Haushalt in den Griff bekommen << Tipps?!

Hallo,

habt ihr vielleicht Tipps für uns (Mann, Frau + Kleinkind), wie man den Haushalt besser in den Griff bekommt?

Es läuft zwar nicht zu chaotisch, aber ich staune immer wie es bei anderen picobello ausschaut, auch wenn man unangemeldet kommt - und wir bekommen das nicht hin. Bei uns ist der Fußboden halt oft nicht krümel- und staubfrei, das Bad nicht blitzblank, das Spielzeug liegt rum, Wäsche türmt sich öfter mal usw. Ich habe das Gefühl, wir schaffen eben nur das was am dringensten anliegt und der Rest bleibt fürs nächste Mal liegen - oder wird ewig nicht gemacht(bügeln, Fenster, Staub wischen etc.). Ich komme irgendwie nie rum…

Liegt es daran, dass die anderen ihre Kids woanders hingeben um zu putzen - was wir nicht wollen und können? Oder dass die dann abends bis zum schlafen putzen und sich nie ausruhen? Oder haben die keine Hobbies, nur Arbeit, Kind und Haushalt? Oder funktioniert das nur, wenn Mama nix arbeitet (ich muss lernen und zur Uni)? Oder kennen wir nur unnormale Spießer?

Oder gibt es echt sinnvolle Geheimtipps?

Pläne schreiben hab ich schon x-mal versucht. Meist werden die aber recht voll, wenn wirklich der Großteil erledigt werden soll. Das schafft man dann nicht und irgendwann ignoriert man den Plan. Jetzt versuchen wir die neuste Idee: die Tage werden aufgeteilt - einer übernimmt Kindversorgung und -beschäftigung, der andere den Haushalt und andersrum. Mal schaun ob das besser funktioniert.*seufz*

Wie macht ihr das?

Danke!

Hallo!

Bei uns ist der Fußboden halt :oft nicht krümel- und :staubfrei, das Bad nicht
blitzblank, das Spielzeug :liegt rum, Wäsche türmt sich :öfter mal usw.

Ja und? Komme in meinen Junggesellenhaushalt (meine Wenigkeit + 2 Katzen) und Du wirst Dein eigenes Chaos gar nicht mehr so schlimm finden. Wenn tagsüber noch anderes zu tun ist als Staubsaugen, Aufräumen und Putzen und wenn in der Wohnung mit allem Drum und Dran gelebt wird, sieht es eben nicht wie in der Musterausstellung eines Möbelhauses aus.

Ein bißchen Chaos gehört zu Leben. Wo alles stets in Reih und Glied liegt, wird nicht gelebt.

Gruß
Wolfgang

kleine Aufgaben
Hi!

Vorneweg ein kleiner Gedanke:
Im eigenen Haushalt sieht man jedes Staubkörnchen oder jede Flecken, in einer fremden Wohnung nicht :wink:

Was ich damit sagen will, ist folgendes: für euch mag die fremde Wohnung absolut steril sauber aussehen - das muß sie aber nicht unbedingt sein.

So, zu den Tipps:

Ich kenn das gut, bin auch so ein halber Chaot *g*. Von meinen Eltern hab ich noch mitbekommen: einmal die Woche großreinemachen - tja, das hatte bei mir einige Monate lang geklappt, aber irgendwann… konnte man einfach keinen Besuch (unangekündigt) empfangen *g*

Es stellte sich heraus, daß für mich ein anderes System besser ist:
Jeden Tag ein bisschen

Allerdings muß man dafür erst mal eine Grundlage schaffen, sprich am Anfang eine Großreinigung (und eventuell alle paar Wochen wieder)!

Der Vorteil ist, daß du nicht jedesmal vor einem Riesenberg Arbeit stehst! Da vergeht einem von vornhinein die Lust…
Außerdem kann man je nach Laune am jeweiligen Tag machen, wozu man grad Lust hat - oder was am nötigsten ist *gg*

Heute hab ich beispielsweise Waschbecken und Co. und Herd geschrubbt, morgen werde ich dann mal Staubwischen…

Gut ist es auch - klappt bei mir aber auch nur bedingt *hüstel* - Gegenstände nach Benutzung SOFORT wieder an ihren Platz zu räumen.
Da ich das auch nicht immer so hinkriege, mache ich es so:
Zwei Beispiele:

Nachmittags gelesen und Zeitungen und ähnliches liegen im Wohnzimmer herum und ich will abends gemütlich fernsehen - dann erst alles wegräumen bevor man sich hinsetzt.

Ich will frühstücken, aber das benutzte Geschirr von gestern stapelt sich noch in der Spüle - erst spülen, dann frühstücken.

Mit anderen Worten: erst wird eine Kleinigkeit erledigt, bevor ich mich mit etwas angenehmen beschäftige! Hier sehe ich das Angenehme (Frühstück/Fernsehen) als Belohnung für die getane Arbeit :wink:

ich muss lernen und zur Uni

Cool - ich auch *g*
Paßt doch prima in das Konzept:
Ich weiß nicht, wie du das machst, aber ich brauche beim Lernen zwischendurch auch Pausen. Putzen ist eine ziemlich stupide Arbeit, man muß nicht denken *g* und man bewegt sich - ist doch ideal für eine Pause!

In einer größeren Pause kannst du ja eine Ecke schruben oder ein Möbelstück vom Staub befreien und in den kürzeren Pausen einige Gegenstände wie liegengebliebene Spielsachen wieder an ihren Platz räumen.

Pläne schreiben hab ich schon x-mal versucht. Meist werden die
aber recht voll, wenn wirklich der Großteil erledigt werden
soll. Das schafft man dann nicht und irgendwann ignoriert man
den Plan.

Erinnert mich an meinen Lernplan *seufz*
Den hab ich anfangs auch immer so voll gestopft, daß ich ihn nach kürzester Zeit verwarf. Jetzt bin ich schlauer: ich schreibe einen Plan, aber mit winzig kleinen Aufgaben, sodaß ich sie locker an einem Tag schaffe und wenn ich es geschafft habe, habe ich entweder den Rest des Tages frei oder mache schon mal die Aufgaben vom nächsten Tag.

Vielleicht ist ein Plan nicht schlecht, mache ihn aber so einfach wie möglich - dann klappts sogar besser als du vorher gedacht hast :wink:

Deinen Mann kannst du sicher in dieses „Jeden Tag ein Bisschen“-Prinzip mit einspannen, ev. auch dein Kind, denn auch wenn es klein sein mag, einbisschen kann es sicher auch tun, z.b. seine Spielsachen wegräumen, was man auch mit einem Spiel verbinden kann :wink:

Ich hab an dieses Prinzip nicht geglaubt, aber es funktioniert :wink:
Und es stimmt tatsächlich: Kleinvieh macht auch Mist (bzw. Ordnung) *gg*

Gruß,
Sharon

Hallo Lara,

das kenne ich auch :wink: Ich finde diese Tips: http://www.susisauber.ch/routine.php & den dazugehörigen Putzplan: http://www.susisauber.ch/putzplan/?thema=putzplan (kannst du ja gegebenfalls anpassen) ganz gut, is im Grunde garnicht viel, aber es bringt 'ne ganze Menge. Die vorgegeben täglichen Putzarbeiten befolge ich aber ehrlich gesagt auch nicht immer… :wink:

lg
Claudia

Hallo Lara…

Oder gibt es echt sinnvolle Geheimtipps?

*lach* die möchte ich auch hören, und die sollen dann bitte auch bei mir klappen.
Ich bin im Grunde meines Herzens eine Schlampe *räusper* (wehe jemand anderes benutzt dieses Wort für mich)

Früher also bevor unser Kind auf der Welt war, hab ich eben geputzt oder nicht, je nach Leidensdruck.
Als ich dann mit meinem Mann zusammenzog, haben wir "es " gemeinsam getan, so ungefähr einmal die Woche richtig gründlich, den Rest so nach anfallenden Aufgaben.

Als die Lütte dann geboren war, hatte ich auch den Eindruck, ich komm zu nix mehr, und mit Kind konnte ich schonmal nicht mehr alles so liegen lassen.
Eine der sinnvollsten Anschaffungen war eine Spülmaschine, das Zeug steht nicht einfach rum, und man kann das Geschirr sammeln, steht nicht 3x am Tag am Spülbecken (übrigens auch ein hervorragendes Geschenk von den Eltern).

Jetzt versuchen wir die neuste Idee: die Tage werden
aufgeteilt - einer übernimmt Kindversorgung und
-beschäftigung, der andere den Haushalt und andersrum. Mal
schaun ob das besser funktioniert.*seufz*

Das finde ich, ist eine der besten Lösungen, so haben wir es dann auch (jedenfalls so ähnlich gemacht) Papa ist mit der Tochter bei allen Wettern für 3 Stunden verschwunden, und ich hab gewiehnert… da ich die erste Zeit nicht gearbeitet habe, und er Vollzeit tätig war, habe wir das aufs WE gelegt.
So habe ich eine Grundlage geschaffen, auf der ich dann aufbauen konnte.
Für größere Aktionen (Fensterputzen, Schränke ausräumen und den Scheiss) haben wir dann schon mal die Oma oder Freunde aquiriert, damit wir das zusammen machen konnten.
Später war die Kleine dann an 2 Tagen die Woche in Betreuung für ein paar Stunden und seit sie im Kiga ist, geht das eh alles viel leichter.
Ich habe mir dann eine Routine zugelegt, an dem Tag das Bad, am nächsten die Küche usw. irgendwann wird das zum Selbstläufer, auch wenn es mir NIE Spass macht …

Nur manchmal… manchmal drück ich mich davor… so wie jetzt *fg*

Schönen Tag noch, und viel erfolg wünscht
Conny

Routinen entwickeln / Beweise beseitigen
Hi,
2 Tips von mir:

  1. Routinen entwickeln
    z.B. nach dem Duschen die Dusche mit einem Abzieher abziehen, restliche Tropfen und die Armaturen mit einem kleinen Handtuch, das zu diesem Zweck bereitliegt, abwischen.
    Waschbecken einmal am Tag nach dem Händewaschen mit einem Mikrofasertuch, das direkt naben dem Waschbecken hängt, durchwischen.
    Usw. - Wenn das zur Routine wird, sind diese Sachen immer sauber, ohne dass du „bewusst“ dafür „arbeiten“ musst.

  2. Beweise beseitigen (BB)
    Das bedeutet, wenn du dir z.B. in der Küche ein Brot schmierst, danach alle Beweise dafür wieder zu beseitigen, also Brot, Butter und Belag wegräumen, Brettchen und Messer in die Spülmaschine, Tisch abwischen.
    So entsteht gar nicht erst so viel Unordnung.

Gruß,
Nelly (die diese Tips allerdings - bis auf das mit der Dusche - auch nur in der Theorie beherrscht :wink: - aber sie sind echt gut!)

Wohnung unaufgeräum
… wo genau liegt euer Problem? Okay, man sollte schon unterscheiden zwischen unaufgeräumt und dreckig/verschlampt. Doch, muss es denn überall so steril aussehen wie in „Schöner wohnen“? Ist eine Wohnung nicht dann erst gemütlich, wenn man sieht: Hier w o h n t jemand. Ich fühle mich überhaupt nicht wohl, wenn ich jemanden Besuche und alles ist perfekt sauber, auf- und weggeräumt.
Die Frage ist schließlich: Wofür möchte ich mir Zeit nehmen? Soll mein Lebensinhalt tatsächlich ein perfekt geführter Haushalt sein, oder gibt es für mich nicht doch viel wichtigere Themen (Kinder, Beruf, Sport, Hobbys …)?
Wenn ich z.B. jetzt kurz vor Weihnachten die Wohnung auf Hochglanz gebracht habe, brauche ich mich nur einmal umzudrehen und schon fliegt dort eine Zeitung herum, dort ein Glas und über dem Stuhl eine Jacke – tja hier l e b t schließlich jemand :wink:

Gruß Gabi

Das richtige Werkzeug
Hi!

Mir ist nochwas eingefallen:

Vielleicht solltet ihr über eure Putzmittel nachdenken, zwei Beispiele:

Ich Putzmuffel, Freundin Putzteufel, trotzdem war mein Waschbecken immer viel sauberer - sie putzte zwar öfter, aber ich dafür mit einem anderen Mittel (hier z.b. ATA - ist zwar ein Scheuermittel, aber damit kriegt man wirklich jeden Fleck und jeden Kalk direkt weg, wo herkömmliche Reiniger versagen).

Mein Freund wischte auch öfter Staub als ich, aber er benutzte einen Staubwedel. Auch wenn dieser ganz toll war, sogar (anti?-)statisch - der weiße Handschuh brachte zutage, daß mein Mikrofasertuch (!) weit besser geeignet war :wink:

Also überarbeitet mal euren „Werkzeugkasten“ :wink:

Je besser das Material, desto weniger und viel effektivere Arbeit :wink:

Gruß,
Sharon

Hallo Lara,

es gab oder gibt eine Seite im Internet, die sich sehr genau mit diesem Thema auseinandersetzt. Ich komme leider ums Verrecken nicht auf den Namen.
Einige Sachen habe ich mir aber von dieser Seite angewöhnt.

  1. Jeden Tag ein dasselbe, also Staubwischen, Saugen usw. Es wird dann Routine.
  2. Nach dem Abendbrot unbedingt die Küche aufräumen. Wenn du frühs aufstehst und in eine „zugemüllte“ Küche kommst, verlierst du jegliche Lust. Das stimmt wirklich.
  3. Jeden Tag ein anderes Zimmer. Nicht alles auf einmal.
  4. Für „Großkampfsachen“ (Fenster putzen, Gefriertruhe abtauen usw. wirklich einen Plan machen. Z.B. gieße ich meine Blumen immer dienstags und samstags, sonst würden sie vertrocknen.)
  5. Wie weiter unten schon geschrieben, Beweise vernichten, also sofort , wenn man etwas benutzt hat, wegräumen.

Meistens ist es dann so, dass mich meine Freundinnen erwischen, wenn ich mich mal gerade nicht an meinen Plan gehalten habe *g*. Und in klinisch reinen Wohnungen fühle ich mich auch nicht wohl.

Viele Grüße Gesine

Hallo Gesine,

es gab oder gibt eine Seite im Internet, die sich sehr genau
mit diesem Thema auseinandersetzt. Ich komme leider ums
Verrecken nicht auf den Namen.

Jepp!
Es gibt sie noch immer (die Site).
Aufgrund deiner Schilderung nehme ich schwer an, dass es die schon weiter unten erwähnte Site http://www.susisauber.ch ist.

Viele Grüße,
Tinchen

Yepp, das isses
Hallo, Tinchen,

genau die Seite isses. Hat mir schon sehr geholfen.

Viele Grüße Gesine

Hallo,

(hier z.b. ATA - ist zwar
ein Scheuermittel, aber damit kriegt man wirklich jeden Fleck
und jeden Kalk direkt weg, wo herkömmliche Reiniger versagen).

an Waschbecken sollte man nicht mit Scheuermitteln rangehen. Das ergibt winzige oberflälchliche Kratzer, die die Oberfläche im Laufe der Zeit stumpf machen. Da bei Waschbecken im wesentlichen Kalkrückstände das Problem sind, ist mit Essigreiniger eine gründliche und zugleich schonende Reinigung möglich.

Gruß, Niels

Hallo,

hier gilt wie bei sovielen Dingen das „Pareto“-Prinzip (80/20-Prinzip).

mit 20% Einsatz erreichst du 80% des Erfolgs
für die verbliebenen 20% Erfolg brauchst du dann die restlichen 80% Einsatz.

Im Klartext: es ist relativ einfach die Wohnung sauber und wohnlich zu bekommen. Für Perfektion musst du aber unverhältnismäßig viel mehr arbeiten. Es kommt also jetzt darauf an, wieviel deiner Freizeit du gewillt bist, für die Perfektion zu opfern. Wenn du den ganzen Tag zu Hause bist, ist das bestimmt mehr als wenn du voll berufstätig bist.

Natürlich kannst du immer „Beweise beseitigen“. Das ist aber wenig rationell: Glas aus dem Schrank holen, benutzen, Spülmaschine auf, Korb rausziehen, Glas rein, Korb rein, Spülmaschine zu.

Wieso nicht das Glas nach der Benutzung auf die Maschine stellen und ein oder zweimal täglich einräumen. Dann kann man auch besser sortieren beim Einräumen und den Platz optimal nutzen. Es geht darum, gleichartige Vorgänge zu bündeln. Mal abgesehen davon, dass du den Spülmaschinenkorb mehrfach so oft hin- und herschieben musst und den Verschleiß entsprechend erhöhst.

Jeden Tag ein anderes Zimmer putzen? Nein, wenn einmal der Schrubber rausgeholt wird, dann wird alles geputzt. Ich will doch nicht jeden Tag Putzzeug vorkramen, Wasser reinlassen ein Zimmer wischen, alles wieder zurückräumen.

Sicher ergibt sich damit nicht die perfekt geputzte Wohnung. Aber man holt das Maximum aus seiner Arbeitszeit heraus. Und die Arbeitszeit ist schließlich Freizeit, die ich nicht als solche nutzen kann.

Wenn du aber Wert darauf legst, im Vergleich zu den Bekannten nicht schlecht abzuschneiden, wirst du wohl etwas Freizeit für diesen Wettbewerb opfern müssen.

Gruss, Niels

hallo,

so wie du das beschreibst, könnte es bei uns sein.
boden nie gewischt, kleinkram liegt überall herum, müll nicht weggebracht, sachen nicht in den schrank geräumt ( gebügelt wird bei uns sowieso nicht…), spielzeug liegt überall herum, zeitungen im brotkasten, wäsche türmz sich vor der waschmaschine und dann vorm trockner…
ich weiss auch nicht, wie wir das ändern können.
bei anderen sieht es immer viel sauberer aus. meine schwester hat zwei kleine kinder und immer sieht es wie geleckt aus. wir haben nur ein kind und bei uns siehts aus (-:

liebe grüße,
daniela