Altbau richtig heizen

Hallo Leute,

Ich habe mal ne Frage zur Heizung.

Ich wohne in einem Altbau (Höhe 3,20m), bei dem wahrscheinlich der Putzer vor dem Dämmer kam. Soll heißen: keine Dämmung. Weder außen noch innen.

Gut, jetzt werden einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und fragen: „wer zieht denn da ein?“, aber ich war jung und Ahnungslos und die Miete günstig.

Anfangs war das auch von den Nebenkosten kein Problem. Die ersten beiden Jahre hatte ich nur geringe Nachzahlungen aber das hat sich letztes Jahr gründlich geändert.

Nun bin ich etwas dem Sparwahn verfallen und friere mir den Hintern ab.

Ich beheize nur die Räume, in denen ich gerade bin, der Rest der Wohnung ist kalt. Wenn ich einen Raum ne Weile verlasse drehe ich die Heizung aus. Die Aufwärmzeit eines kalten Raumes beträgt je nach Größe 2 bis 4 Stunden. Soll heißen: Wenn ich nachmittags die Heizung aufdrehe ist es gegen Abend halbwegs warm.

Zur Nacht drehe ich die Heizkörper runter und früh ist die ganze Bude kalt.

Meine Frage ist nun: Ist das der Weisheit letzter Schluss oder liege ich voll daneben? Wie muss ich denn heizen, ohne zu frieren und dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen? Kann ich vielleicht auch ne Mietminderung verlangen?

Ach ja, was mir auch aufgefallen ist: die Heizkörper werden sehr heiß und es gibt kaum einen Temperatur-Unterschied wenn ich von Oben nach unten am Heizkörper langstreife. Ich habe mal gehört, dass da die Pumpen deutlich mehr leisten müssen, als sie sollten. Stimmt das? Wenn ja, was kann ich tun? Schließlich muss ich den Hausstrom auch bezahlen. Es ist übrigens eine Heizungsanlage im Keller, die 7 Parteien versorgt.

Wäre nett, wenn mir jemand helfen könnte.

MfG. der Günther

P.S. Ausziehen ist zur Zeit keine Option.

hallo,

Ich wohne in einem Altbau (Höhe 3,20m), bei dem wahrscheinlich
der Putzer vor dem Dämmer kam. Soll heißen: keine Dämmung.
Weder außen noch innen.

tja, vielleicht kannst du ja mit mietminderung was machen…

Gut, jetzt werden einige die Hände über dem Kopf
zusammenschlagen und fragen: „wer zieht denn da ein?“, aber
ich war jung und Ahnungslos und die Miete günstig.

vielleicht auch nicht…

Meine Frage ist nun: Ist das der Weisheit letzter Schluss oder
liege ich voll daneben? Wie muss ich denn heizen, ohne zu
frieren und dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen?

also: wer lange auskühlen lässt muss wieder lange aufheizen, sollte klar sein…aber um den raum auf eine temperatur zu kriegen brauchst du immer die gleiche menge energie, die durch schlecht isolierte wände einfach mal aubhaut…

Ach ja, was mir auch aufgefallen ist: die Heizkörper werden
sehr heiß und es gibt kaum einen Temperatur-Unterschied wenn
ich von Oben nach unten am Heizkörper langstreife. Ich habe
mal gehört, dass da die Pumpen deutlich mehr leisten müssen,
als sie sollten. Stimmt das? Wenn ja, was kann ich tun?

… ja das wasser läuft schneller durch den heizkörper, als es die wärme abgeben kann. das problem kann aber in einem alten mehrfamilienhaus nahezu unlösbar sein (ausser durch änderungen im heizsystem)…

Schließlich muss ich den Hausstrom auch bezahlen. Es ist
übrigens eine Heizungsanlage im Keller, die 7 Parteien
versorgt.

P.S. Ausziehen ist zur Zeit keine Option.

vielleicht aber die einzige…

gruß markus

…oder dein vermieter stimmt zu, dass die decken „abgehängt“ werden, verkleinert das raumvolumen, ist aber kostenaufwändig und kann in alten sandsteinbauten zu problemen führen.

Hi,

die Räume ganz auskühlen lassen würde ich nicht, eher die Heizungen runterdrehen.
Noch eine Idee: Hast Du die Fenster schon isoliert? Wohnungstüre kann auch ganz gewaltig ziehen.
Wenn der Boden sehr kalt ist in Deinen „Hauptaufenthaltsraum“ einen dicken Teppich legen.
Eventuell kannst Du auch versuchen hinter die Heizkörper eine Reflektorfolie zu ziehen.

Viele Grüße

Sue

Hi,

Dein Heizverhalten ist von energetischen Standpunkt schon ok.
Ich würde mich während der kalten Jahreszeit zusätzlich noch auf EIN Zimmer konzentrieren.
Wenn du dich an die Kälte gewöhnt hast, ist es nur noch halb so schlimm.
Gruss,

Hi Günther,
mir geht’s ähnlich… und das auf 150 m2 incl. Laden mit riesiger Schaufensterfläche.
Ich mache das wie folgt: In Bad und Schlafzimmer sog. „überschlagene“ Wärme, d.h. die Heizung läuft auf kleiner Stufe die ganze Zeit, wenn ich mich länger im Bad aufhalte drehe ich für die Zeit des Aufenthalts einen kleinen elektrischen Heizlüfter an.
Auch im Atelier (Laden) nur überschlagene Wärme, Eingangs- und Verbindungstüren sind mit schweren Vorhängen abgehängt, um wenigstens Zugluft zu vermeiden. Wenn ich arbeiten will, drehe ich die Heizung eine Weile hoch (auch wenn das sooo viel nicht bringt). Küche, Flur und Wohnzimmer (das noch nicht renoviert ist): keine Heizung. Ja und dann, meine „Wärmestube“! Ein kleiner Raum, in dem auch mein PC steht, die Glotze und ich auf einem Beistelltisch ruhige Arbeiten wie Modellieren machen kann. Hier ist es immer schön warm und das erleichtert das Ertragen der Kälte in anderen Zimmern enorm… Ansonsten gewöhne ich mich immer mehr dran…
Warme Grüße *g
Anja

Hallo Günther,

ein Deckenventilator in einem beheizten Zimmer bringt einiges, da Du durch ihn die warme Luft -die ja zur Decke steigt- wieder nach unten (wo Du sie brauchst) beförderst.

Nachdem Du im Altbau wohnst würde ich mal auf die Suche nach den sogenannten Notkaminen gehen. Früher mussten diese in allen Häusern eingebaut werden und sind meist noch zu finden. D.h., wenn Du Glück hast, kannst Du Dir einen preiswerten Heizofen anschaffen und im Stadtpark „Steckerl sammeln“ :smile:. Vor dem Einbau eines Ofens ist aber in jedem Fall zu klären ob der Kamin Funktionsfähig ist und nicht von anderen Brennstoffarten genutzt wird. Das klärst Du am Besten vorab mit einem Fachmann (vielleicht kennst Du einen) und erst im Anschluß mit dem „Bezirksschornsteinfegermeister“ (die haben meist so ihre Befindlichkeiten…). So viel vorab: Findest Du einen Kamin und der wird bereits von der Ölheizung im Keller benutzt, geht es nicht noch einen Holzofen anzuhängen, wohl aber ein Ölofen.

Noch was: Es gibt Öfen, die man mit Gas oder einem speziellen flüssigen Brennstoff betreiben kann, für Wohnwagenbesitzer. Was in Wohnwägen betrieben werden darf sollte ja auch für Altbauzimmer möglich sein.

Zum Abschluß noch meinen ultimativen Hausfrauentipp: Gedämpfte Beleuchtung, „warmes“ Licht und jede Menge Kerzen im Raum verteilen. Bringt die Wohlfühltemperatur enorm nach vorne!

Gute Zeit
Gruß
Ima

Dazu fällt mir das schöne Kirchenlied ein: „Was hilft es, dass wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach, wir machen unser Kreuz und Leid nur grösser durch die Traurigkeit“.

Wenn ich da an die Zeit der russischen Gefangenschaft in Sibirien denke…, was Dir aber auch nicht weiterhilft.

Nein, im Ernst, ich weiss auch keine vernünftige Lösung auf Dein Problem, vielleicht ist Auszug doch die beste Alternative, oder (noch) wärmere Kleidung.

Allerdings gibt es bestimmt Urteile zu diesem Thema, wieviel Wärme der Vermieter bereitzustellen hat und welche Wärmeverluste akzeptabel sind, etc…

Hoffe, Dein Problem kann doch irgendwie gelöst werden.

Gruss

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Ich mache es so:
Hallo Günther,

wir heizen folgendermassen:
Küche immer warm, Heizkörper stehen auf 2- 3, wir halten uns viel und gern in der Küche auf.

Im Bad immer angewärmt, Heizkörper auf 1, wer pinkelt schon gern in Eiseskälte, wenn wir duschen oder Baden, wird richtig warm gemacht (warme Luft bindet Feuchtigkeit auch besser, wenn ich das so Laienhaft ausdrücken darf). (hinterher gut lüften- mein Lieblingsthema)

Wohnzimmer wird gegen Nachmittag aufgewärmt, damit es am Abend muckelig ist (je nachdem wie viel ich arbeite).

Kinderzimmer je nach Bedarf, d.h. wenn sie da ist, viel, wenn nicht dann eben nicht.

Und Schlafzimmer eigentlich nur, wenn die Temp. im Raum unter 12° sinkt…

Wir haben festgestellt, dass es kostenmäßig keinen Sinn macht, die Räume absolut auskühlen zu lassen, und dann bei Bedarf die Heizung bollern zu lassen. Oder die Räume überschlagen zu lassen, und im Bedarfsfall nur etwas dazuzugeben.

Ich hoffe, ich konnte Denkanstöße geben,
schönen Tag noch wünsch Conny
(die gerade eine neue Heizung bekommt)

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