Ich fass es nicht

Hallo,
heute muss ich mal meinen Frust loswerden.
Wir möchten einen kleinen Wintergarten an unser Haus anbauen. Waren bei 3 Anbietern und hatten geschildert was wir wollen und um ein Angebot gebeten. Grob hat man uns einen Preis von ca. 25.000 Euro gesagt. Das war vor über 6 Wochen.

Nun das mir unverständliche: nur ein einziger hat es für nötig gefunden uns überhaupt mal ein Angebot zu unterbreiten!
Anscheinend haben es die anderen nicht nötig. Immer hört man vom Handwerk grosses Gejammer, aber so gewinnt man keine Kunden.

Dasselbe Spielchen haben wir letztes Jahr erlebt als wir unseren Eingangsbereich neu pflastern, Treppe neu und Haustüre neu machen lassen wollten. Keine Resonanz.

Ein Verkäufer der einen Firma war bei uns um die Örtlichkeiten anzusehen. Der erste blöde Satz lautete: ich muss nichts verkaufen!!!
Da hätten wir ihn schon rausschmeisen sollen.
Wie ist es Euch bei ähnlichem ergangen? Sind alle so???

Hallo !

Haben die vielleicht eine Schufaauskunft eingeholt??

Auch unter Kunden gibt es schwarze Schafe. Nicht nur bei den Handwerkern!!

mfgConrad

mit dieser erfahrung bist du nicht alleine.

@ conrad M
der satz mit der schufa war schon ziemlich … naja… .unhoeflich …

bei mir wars aehnlich. gartenarbeiten in auftrag geben wollen…
von 10 firmen haben 2 interesse gezeigt. eine viel zu teuer… die andere hatte dann keine zeit mehr.

das problem hierbei ist, dass diese regionalen firmen, die man dann direkt anspricht oftmals regelmaessige verpflichtungen haben, um sich ueber wasser halten zu koennen und nur bei „grossen“ auftraegen auch mal einen mit „rein nehmen“. ich war ebenso verwundert, dass die auftragslage anscheinend zu solcher arroganz fuehren kann…

letztendlich mache ich die planung selbst und brauche jetzt halt laenger… aber ich bettel nicht bei firmen , damit sie doch bitte mein geld nehmen moechten.

ich habe mir hilfsarbeiter eingestellt, die mir bei den schweren sachen zur hand gingen… und das funktionierte auch. dank w-w-w und www habe ich dann auch noch viele tips bekommen, die mir die arbeit enorm erleichtert haben.

ich habe es aufgegeben mich darueber aufzuregen. die bekommen in der regel eine saftige antwort von mir, bei wirklich dummen saetzen und den hinweis: „dies waere ihr auftrag gewesen“ .

es gibt allerdings auch firmen die da anders sind. habe letztes jahr mein haus fertiggebaut… und muss sagen … da waren ein paar dabei, die ich nachtraeglich noch beauftragt habe.

keep on rocking und nerven behalten.

grusz

PixelKoenig

Hi,

die gleichen Erfahrungen haben wir auch gemacht. Was „kleine“ Aufträge angeht, guckt meine Verwandschaft auch öfter in die Röhre. Die meisten Firmen möchten noch nichtmal die „Zeit“ für einen Kostenvoranschlag investieren. (Klar kostet der mitunter auch schon Geld)
Wenn man mal etwas dringlicher einen Handwerker braucht, dann kann man schonmal ne Weile drauf warten, bis man zwischengeschoben wird, als Kleinauftraggeber. An Kleinbaustellen wird nur „Wenn man Zeit hat gearbeitet“ was natürlich diese Aufträge unnötig in die Länge zieht, aber der Handwerker eben aus finanziellen Gründen die Großaufträge vorzieht.

Gruß
Maja

Hallo Ulrike,

ich verstehe Deinen Frust. Ich verstehe allerdings nicht, warum Du es nicht denen auf den Kopf zusagst, die ihn ausgelöst haben.

Sag doch den arroganten Anbietern, dass sie das Geschäft nun gerade verloren haben. Du wirst aber damit rechnen müssen, dass Dir der eine oder andere mit dem Spruch kommt: „Na und, haben wir auch nicht nötig“. Gelogen oder nicht gelogen, so ist die Welt. Leider.

Vielleicht hast Du einfach ein paar Blödmänner ihrer Zunft auf einem Haufen zusammen erwischt. Vielleicht seid ihr einfach nicht kompatibel. Also…ich suche mir die Handwerker auch immer „nach Gefühl“ aus. Soll heißen…der kann billig sein wie er mag, wenn er mir nicht symphatisch ist, kriegt er keinen Auftrag.

Und bei der allgemeinen Jammerei, die gerade durch Deutschland geht, darf man nicht automatisch davon ausgehen, dass es nun jeder nötig hat, jeden Auftrag anzunehmen.

Ich selbst habe auch schon solche und solche Zeiten gesehen. Momentan muß ich auch nicht um jeden Preis arbeiten. Wenn ich es müßte, täte ich es. Wie gesagt, derzeit nicht. Deswegen bin ich zu einem Interessenten aber nicht pampig. Das ist vielleicht der Unterschied.

Und der, der „…nicht verkaufen muß…“, kommt vielleicht eines Tages zu Dir und möchte doch etwas an die Frau bringen. Kannst ihm dann ja sagen: „…ich MUSS nicht kaufen…“. :wink:

Tolerante Grüße
Bonsai

Hallo Ulrike,

wie ich sehe wohnst du auch in Baden-Württemberg. Ich glaube das liegt am Bundesland!

In Bayern oder Ba-Wü erschrecke ich fast schon wenn mir ein Verkäufer freundlich begegnet oder gar Auskünfte gibt, mit denen man was Anfangen kann.

Gut - ich kaufe bei den Leuten dann immer wieder gerne ein.
Aber das scheint hier unten fast keiner nötig zu haben.

Gruß ivo

Die können 5 Auskünfte über uns einholen. Wir sind liquide und haben immer prompt unsere Handwerker bezahlt. Wurden dafür sogar von denen gelobt weil das nicht alltäglich ist. Wenn man hört wie viele Handwerksbetriebe dicht machen müssen weil die Aussenstände nicht reinkommen!
Aber das mit den „Kleinaufträgen“ stimmt anscheinend. Ist den Firmen nicht lukrativ genug. Armes Deutschland.

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Oh ja kenne ich
Hallo Ulrike,

wir haben vor 3 Jahren ein Reihenhaus (Baujahr 59) gekauft, das ziemlich verwohnt war. Es mußte innen komplett renoviert werden, einen Teil haben wir selbst gemacht, einen Teil natürlich Handwerker (Bad neu, teilweise Böden und Fenster neu etc).

Am schlimmsten waren echt die Fensterbauer, unglaublich. Als dann endlich mal einer kam, wollte er uns unbedingt Schallschutzfenster andrehen (wir wohnen in einer 30 Zone, voll tote Hose). Der war so überheblich, ich war kurz vorm Ausrasten.

Vor ca. 3 Monaten haben wir endlich unsere Eingangstür neu streichen lassen (alte Holztür, ziemlich abgewetzt). Ich habe mindestens 7 Maler angerufen, aber keiner, wirklich keiner kam vorbei trotz mehrmaligen anrufens. Als endlich einer sich die Tür angeschaut hatte haben wir sogar einen Termin zum streichen ausgemacht, er ist einfach zu dem ausgemachten Termin nicht erschienen. Wir waren völlig frustriert und ich wollte schon selbst Hand anlegen, ich weiß, daß Türenstreichen nicht gerade die Lieblingsarbeiten der Maler sind (keine großen Flächen, um Fenster rum usw), aber er wird doch schließlich dafür bezahlt (und nicht schlecht). Wir haben dann doch noch einen gefunden, er war nicht der billigste aber er hat gute Arbeit geleistet, es gibt sie also doch die zuverlässigen Handwerker.

Liebe Grüße

Sabine

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Hallo,

Aber das mit den „Kleinaufträgen“ stimmt anscheinend. Ist den
Firmen nicht lukrativ genug. Armes Deutschland.

Nicht ganz. Der prinzipielle Aufwand (hingehen und ansehen, Angebot machen, dann hinfahren und Auftrag erledigen) ist gleich einem Großauftrag. Gut, der Umfang ist ein anderer. Kommt noch dazu, das der wirklich teure Angestellte für den Kleinauftrag (nennen wir es mal so) mindestens einen halben Tag gebunden ist. Bei einer großen Baustelle ist der Mensch vor Ort und kann handeln (Geld „machen“). Für Großbaustellen kauft man zentral ein und läßt sich das Zeug anliefern. Für den „Kleinkram“ muß man die Tüte Farbe mitbringen, extra das Auto packen…, dazu kommt die Qualitätssicherung. Nicht viel Arbeit und doch vielleicht Reklamationen. Dann nochmal hin, nachbessern, kostet eben. Beim Neubau schludert man am eigenen Material. Repariert man „Kleinviech“ ist man auf die Qualität des vorhandenen unbekannten Materials angewiesen.

Natürlich ist es auch von der Firma abhängig. Manch solche Unternehmen sind nicht für die kleinen Baustellen da. Hier ist Deutschland im Argen. Kleine Betriebe können helfen, werden aber systematisch nach hinten gedrängt. Und dies nicht nur im Preis. Dienstleistungen sind im Preiskampf, das ist auch nicht schlimm, jedoch will König Kunde, verwöhnt bis zum Letzten, noch ordentlich sparen, am besten die Arbeit noch geschenkt bekommen. Ich möchte nicht verallgemeinern, ein netter Kunde, wie sicher auch ihr seid, zahlt gutes Geld für gute Arbeit. Vielleicht setzt doch noch irgendwann ein Umdenken ein. Ich denke nur an den an sich verlorenen Kampf der kleinen Einzelhändler gegenüber den großen Kaufhäusern. Mmh…

Gruß
André

JAAAAAAAAAAA…
Hallo !
Ich kann Deinen Frust vollkommen verstehen ! Wir wollen im kommenden Frühjahr eine Aufstockung und einen Anbau vornehmen. Es handelt sich um insgesamt eine Wohnfläche von 260 qm. Wir haben am 25.10. 8 Handwerker (4 Maurerfirmen, 4 Zimmerleute) angeschrieben und alle Baupläne hingeschickt, damit sie uns ein Angebot erstellen. Bis heute haben wir gerade mal ein Angebot und das auch nur, weil ich angerufen und nochmal nachgefragt habe ! Bei allen anderen habe ich auch nachgefragt, aber das scheint die wohl nicht interessiert zu haben.
Ich finde das echt unverschämt. Ok, 2 Firmen haben bei uns angerufen und gesagt, dass es etwas länger dauert, weil sie so viel zu tun haben. Aber von allen anderen nichts gehört.

LG Cyba

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Danke …
Andre, genau so ist es. Wenn euch größere, oder „etablierte“ Firmen so behandeln, dann versucht doch einfach mal den kleinen Betrieben eine Chance zu geben, denn wir freuen uns auch über „kleine“ Aufträge.
Zu der Sache mit dem schlecht zahlenden Kunden: hab ich auch welche von, aber deshalb sage ich nicht alle Kunden sind schlecht. Vielleicht solltet Ihr es mit den Handwerkern genauso halten

Viele Grüße
Tom

Also als Handwerker kann ich nur dazu sagen bei manchen Kunden macht mann die Planung damit der schwarzarbeiter es einfacher hat . Leider ist das Heute auch oft der Fall . Trotzdem ist meine Deviese : Der Kunde störrt nicht unsere Arbeit sodern ist ihr Zweck .

Auch wenn es Kunden gibt die mann lieber nicht kennen gelernt hat

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Hallo !

Haben die vielleicht eine Schufaauskunft eingeholt??

Auch unter Kunden gibt es schwarze Schafe. Nicht nur bei den
Handwerkern!!

mfgConrad

also so einen dummen Spruch hab ich ja wohl selten gehört!

dann empfehle ich doch jedem Handwerksbetrieb erst mal ne Schufa Auskunft über die Kommune einzuholen, denn DIESE Aufträge sind es in der Regel, die Firmen in die Pleite treiben.
Und außerdem, seid wann gebe ich einem Handwerksbetrieb meine persönlichen Daten, dass sie überhaupt Auskünfte einholen können?
Umgekehrt wird ein Schuh draus, man sollte, bevor man irgendwelche Firmen beauftragt doch mal lieber eine Auskunft über diese bei der IHK einholen,dann würden einen vielleicht ne Menge Ärger erspart bleiben, bei dem Pfusch der oft genug für teures Geld abgeliefert wird.

Gruß
Posy

Hallo !

Man sollte bei diesen Beschwerden, wie hier, immer erstmal beide Seiten hören.

Ein Handwerker, der zur Besichtigung kommt, ist auch gewillt, etwas herzustellen.

Man muß aber auch wissen, dass Handwerker bei fast 50% der ausgeführten Arbeiten ihre Rechnung nicht vollständig bezahlt bekommen. Jeder kleine Handwerker arbeitet heute mit einem Rechtsberater (Geldeintreiber) zusammen. Hat also an fast jeder Arbeit durch dieses Büro schon mal Unkosten.
Fast normal ist es schon und das sieht man täglich hier bei www, die Rechnung wegen angeblicher Mängel nur zum Teil zu begleichen.
Kunden lassen einen Kostenvoranschlag machen für ein Stück Dachrinne von 0,50 Metern. Belästigen damit 15 Klempner. Der Billigste bekommt den Auftrag. Dass diese Handwerker so langsam die Schnauze voll haben von diesem „Geiz ist geil“-Getöse! Wen wundert es!

Ich weiß natürlich nicht, was im vorliegenden Fall zwischen Handwerker und Kundin be- oder gesprochen wurde, aber der Handwerker scheint dadurch abgeschreckt worden zu sein. Man muß sich diese Leute nicht als totale Vollidioten vorstellen. Auch sie haben ihre Erfahrungen, was die Zahlungsfähigkeit der zukünftigen Kunden angeht. Und wenn sie während des Gesprächs mehrmals auf Garantie, Gewährleistung, Zahlungen erst bei 100%iger Fertigstellung usw hingewiesen werden, springen sie schnell ab. Die meisten Betriebe haben einen Rattenschwanz von Klagen, Mahnungen und verschwundenen Kunden zu bearbeiten und gehen einfach kein Risiko mehr ein.

Die Schufaauskunft ist ganz normal. Das darf man auch keinem Handwerker verübeln.
Deshalb müßte hier auch der gescholtene Handwerker zu Wort kommen, bevor man sich ein Urteil bilden kann.
mfgConrad

Zusatzfrage
Hallo!
Mich würde mal interessieren, ob man die Kostenvoranschläge auch berechnen kann bzw. darf.
Das ist heutzutage warscheinlich unüblich, aber um nervige Kunden zu verjagen wäre das nicht schlecht…

Ich werde da auch öfters belästigt, z. B. wegen paar Bremsklötzern.
Da fahren manche Leute tatsächlich 2 volle Tage wg. einem Angebot herum,
dann habe ich irgendwie doch nach einer Angebotsnachbeserung den „Auftrag“ erhalten, natürlich mit den billigsten Bremsklötzern, die es gibt.
Da der König Kunde meinte, die bremsen wohl schlecht und quitschen manchmal etwas, habe ich diese dann in meiner grenzenlossen Güte natürlich nochmals erneuert.

Und bei mir ist es erfahrungsgemäss so, dass die Leute, welche sagen:
„mach mal, wenn irgendwas Unvorhergesehenes ist, dann ruf an“ deutlich billiger wegkommen.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen,

ich find es fair, den Kostenvoranschlag zu berechnen, mit dem Hinweis, daß der Betrag bei Auftragserteilung mit der Endsumme verrechnet wird. Habe bei meinen Kunden damit noch keine schlechten Erfahrungen gemacht.

Viele Grüße
Tom

Vielleicht selbst schuld?
Moin!

Es kommt auch mal drauf an, wie „glaubwürdig“ eine Angebotanforderung wirkt.
Wenn ein Handwerker elend viele Zeichnungen ohne genaue Angaben zugeschickt bekommt, ist es mühsame Arbeit die viel Zeit kostet -die kein Mensch bezahlen will. Ein Angebot darf ja nix kosten.
Falls dann doch ein Auftrag kommen sollte, muß er die gleiche Arbeit nochmal machen, weil sich inzwischen meistens alles geändert hat.
So gehen schnell mal 4 Stunden Arbeit dahin.

Und wenn man dem „Kunden“ den KV in Rechnung stellt, will er gar keinen mehr haben, sondern geht gleich zum nächsten.

Den meisten Anfragen sieht man an, ob sich die Arbeit lohnt, oder ob es nur die 14. Kopie ist. So hat es auch den Anschein, der Kunde will keine Qualität, sondern nur das Billigste.

Besser ist es, man geht gleich zum Handwerker, spricht mit ihm, und macht einen Termin zum Aufmaß. Da sieht das Ganze gleich anders aus.
Und jetzt kommt bloß nicht mit „keine Zeit oder zu aufwändig“. Der Handwerker investiert um einiges mehr davon.

Wie sieht Deine Anfrage denn aus?
Kopie von einem bereits bestehendem Angebot, wo nur der Preis rauskopiert ist?

Und eine Nachfrage nach zwei Wochen ist sogar ganz gut, weil der Handwerker dann sieht, daß tatsächlich Interesse besteht, und sich die Mühe lohnen könnte.

Gruß Gerrit

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Hallo Posy,

Umkehrt wird ein Schuh draus, man sollte, bevor man

irgendwelche Firmen beauftragt doch mal lieber eine Auskunft
über diese bei der IHK einholen,dann würden einen vielleicht
ne Menge Ärger erspart bleiben, bei dem Pfusch der oft genug
für teures Geld abgeliefert wird.

Da geb ich Dir als Handwerker eigentlich Recht, aber einfacher und effektiver - einfach die örtliche Innung anrufen, die kennen die ortsansässigen Betriebe besser.

Viele Grüße
Tom

Hallo,

das funktioniert so nicht:

„Hallo Handwerker, schau mal, ich will einen Wintergarten, so hoch, so breit, so lang. Was kostet das bei dir?“

„Ich will eine Gartenanlage, vielleicht mit Stauden und einem Teich, was kostet das bei dir?“

Leute, da ist vorher eine Planung erforderlich, das ist eine Architektenleistung. DAS KANN EIN HANDWERKER NICHT LEISTEN!

Und wenn er es dann, weil er viiieeeeel Erfahrung hat, trotzdem macht,
will kein Kunde ihm das bezahlen. Dann schreien alle im Chor:

ANGEBOTE SIND KOSTENFREI!

Wenn dann der Handwerker einwilligt und dem Kunden sein detailliertes, mit ermittelten Mengen unter Zugrundelegung bestimmter Konstruktionen, Angebot „schenkt“, dann nimmt dieser das mit schöner Regelmäßigkeit und geht zum nächsten Handwerker, und der ist dann billiger! Das ist ganz einfach! Der nimmt billigere Produkte, da gibt es sogar eine Rechtsprechung, die erlaubt das! (Fragt mich jetzt nicht wo, aber es ist so!)

Nachdem die Handwerker seit 20 Jahren mehr und mehr ausgenutzt werden und die Sprüche vom Geiz und vom : Lass dich nicht verar… immer mehr zunehmen, woher soll der Handwerker den guten Glauben nehmen, dass es gerade bei diesem Kunden anders ist?

Außerdem, denkt mal darüber nach: Jeder Kunde will heute einen Leistungspreis, also 1 m Zaun kostet: , 1 m² Fliesen kostet: , 1 Stck Schrank kostet…Ich finde das ok.

Aber fragt mal, welcher Handwerker seine Gesellen so bezahlen kann? Vielleicht sind die Fliesenleger mit ihrem Leistungstarif eine Ausnahme, aber sonst?Die meisten anderen kriegen Stundenlohn! Auf Dauer wird es immer schwieriger, diese Schere zu schließen, jedenfalls bei den Betrieben, die Mitarbeiter beschäftigen und die gesetzlichen Abgaben und Vorschriften einhalten.

LG, Karin

Ach Conrad, du bist mein Freund! owT
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