Ein Hang, Sandsteinstufen --> Treppe

Hallo,

wie krieg ich eine Treppe hin? Ich habe eine alte Treppe neu aufzubauen (wenn der Frost weg ist). Zur Zeit liegen 2m breite Sandsteinstufen direkt auf dem Hang, sie sind verrutscht, aber nicht gebrochen. Dieser Zustand dürfte so 20 Jahre lang gleich geblieben sein. Ich habe probeweise mal eine Stufe ausgebuddeld, wirklich Sandstein, etwa 35x35cm und 2m lang. Der Hang ist Erde und Steine. Insgesamt sind das 12 Stufen.

Ich wollte nicht unbedingt tonnenweise Beton unter die Stufen kippen, aber ganz ohne wird es wohl nicht gehen. Außerdem habe ich Angst, wenns fertig ist, das dann die Stufen brechen könnten (Frost, Auswaschungen…).

Wie baue ich eine solche Treppe?

Gruß
André

Hallo,

wie krieg ich eine Treppe hin? Ich habe eine alte Treppe neu
aufzubauen (wenn der Frost weg ist). Zur Zeit liegen 2m breite
Sandsteinstufen direkt auf dem Hang, sie sind verrutscht, aber
nicht gebrochen. Dieser Zustand dürfte so 20 Jahre lang gleich
geblieben sein.

Eine Treppe aus Sandstein, mit derartig breiten Stufen dürfte wesendlich älter als 20 Jahre alt sein. Auch die verlegetechnik deutet auf ein ältere Bauphase hin. Aber egal, bis aufs verrutschen haben sie sich gut gehalten. Ist doch ein gutes Zeichen.

Ich habe probeweise mal eine Stufe
ausgebuddeld, wirklich Sandstein, etwa 35x35cm und 2m lang.
Der Hang ist Erde und Steine. Insgesamt sind das 12 Stufen.
12 Stufen, ich vermute mal mit einem Stell (=Höhe) von 20 cm, dann
wäre das eine gesamthöhe von ca 2,4 m und einer Länge von ca 3 bis
3,5 m

Ich wollte nicht unbedingt tonnenweise Beton unter die Stufen
kippen, aber ganz ohne wird es wohl nicht gehen. Außerdem habe
ich Angst, wenns fertig ist, das dann die Stufen brechen
könnten (Frost, Auswaschungen…).

Wie baue ich eine solche Treppe?

Gruß
André

  1. Ursachen Beseitigen
    Das Wegrutschen der Stufen wurde verursacht durch Oberflächenwasser (gibt es irgendwo in der Nähe eine Wasserquelle / Regenrohr / versiegelte Fläche, von der das wasser kommen kann?)

  2. Konstrukiver Aufbau
    Setzte die Stufen auf ein Kiesbett.
    Unterste Schicht mit ca 60 cm Dicke (ca = Frosttiefe!) aus Kiesekörnung ca 32 mm
    oberste Schicht ca 10 bis 5 cm Dick aus Feinkies oder Feinsplitt 3-5 mm. Damit der Feinkies nicht in die Untere Schicht geschwemmt werden kann sollte ein Filterflies als Trennschicht eingebaut werden.
    (ein Filterflies ist nichts anderes als ein nichtverrotbares Stoffgewebe, — ein alter Gardienenstoff aus 100% Nylon/Kunstfaser macht es also auch)

  3. Praktischer Aufbau
    Abtragen des überschüssigen Erdreiches
    Angestrebte Treppenmaße: 35 cm Trittlänge, 20 cm Stellhöhe Ist fast schon ein wenig Steil!)
    Das ergibt eine Treppenhöhe von 2,4m und Länge von 4,2
    Mit diesen Maßen ein Schnurgerüst bauen (2 Pfähle mit Schnur)
    Die unterste Treppe sollte neben den Kies, wie oben beschrieben, ein Betonwiederlager bekommen, damit es nicht nach Vorne wegrutscht (Abmessung 50/60 cm auf die ganze Breite —Beachten: das alles VOR der ersten Stufe, bis OK Boden/Erdreich)

Danach Stufe für Stufe einzeln einbauen:
-Kies auffüllen,
-Flies einlegen
-Feinkieseinfüllen und
-Stufe versetzen.
Beachten: Nach deiner Beschreibung haben die Stufen eine Höhe von 35 cm, davon sind jedoch nur 20 cm sichtbar / ragen hervor.

Ausgerichtet wird alles am Schnurgerüst und als dann mit der Wasserwaage in die Horizontale gebracht.

Keine Angst, das hört sich alles sehr kompliziert an, ist aber einfach. Das größte Problem sehe ich im Bewegen/Versetzen der einzelnen Stufen. Die haben mit Sicherheit mehr als 200kg.

Salute

ps: Zur Optik einer echten alten Sandsteintreppe gehört es, wenn sie NICHT perfekt ist.

Hallo,

danke für die genauen Ausführungen! Aber noch mehr Fragen:

Eine Treppe aus Sandstein, mit derartig breiten Stufen dürfte
wesendlich älter als 20 Jahre alt sein. Auch die
verlegetechnik deutet auf ein ältere Bauphase hin.

Die Treppe selbst dürfte um die 100 Jahre alt sein, zumindest der Jahreszahl nach, die auf der ausgebuddelden Stufe steht.

Aber egal,
bis aufs verrutschen haben sie sich gut gehalten. Ist doch ein
gutes Zeichen.

Das liegt daran, das unter den Treppenstufen eigentlich gewachsener Boden ist. Ich habe mir das nochmal ganz genau angesehen.

12 Stufen, ich vermute mal mit einem Stell (=Höhe) von 20 cm, dann
wäre das eine gesamthöhe von ca 2,4 m und einer Länge von ca 3 bis
3,5 m

Richtig.

  1. Ursachen Beseitigen
    Das Wegrutschen der Stufen wurde verursacht durch
    Oberflächenwasser (gibt es irgendwo in der Nähe eine
    Wasserquelle / Regenrohr / versiegelte Fläche, von der das
    wasser kommen kann?)

Ich tippe nunmehr auf Wurzeln der Bäume in unmittelbarer Nähe. Wasser glaube ich nicht, allerdings kann Wasser zwischen die Stufen ins Erdreich.

  1. Konstrukiver Aufbau
    Setzte die Stufen auf ein Kiesbett.

Soll ich den wirklich festen gewachsenen Boden ausheben? Du mußt dir das so vorstellen: Haus, daran Terasse (3m breit), dann Stufen nach unten, weil Hang. Dann kommt der Weg.

  1. Praktischer Aufbau
    Abtragen des überschüssigen Erdreiches

Ja eben, wird ne Knochenarbeit, das Zeugs ist fest wie Beton.

Angestrebte Treppenmaße: 35 cm Trittlänge, 20 cm Stellhöhe Ist
fast schon ein wenig Steil!)

Ist aber so richtig.

Die unterste Treppe sollte neben den Kies, wie oben
beschrieben, ein Betonwiederlager bekommen, damit es nicht
nach Vorne wegrutscht (Abmessung 50/60 cm auf die ganze Breite
—Beachten: das alles VOR der ersten Stufe, bis OK
Boden/Erdreich)

Ok, dort also das Fundament buddeln. Dann von unten ein Neuaufbau? geht das auch? Wie gesagt, der Boden ist bombenfest.

Stufen. Die haben mit Sicherheit mehr als 200kg.

Mehr. Ich hatte das Vergnügen die leider durchnässte Stufe auszubuddeln. Wir konnten sie zu zweit nicht sinnvoll bewegen. Zum Glück gibts auf der Baustelle einen Kran.

ps: Zur Optik einer echten alten Sandsteintreppe gehört es,
wenn sie NICHT perfekt ist.

Mmh. Also so lassen? Wackeln tut ja nix. Wenn ich es mir so recht überlege…
Was mache ich mit den Lücken? Ausfüllen mit lockeren Sandsteinbröckchen? Oder Trust-Zement?

Gruß
André

Ich tippe nunmehr auf Wurzeln der Bäume in unmittelbarer Nähe.
Wasser glaube ich nicht, allerdings kann Wasser zwischen die
Stufen ins Erdreich.

Gerade weil es Festes Erdreich ist (tonig?) geht das wasser nicht unten weg, sondern sucht sich den Weg an den Stufen, schwemmt es aus (helfen vielleicht noch Maulwürfe und mäuse dazu?

  1. Konstrukiver Aufbau
    Setzte die Stufen auf ein Kiesbett.

Soll ich den wirklich festen gewachsenen Boden ausheben? Du
mußt dir das so vorstellen: Haus, daran Terasse (3m breit),
dann Stufen nach unten, weil Hang. Dann kommt der Weg.

Ja klar muß der boden weg, damit unten ein Ablauf für das Wasser entsteht. Dann nimm nicht 60 cm Kiesbett, sondern nur 30 cm.
Nach der Heiligen Baulehre muß auf 60 cm frostsicher gegründet werden. Privat für mich halt ich die auch nie ein.

  1. Praktischer Aufbau
    Abtragen des überschüssigen Erdreiches

Ja eben, wird ne Knochenarbeit, das Zeugs ist fest wie Beton.

Muß aber sein.

Angestrebte Treppenmaße: 35 cm Trittlänge, 20 cm Stellhöhe Ist
fast schon ein wenig Steil!)

Ist aber so richtig.

Die unterste Treppe sollte neben den Kies, wie oben
beschrieben, ein Betonwiederlager bekommen, damit es nicht
nach Vorne wegrutscht (Abmessung 50/60 cm auf die ganze Breite
—Beachten: das alles VOR der ersten Stufe, bis OK
Boden/Erdreich)

Ok, dort also das Fundament buddeln. Dann von unten ein
Neuaufbau? geht das auch? Wie gesagt, der Boden ist
bombenfest.

Geht. Wollte das eben vorschlagen. Also von unten anfangen puddeln, Kieses/Beton drauf
(BetonRezept: 1 Teil Grobkies; 3 Teile Kiessand; 1 Teil Zement—>Wasser nach Gefühl(keine dünne Brühe) = Reicht für deine Ansprüche)
Stufe setzen
für die nächste Stufe buddeln–Kies usw

Stufen. Die haben mit Sicherheit mehr als 200kg.

Mein Tipp: 2 Seile um die Stufen oben jeweils eine Eisenstange (altes Wasserleitungsrohr) durch das Seil, dann können 4 Leute eine Stufe verlegen.

Mmh. Also so lassen? Wackeln tut ja nix. Wenn ich es mir so
recht überlege…
Was mache ich mit den Lücken? Ausfüllen mit lockeren
Sandsteinbröckchen? Oder Trust-Zement?

Nein nicht den alten Zustand belassen und Flickschustern. Auf keinen Fall mit Zement irgendwelche Fugen / Löcher verfüllen. Das ist weggeworfenes Geld und hilft absolut nichts.

Will dir Mut machen!! Pack es an!

Kannst mir bei Fragen auch mailen, bin hier eingetragen, weiß aber nicht, wie man mich hier findet??? und die mailanschrift will ich hier nicht öffentlich reinstellen.

Salute Willi

1 „Gefällt mir“

Hallo Willi,

vielen Dank erst mal für die Antworten. Ich werde wohl bald die Ärmel hochkrempeln…

Übrigens, du bist immer zu finden :wink: Auch in Zukunft. Und ich habe ganz bestimmt noch Fragen!

Gruß
André

Stimmt, habe es bemerkt, daß neben dem Namen die mailanschrift steht.

Wünsche noch schöne „schneeige“ Tage.

Salute Willi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]