Nachträgliche Dachdämmung

Von: , Frage gestellt am Mi, 29. Dez 2004

Hallo,

bin dabei einen Altbau zu erwerben. Er hat allerdings keinerlei Dachdämmung. Man kann direkt auf die Ziegel schauen. Daher möchte ich das Dach nachträglich von innen dämmen. Wer kann mir da eine kostengünstige und leicht durchführbare Anleitung geben. Oder auch einen Internetlink. Auf was ist besonders zu achten?

Danke und viele Grüße,

Andy

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Nachträgliche Dachdämmung

    Hi, zuerst musst Du schauen, was der vorhandene dachstuhl anzusätzlicher Last verträgt. Dann muss das Dach absolut dicht gemacht werden. denn die Dämmung darf nicht feucht werden. Nortmalerweise kommt erst mal eine Folieauf die Dachlattung, dann ein Dämmstoffkeil zwischen die Sparren. Anschließend folgt eine Dampfsperre, die verhindert dass die Dämmung von innen durch Kondenswasser feucht wird (z.t. bereits an den Dämmkeilen vorhanden oder extra verklebte Foliebahnen). Dann kommen Trockenbauplatten an die Sparren. Jegliche Löcher und Kältebrücken durch die Dämmung (Betonelemente, Stahl) sind zu vermeiden oder extra zu dämmen.

    Wenn Du den Boden nicht beheizen möchtest, ist eine nachträgliche Dämmung der obersten Decke (von der Oberseite aus mit Dämmplatten oder einer Dämmschüttung) viel billiger und einfacher. Das Dach kannst du dann mit an den Sparren angetackerten Gewebeplanen Wind- und wasserdicht machen. Das reicht für einen Speicher für lagerzwecke voll aus.

    A.

    • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Nachträgliche Dachdämmung

      Danke für die Antwort! Hi, zuerst musst Du schauen, was der vorhandene dachstuhl
      anzusätzlicher Last verträgt.
      Kannst Du mir sagen, wie ich das herausfinde? Ich glaube, ein Statiker würde da jetzt schon eine Krise kriegen... Dann muss das Dach absolut dicht
      gemacht werden. denn die Dämmung darf nicht feucht werden.
      Nortmalerweise kommt erst mal eine Folieauf die Dachlattung,
      Kann man das auch nachträglich machen? Man müsste doch dann zwischen den Ziegeln und den Sparren durch, oder habe ich da was falsch verstanden? dann ein Dämmstoffkeil zwischen die Sparren. Anschließend
      folgt eine Dampfsperre, die verhindert dass die Dämmung von
      innen durch Kondenswasser feucht wird (z.t. bereits an den
      Dämmkeilen vorhanden oder extra verklebte Foliebahnen). Dann
      kommen Trockenbauplatten an die Sparren. Jegliche Löcher und
      Kältebrücken durch die Dämmung (Betonelemente, Stahl) sind zu
      vermeiden oder extra zu dämmen.
      Da der Raum erst später ausgebaut werden soll, ist das vielleicht noch nicht sofort nötig, oder?
      Wenn Du den Boden nicht beheizen möchtest, ist eine
      nachträgliche Dämmung der obersten Decke (von der Oberseite
      aus mit Dämmplatten oder einer Dämmschüttung) viel billiger
      und einfacher. Das Dach kannst du dann mit an den Sparren
      angetackerten Gewebeplanen Wind- und wasserdicht machen. Das
      reicht für einen Speicher für lagerzwecke voll aus.
      Gute Idee, darüber werde ich mal nachdenken. Was für Gewebeplanen sind da geeignet?

      Viele Grüße und einen guten Rutsch schon mal,

      Andy

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Nachträgliche Dachdämmung

        hallo,

        also dein problem liegt darin, dass die isolierung von aussen nass werden kann, sollte der wind den regen von unten durch die ziegl wehen...
        normalerweise (warmdachdämmung) liegt aussen auf den sparren eine bretterschicht (schalung) auf die eine wasserabdichtung in form von folien liegt,die die nässe von aussen abhält.
        es gibt aber was neues, die diese folie nicht mehr benötigt (wird glaub ich aus kork gefertigt), die man vielleicht zwischen den sparren anbringen kann... frag aber auf jeden fall den fachmann...
        den würde ich auf jeden fall mal auf die baustelle kommen lassen, um den dachstuhl VOR dem kauf zu begutachten und nach lösungen zu suchen (vielleicht auch 2 oder 3 fachmänner...).

        die wärmeisolierung kannst du mit -zig verschiedenen materialien ausführen (wenn von aussen dicht ist!!!). informier dich auch über alternativen wie papier oder schafwolle, die zum teil sehr gut gefördert wird und sehr angenehm und vom laien auch zu verarbeiten ist. ich hab diese jahr mein DG mit cellulose (papier) gedämmt. war teuer, aber das klima hier ist super.

        also: auf jeden fall den oder die fachänner kucken lassen und mehrere meinungen einholen. infosammlung ist am bau das wichtigste.

        viel glück
        markus

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Nachträgliche Dachdämmung

          Dankeschön,

          dann werde ich mich mal auf die Suche nach Fachleuten machen...

          Einen guten Rutsch,

          Andreas

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