Hallo Alex,
die Meinungen von Wolfgang und Andreas gehen nicht auseinander, vielmehr führt Alexander seine Gedanken nicht zu Ende. Er sagt selbst ziemlich am Ende seines Textes „Eindringende Luftfeuchte kondensiert und führt zu Moder“, zieht aber nicht die notwendigen Konsequenzen daraus. Das aber tut Wolfgang und kommt deswegen zu seinem Vorschlag.
Kellerfeuchte ist eins seiner Lieblingsthemen. Er hat hier und, ich glaube es war im Brett Mietrecht, unzählige Male dazu Stellung genommen. Dabei hat er die physikalischen Bedingungen der Richtigkeit seiner Aussagen einmal so ausführlich und verständlich dargestellt, dass der Artikel mit einem Dutzend oder mehr „Sternchen“ anerkannt wurde. Vielleicht gibt er dir ja noch den Link dazu, damit du nicht so lange im Archiv wühlen musst.
Bis dahin von mir etwas kürzer: Es geht nicht nur, wie Andreas sagt, um „Luftfeuchte“, sondern generell um Luft. Denn jede Luft ist feucht, die Frage ist nur, wie viel.
Frische, neue, Luft, kommt immer in den Keller. Nicht nur durch ein geöffnetes Fenster, sondern auch durch Ritzen oder durch die Türen von oben aus dem Parterre. Wäre das nicht so, würdest du irgendwann in der sauerstofflosen Kellerluft ersticken.
Wenn es draußen kälter ist als drinnen, als vorwiegend im Winter, ist das Problem gering. Ist es aber draußen wärmer, kommt diese Luft in den Keller. Warme Luft kann aber mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft, deshalb wird die Luftfeuchte auf Hygrometern auch nicht in g/m³, sondern relativ in % angegeben. Die warme Außenluft kühlt also im Keller ab, wird relativ feuchter, im Extremfall setzt sie sich als Beschlag an den Wänden ab.
Wolfgangs letzter Vorschlag einer Ventilation ist natürlich etwas aufwendig. Ich behelfe mir mit Luftentfeuchtern in bestimmten Räumen und zu bestimmten Zeiten, muss dort aber ab und zu das angesammelte Wasser entleeren. Aber da dein Haus samt Keller noch freisteht oder bald freistehen wird, ist die Anbringung der von Wolfgang beschriebenen Außendämmung kein wesentlicher Kostenfaktor. Das würde ich auf jeden Fall tun. Auf jeden Fall!
Dass dein Haushersteller dich in dieser Frage nicht richtig informiert hat, wundert mich nicht. Die wollen immer als preisgünstig dastehen. Wenn er dir rät, das später und selber zu machen, bleibt der Preis niedrig. Wenn du dann später merkst, dass das nicht so läuft, wüsstest du, wenn es w-w-w nicht gäbe, gar nicht den Grund. Und wenn du ihn endlich (vielleicht) herausfindest, war das nur eine mündliche Zusage, die nicht nachweisbar ist, oder sind die 6 Jahre Haftung nach VOL abgelaufen.
Gruß
Peter