Wachsflecken entfernen

Hallo,

ich habe Wachsflecken (sehr ungewöhnlich in der Weihnachtszeit, ich weiss ,-) ) auf meinem guuuten Tischtuch (Baumwolle).

Ich weiss noch das meine Oma die immer rausbügelte und Löschpapier aus meinen Schulheften dazu missbrauchte.

Jetzt meine Frage - ist die Methode noch immer aktuell? Hat jemand ne bessere Methode? Wie heiss muss denn das Bügeleisen sein? Muss man das Bügeleisen auch „einpacken“?? Kann man statt Löschpapier auch was anderes nehmen? Und - gibts denn in Schreibwarenläden überhaupt noch Löschpapier??? (Ich h’abe gar kaine Kindär, isch weiss das escht nischt!!)

1000 Dank!!!

Gruß
Helena

Hi Helena :wink:

Du kannst auch einen alten Stoff-Fetzen benutzen, der absolut hitzebeständig und aufnahmefähig ist (Mit *** zu bügeln)…also sowas wie ein Geschirrtuch oder ähnliches. Allerdings ist der Stoff den Du zum Aufsaugen des Wachses benutzt hast danach ein Fall für den Mülleimer.

Gruß
Maja

Hallo Helena!

Ganz, ganz wichtig:
Auch unter den Fleck(!!!) legst Du Küchenpapier, sonst sucht sich der Wachsfleck im Bügelladen-Bezug eine neue Bleibe. *g*

Am besten ist: Zuunterst ein Stückchen Alu-Folie, dann drei Lagen Küchenpapier, dann das Tischtuch (von dem Du das Wachs, das obenauf klebt, herunterlöst). Obendrüber wieder drei Schichten Küchenpapier.
Bügeleisen nur auf Stufe 2, du brauchst ja nur das Wachs schmelzen, nicht verbrennen :wink:

Achte darauf, dass der Wachsfleck im linken oberen Eck des unteren Küchenpapieres zu liegen kommt. Vom oberen Küchenpapier schiebst Du auch nur das linke obere Eck darüber. Dann stellst Du das Bügeleisen für gut und gern zehn Sekunden auf den Fleck. Und nun rutschst Du das Küchenpapier oben und unten ein wenig, sodass der Fleck auf einer sauberen Stelle zu liegen kommt und bügelst wieder 10 Sekunden.
Den Vorgang wiederholst Du so oft, bis auf dem Küchenpapier keine Spuren mehr zu erkennen sind.

Sollte das Bügeleisen Wachs abbekommen haben, reibst Du die Bügelsohle im lauwarmen Zustand ebenfalls mit Küchenpapier ab.

Viel Erfolg!

Hanna

Hi Hanna,

danke!!!

Das war so mega genau, das schaffe ich dann wohl!!!

Nie wieder Löschpapier!

Gruß
Helena

Hi Maja,

danke! So olle Handtücher habe ich genug! Jetzt werden sie ihrer Endbestimmung zugeführt!

Gruß
Helena

Hallo Helena,

obwohl du ja schon gut bedient bist, reizt es mich doch, noch etwas dazu zu sagen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil ich als Mann etwas Kompetentes zu einem als Frauensache betrachteten Problem beitragen kann.

Technisch gesehen geht es einfach darum, dass das man den Fleck über seine Schmelztemperatur hinaus erhitzt, wodurch er sich ins darüber- und darunter liegende Material mitverteilt.

Nimmst du „normalen“ Stoff zum Drüber- und Drunterlegen, ist dessen Saugfähigkeit vermutlich nicht oder kaum anders als bei deinem beschädigten Stoff, der Fleck wird sich also gleichmäßig auf alle drei verteilen. Also zwar schwächer werden, aber nicht ganz verschwinden. Nur wenn die Saugfähigkeit des benutzten Hilfsmaterials deutlich höher ist als die deines Objekts, saugt es das Fett ganz auf, und dein Objekt ist fettfrei.

Aus dem Grunde sagte man schon zu Zeiten meiner Oma und Uroma: Löschpapier. Denn das war damals das saugfähigste Material, das es damals gab. Zeitungspapier ginge auch, aber da dürftest du nur die weißen Randstreifen benutzen, sonst färbt es ab. Küchenpapier geht natürlich auch, saugt besser als Zeitungspapier, deshalb ist es heutzutage optimal. Toilettenpapier ist saugtechnisch genauso geeignet- aber zu Zeiten unserer Großeltern war es noch nicht so weich und demzufolge nicht so saugfähig wie heute.

Falsch machen kannst du nichts. Nimm was du hast. Und wenn es nicht saugfähig genug ist, nimm das Nächstsaugfähigere. Fettflecken färben nicht, sie stellen sich nur dar. Wenn du das falsche Material nimmst, werden sie zwar größer, aber auch schwächer, weil es sich weiter verteilt. Denn Fett vermehrt sich nicht, das unterscheidet es von Kaninchen :smile:. Und je saugfähiger das Material ist, umso mehr Fett ist weg.

Gruß
Peter

PS
Ach so: Du hattest ja auch gefragt, wie heiß das Bügeleisen sein darf, diese Frage ist noch unbeantwortet. Antwort: Es muss heiß genug sein, um das Fett zum Schmelzen zu bringen, aber kalt genug, den Stoff nicht zu schädigen. Fange also einfach mit der niedrigsten dem Stoff zumutbaren Temperatur an. Falsch machen (s. o.) kannst du dabei nichts. Und kämpfe dich dann nötigenfalls nach und nach höher. Heutzutage gibt es keine Synthetikstoffe mehr, die früher schmelzen als Wachs oder Stearin.

Hallo Peter!

Ach so: Du hattest ja auch gefragt, wie heiß das Bügeleisen
sein darf, diese Frage ist noch unbeantwortet.

Deiner Aufmerksamkeit dürfte entgangen sein, dass ich Folgendes Geshcrieben habe:
Bügeleisen nur auf Stufe 2, du brauchst ja nur das Wachs schmelzen, nicht verbrennen :wink:

Hanna,
die Deine Ausführungen sehr interessant gefunden hat …