca. 300W/1m².
-> 0.3KW * 24h = 7,2KWh pro 1m² Glasfläche.
Mit ca 8Cent pro KWh (Gas/Öl) sind das täglich ca. 0,58€ oder
ca. 15€ pro Monat, die dieses 1m² Glasfläche im kalten
Winter kostet.
Mit der Folie kann das auf ca. 1/3 gesenkt werden.
Dabei sollten natürlich andere Wärmebrücken (z.B. Fensterrahmen)
nicht übersehen werden.
Noch schlimmer wirken natürlich Undichtigkeiten mit direktem
wärmetransport über die Luft.
Gruß Uwi
den technischen Aspekt hat Dir Uwi bereits erklärt.
Zum praktischen Aspekt:
Sichtbeeinträchtigung ist vernachlässigbar. Die Folie wird mit doppelseitigen Klebestreifen am Rahmen befestigt und dann mit dem Haarföhn erhitzt, wodurch sie schrumpft und sich völlig glatt zieht, dadurch ganz transparent wird. Damit man hier nicht stundenlang herumföhnt (und dadurch als Strom verbrät, was man später als Öl sparen will), ist etwas Übung notwendig. Beim Anbringen das Fenster mit der kleinsten Fläche zuerst bearbeiten, dann gehts bei den größeren leichter.
Die Folie bringt wesentlich mehr als die klassischen vor einfach verglaste Fenster gehängten Winterfenster, weil bei diesen die Scheiben so weit voneinander entfernt sind, dass durch die Zirkulation der dazwischen eingeschlossenen Luft an beiden Scheiben ein flotter Wärmeaustausch stattfindet.
Bei alten Rahmen mit blätterndem oder bröseligem Lack darf man die Folie vergessen. Durch die Spannung beim Glattziehen kommt auf die halb abgelösten Lackschichten eine seitliche Belastung, die sie überhaupt nicht abkönnen.
Zum finanziellen Aspekt: Da man die Folie sinnvoll jede Wintersaison neu anbringt (man kann sie, entgegen den Angaben des Herstellers, nicht besonders gut sauber machen), wird sich hier kaum ein Ertrag ergeben. Hängt natürlich davon ab, mit was Du heizt und welches Temperaturgefälle Innen/außen herrscht. Rechnen tut sich die Anbringung je nach Situation nur bedingt. In ohnehin kühleren Räumen (Küche, WC) lass ich sie weg.
Räume, die nicht oder nicht sehr geheizt werden, wenn niemand da ist (Einzelofen), kühlen etwas weniger aus.
Ich habe die Folie seit 1986 in verschiedenen Altbauwohnungen mit einfach verglasten Fenstern benutzt und dabei festgestellt, dass sich durch das Luftpolster zwischen Scheibe und Folie auch eine gewisse Schalldämpfung als Nebeneffekt ergibt.
Hallo,
was kostet diese Folie? Kann man diese auch auf relativ grossen Glasbausteinflächen anbringen (evtl. mittels einem selbst gezimmerten Holzrahmen?)?.
Wäre dankbar für Antwort. Glasbausteinfläche im Treppenhaus 1 x ca. 5 m2 und 1 x ca 3 m2.
Gruss
Volker Krack
Hallo,
diese Folie wurde AFAIK mal von Tesa angeboten. Es würde sich
eine Luftschicht bilden, die den gewünschten Effekt bringen
soll. Wie ist auch mir schleierhaft. Deshalb die Frage an die
Experten
diese Folie macht bei Einfachverglasung richtig Sinn.
Die wird dann normalerweise auf den Rahmen aufgezogen, so daß
ein
Luftpolster zwischen Glas und Folie entsteht.
Das hat natürlich einen Effekt, weil der Übergang von Luft
auf Festkörperoberflächen recht schlecht ist und viel mehr
islolierend wirkt als der Wärmedurchgang durch das Glas.
Mit der Folie hat man also zusätzlich 2 Grenzflächen
(Raumluft - Folie und Folie - Luftpolster).
Zusätzlich wirken noch folgende Effekte:
Außen am Fenster wird der Wärmeübergang durch Luftbewegung
(Wind/Sturm) erheblich verbessert. Verlustwärme wird so
also noch besser abgeführt (-> Vernbsserung durch
Jalousien
oder Fensterläden).
Innen ist auch oft noch ein Luftzug, von Heizkörpern, der
an den kalten Festern entlang streicht und Warmluft
zuführt.
(-> Gardinen reduzieren diesen Effekt).
Die relativ dünne Luftschicht zwischen Scheibe und Folie
kann bei geringem Abstand kaum strömen. Der Wärmetransport
von Folie zu Glas mittles Luft wird also verschlechtert
(gegenüber freier Konvektion).
Fazit: Fensterflächen mit einfacher Einscheibenverglasung
geben
recht viel Wärme ab.
Faustformel für Übergang Luft-Festkörper
P = (5,6 + 4*v)W/(m²*K) mit v in m/s (bis ca. 5m/s)
Bei Wind außen und Konvektionluftstrom innen kann also pro
m² und 1grd ca. 10W Wärmeleistung weggehen.
Bei -10°C außen zu 22°C innen sind das also ca. 300W/1m².
-> 0.3KW * 24h = 7,2KWh pro 1m² Glasfläche.
Mit ca 8Cent pro KWh (Gas/Öl) sind das täglich ca. 0,58€ oder
ca. 15€ pro Monat, die dieses 1m² Glasfläche im kalten
Winter kostet.
Mit der Folie kann das auf ca. 1/3 gesenkt werden.
Dabei sollten natürlich andere Wärmebrücken (z.B.
Fensterrahmen)
nicht übersehen werden.
Noch schlimmer wirken natürlich Undichtigkeiten mit direktem
wärmetransport über die Luft.
Gruß Uwi
keine Ahnung, ich habe ein Niedrigenergiehaus und brauche
deshalb sowas nicht.
Kann man diese auch auf relativ
grossen Glasbausteinflächen anbringen (evtl. mittels einem
selbst gezimmerten Holzrahmen?)?.
Sicher, warum nicht. Man kann natürlich auch andere Folie
oder auch beliebiges transparentes Material (Glas,Akryl usw.)
verwenden (und wenn es nicht auf den Lichteintritt ankommt
geht auch anderes nichttransp. Mat.).
Wenn möglich sollten große Flächen aber segmentiert werden,
weil dadurch die Konvektion und damit der Wärmetransport
innerhalb der Pufferluftschicht noch besser unterdrückt wird.
Hallo,
was kostet diese Folie? Kann man diese auch auf relativ
grossen Glasbausteinflächen anbringen (evtl. mittels einem
selbst gezimmerten Holzrahmen?)?.
Wäre dankbar für Antwort. Glasbausteinfläche im Treppenhaus 1
x ca. 5 m2 und 1 x ca 3 m2.
Gruss
Volker Krack
Hi,
einen Anbieter habe ich bis jetzt auch nicht gefunden. Bei Tesa find ich auch nix mehr. Wenn es aber so sein sollte, dass es jedes Jahr erneuert werden muss, hat es sich in meinem Fall schon wieder erledigt.