Hallo,
wir haben diese Jahr einen Altbau (BJ 1928) saniert und eine neue Heizungsanlage samt Leitungen/HK, etc. einbauen lassen. Nun stellt sich mir die Frage nach der optimalen Einstellung. Das Haus hat drei Wohneinheiten, die Heizkörper sind natürlich mit Thermostaten ausgestattet, ansonsten hat die Heizung (Viessmann vitodens) nur eine Aussentemperaturfühlung.
WW-Bereitung mit 300l-Speicher.
Wir sind im August mit folgenden Einstellungen gestartet:
Heizkurvensteilheit 1,2
Heizkurvenverschiebung 0,0
Tagestemperaturregler in Normalstellung (soll ca. 20 Grad sein)
Nachttemepraturregler in Normalstellung (soll ca. 14 Grad sein)
Die Heizung heizte im September recht „normal“, manchmal war es sogar zu warm (Alle HK stehen auf „3“). Im Oktober/November, als die Aussentemp. auf den einstelligen Gradbereich sank, habe ich die „Tagestemperatur“-Einstellung um zwei Grad angehoben, was dann auch ausreichte. Nun haben wir Frostgrade und die Raumtemp. lag tagsüber nur bei ca. 17, 18 Grad. Ich habe dann die Heizkurvensteilheit von 1,2 über 1,4 auf mittlerweile 1,6 eingestellt, was auch eine Besserung brachte, nun liegt die Raumtemp. bei ca. 20 Grad.
Allerdings habe ich nur durch Zufall festgestellt, dass auch Nachts ca. 19 Grad gehalten wurden und die Heizung nach Umschaltung auf Nachtbetrieb immer noch „brannte“ und die Heizkörper genauso warm blieben wie vor der Umschaltung. Ich habe dann die Nachttemperatur um vier (!) Grad abgesenkt, dann hörte der Brenner auf und heute Nacht lag die Temperatur bei ca. 17 Grad (allerdings um ein Uhr nachts, also evtl. noch genug „Restwärme“). Heute morgen sprang die Heizung dann auf Tagbetrieb und die Heizkörper wurden schnell „kochend“ heiss und pendelten sich dann auf einen normal-warmen Zustand ein.
Jetzt frage ich mich, ob die Einstellung in Ordnung ist, oder ob es einen sinnvolleren Weg zur optimalen Einstellung gibt. Wir möchten natürlich Nachts nicht dauernd durchheizen, sondern eine „energieoptimale“ Einstellung haben, evtl. ist ständiges „rauf- und runter“ auch nicht gut. Auch soll die Abhängigkeit von der Aussentemp natürlich richtig eingestellt sein, mit meinem „Basteln“ ist es dann evtl. in der Übergangszeit wieder viel zu warm !?
Mir ist der Zusammenhang zwischen den oben angegebenen Einstellmöglichkeiten nicht ganz klar…
Heizkurve sollte doch die Kesseltemp. abhängig von der Aussentemp. einstellen.
Die Parallelverschiebung senkt dann grundsätzlich die Kesseltemp. auf und ab.
Was stelle ich dann konkret über die Tages- und Nachttemp. ein - die Differenz zwischen den beiden? Ist eine so große Abweichung zwischen Nacht und Tag (Nacht jetzt bei mir -4 unter „Normal“, Tag +2 über „Normal“) ungewöhnlich oder in Ordnung???
Grüße,
Tom