kleine Aufgaben
Hi!
Vorneweg ein kleiner Gedanke:
Im eigenen Haushalt sieht man jedes Staubkörnchen oder jede Flecken, in einer fremden Wohnung nicht 
Was ich damit sagen will, ist folgendes: für euch mag die fremde Wohnung absolut steril sauber aussehen - das muß sie aber nicht unbedingt sein.
So, zu den Tipps:
Ich kenn das gut, bin auch so ein halber Chaot *g*. Von meinen Eltern hab ich noch mitbekommen: einmal die Woche großreinemachen - tja, das hatte bei mir einige Monate lang geklappt, aber irgendwann… konnte man einfach keinen Besuch (unangekündigt) empfangen *g*
Es stellte sich heraus, daß für mich ein anderes System besser ist:
Jeden Tag ein bisschen
Allerdings muß man dafür erst mal eine Grundlage schaffen, sprich am Anfang eine Großreinigung (und eventuell alle paar Wochen wieder)!
Der Vorteil ist, daß du nicht jedesmal vor einem Riesenberg Arbeit stehst! Da vergeht einem von vornhinein die Lust…
Außerdem kann man je nach Laune am jeweiligen Tag machen, wozu man grad Lust hat - oder was am nötigsten ist *gg*
Heute hab ich beispielsweise Waschbecken und Co. und Herd geschrubbt, morgen werde ich dann mal Staubwischen…
Gut ist es auch - klappt bei mir aber auch nur bedingt *hüstel* - Gegenstände nach Benutzung SOFORT wieder an ihren Platz zu räumen.
Da ich das auch nicht immer so hinkriege, mache ich es so:
Zwei Beispiele:
Nachmittags gelesen und Zeitungen und ähnliches liegen im Wohnzimmer herum und ich will abends gemütlich fernsehen - dann erst alles wegräumen bevor man sich hinsetzt.
Ich will frühstücken, aber das benutzte Geschirr von gestern stapelt sich noch in der Spüle - erst spülen, dann frühstücken.
Mit anderen Worten: erst wird eine Kleinigkeit erledigt, bevor ich mich mit etwas angenehmen beschäftige! Hier sehe ich das Angenehme (Frühstück/Fernsehen) als Belohnung für die getane Arbeit 
ich muss lernen und zur Uni
Cool - ich auch *g*
Paßt doch prima in das Konzept:
Ich weiß nicht, wie du das machst, aber ich brauche beim Lernen zwischendurch auch Pausen. Putzen ist eine ziemlich stupide Arbeit, man muß nicht denken *g* und man bewegt sich - ist doch ideal für eine Pause!
In einer größeren Pause kannst du ja eine Ecke schruben oder ein Möbelstück vom Staub befreien und in den kürzeren Pausen einige Gegenstände wie liegengebliebene Spielsachen wieder an ihren Platz räumen.
Pläne schreiben hab ich schon x-mal versucht. Meist werden die
aber recht voll, wenn wirklich der Großteil erledigt werden
soll. Das schafft man dann nicht und irgendwann ignoriert man
den Plan.
Erinnert mich an meinen Lernplan *seufz*
Den hab ich anfangs auch immer so voll gestopft, daß ich ihn nach kürzester Zeit verwarf. Jetzt bin ich schlauer: ich schreibe einen Plan, aber mit winzig kleinen Aufgaben, sodaß ich sie locker an einem Tag schaffe und wenn ich es geschafft habe, habe ich entweder den Rest des Tages frei oder mache schon mal die Aufgaben vom nächsten Tag.
Vielleicht ist ein Plan nicht schlecht, mache ihn aber so einfach wie möglich - dann klappts sogar besser als du vorher gedacht hast 
Deinen Mann kannst du sicher in dieses „Jeden Tag ein Bisschen“-Prinzip mit einspannen, ev. auch dein Kind, denn auch wenn es klein sein mag, einbisschen kann es sicher auch tun, z.b. seine Spielsachen wegräumen, was man auch mit einem Spiel verbinden kann 
Ich hab an dieses Prinzip nicht geglaubt, aber es funktioniert 
Und es stimmt tatsächlich: Kleinvieh macht auch Mist (bzw. Ordnung) *gg*
Gruß,
Sharon