Nö - Bitte faq:1335 (vom 10.3.2005)auch noch fixen
Dort steht geschrieben (am 10.3.2005):
Obige FAQ1335-2005märz10-Regel1
*Regel1 Anfang*:
Richtiges Lüften:"Der einfachste und schnellste Weg, die
relative Luftfeuchtigkeit zu senken, ist die Zufuhr kalter
Luft. Wer Feuchtigkeit weglüften will um eine zu hohe
relative Luftfeuchtigkeit zu senken, sollte besonders
dann regelmäßig lüften, wenn die Außentemperaturen unter
den Innentemperaturen liegen. "
Sonstige ‚Nebenbedingungen‘, z.B. wann diese Regel evtl.nicht gilt
sind NICHT AUFFINDBAR.
*Regel1 Ende*
Was bitte soll jetzt obiger Satz zum ‚Richtigen Lüften‘,
sind das nur aneinandergereihte Wörter, oder soll damit
eine funktionierende Bauernregel beschrieben werden ?
Also im Rahmen von ‚FrequentlyAskedQuestion‘ sollte man
die Frage nach richtigem Lüften schon ORDNUNGSGEMÄSS
beantworten. Obige FAQ1335-2005märz10-Regel1 sehe ich eher
als ‚FrequentlyGivenAnswer‘ , da sie sich anscheinend hartnäckig
hält.
Mag sein, dass sie manchmal funktioniert, aber in vielen
Fällen eben nicht. Dazu hier kurze Ausführungen:
mittels folgendem Beweis:
**** Beweis-Start ****
Behauptung1: Obige FAQ1335-2005märz10-Regel1 ist falsch, d.h. nicht
allgemein anwendbar zum Senken der Luftfeuchte
in betroffenen Räumen, Wohnungen, etc.
Wir wenden die Beweismethode des Indirekten Beweises mittels
Annahme1 und GEGENBEISPIEL1 an.
Annahme1: Obige FAQ1335-2005märz10-Regel1 ist richtig, d.h. sie bewirkt
die Senkung der Luftfeuchte in einer betroffenen Wohnung mit
folgendem Ergebnis:
Gl.1: relLFi,AusgleichEnde (Ti) i,Anfang (Ti) .
Hierbei sind relLFi,Anfang (Ti) die relative Anfangs-Luftfeuchte im
Innenraum bei der Temperatur Ti, sowie relLFi,AusgleichEnde die rel. Luftfeuchte
NACH dem Lüftungsvorgang und NACH dem Temperaturanpassung an Ti im
Innenraum (Wände/Decke/Fussboden).
GEGENBEISPIEL1 zu Annahme1:
- Anfangsbedingung für dieses Beispiel:
o Ein Wohnraum der gerade keine Personen beinhaltet,
o Wohnung innen: 22 °C Raumtemperatur und 70 % Luftfeuchte.
o Aussenklima: 20 °C , 85 % rel. Luftfeuchte (Sommer,
Beispiel für Temp. + Luftfeuchte in der Nacht).
(1) Wir öffnen jetzt das Fenter für eine endliche Zeit tSL.
(Diese Zeit tSL soll beim ‚Stoss-Lüften‘ kurz sein, z.B. also t=20 min.)
(2) Was pasiert nun ?
Es kommt zum Ausgleich der jeweiligen _PARTIALDRÜCKE_ der in der Luft
befindlichen Molekülmengen. D.h., die Konzentrationen der H2O-Molekülzahlen zwischen drinnen und draussen gleichen sich an.
Man erhält somit eine Angleichung der _absoluten_Luftfeuchte_ (Einheit g/m3_Luft
(Teilchen/(m3 Luft), oder z.B. mol/Liter_Luft etc.) zwischen
drinnen und draussen.
Wohnung innen: 22 °C und 70 % relLFi -> ergibt absolute Luftfeuchte innen:
absLFi = 13,58 g/m3 Aussenklima: 20 °C, 85 % relLF -> ergibt absolute Luftfeuchte aussen:
absLFa = 15,52 g/m3
Als Ergebniss MUSS sich ein Ausgleichs-Wert im Bereich 13,58 g/m3 und 15,52 g/m3
ergeben. Nehmen wir einen ‚teilweisen‘ Ausgleich der
Partialdrücke und somit der absoluten Luftfeuchte an, dann ergibt
sich als Endwert eine absolute LF von absLFi,Ausgleich > 13,58 g/m3 (z.B. 15 g/m3 ).
Gl.2: absLFi,Ausgleich (Ti,Ausgleich ) > absLFi (Ti) !!
Da nun das Lüftungs-Fenster nach der Zeit tSL wieder geschlossen wurde,
bleibt ab diesem Zeitpunkt die Wassermenge in der Wohnung konstant, aber es
kommt noch zum einen TEMPERATURausgleich zwischen (a) Innenluft
und (b) Wänden/Decke/Fussboden in der Wohnung. Da die Wärmekap.
der Luft ist nun im Allgemeinen viel geringer als die realer Wände, so dass
sich schlicht die Temperatur Ti,Ausgleich dem vorhergehenden Wert Ti
ANGLEICHT, bei konstantem Wert absLFi,Ausgleich :
Gl.3: absLFi,AusgleichEnde(Ti) = absLFi,Ausgleich (Ti,Ausgleich )
Das ergibt nun:
Gl.4: absLFi,Auslgeich (Ti) > absLFi (Ti)
Dies TEILEN wir auf beiden Seiten durch maxabsLF(Ti),
wobei allgemein gilt (Def. der relativen LuftFeuchte):
Gl.5: relLF (T) = absLF(T) / maxabsLF(T)
und erhalten:
***********************************************************************
Gl.6: relLFi,AusgleichEnde (Ti) > relLFi,Anfang (Ti) .
***********************************************************************
Diese Gl.6 steht aber im Widerspruch zu ‚Annahme1‘ mit Gl.1. (Vorzeichen !!).
**Aufgrund dieses Beispiels muss Annahme1 FALSCH sein.
w.z.b.w.**
**** Beweis-Ende ****
Und auch wenn alle anderen sagen, diese Ergebniss ist nicht richtig,
dann ändert dies nix an der Tatsache, dass Annahme1
immer noch nicht richtig funktioniert, und in etlichen Fällen definitiv zu Fehlentscheidungen führt.
Lieber MOD, es sieht so aus, dass auch FAQ:1335 noch gefixt werden muss.
VG,
-Thomas