Pumpe
Von: , Frage gestellt am Mi, 5. Jul 2000
Warum kann ich mit meiner Gartenpumpe nur aus einer Tiefe von max 8m saugen?
Warum kann ich mit meiner Gartenpumpe nur aus einer Tiefe von max 8m saugen?
Das hängt, so seltsam es klingen mag, mit dem Luftdruck zusammen.
Max. theoretisch möglich wären knapp 10 m, für alles andere brauchst du eine druckpumpe die versenkt wird.
Warum kann ich mit meiner Gartenpumpe nur aus einer Tiefe von
max 8m saugen?
Warum kann ich mit meiner Gartenpumpe nur aus einer Tiefe von
max 8m saugen?
Hallo!
Es ist mit einer normalen Pumpe nicht möglich, einen absolut luftleeren Raum zu erzeugen und die Widerstände durch Reibung in den Leitungen und Steuerorganen aufzuheben.
Also ist es auch nicht möglich, die gesamte Kraft des atmosph. Druckes nutzbar zu machen. (ca. 1 bar).
Wie bekannt, entspricht 1 bar ungefähr 10 mWS (Wassersäule) und wäre somit einer Saughöhe von 10 m gleichzusetzen, wenn ein vollkommen luftleerer Raum in der Pumpe erzeugt werden könnte.
Die wahre Saughöhe liegt deshalb bei 8 m.
Theor. Förderhöhe : 1,033 x 10 mWS (m Wassersäule)
: 1,033 x 10/spez. Gew. mFS (m Flüssigk.s)
Gruß Werner
Hallo Werner,
danke für die Antwort.
Habe gehört, das man diese physikalischen Gesetze austricksen kann, wenn man die Druckleitung der Pumpe wieder in das Bohrloch zurückführt und in 8m Tiefe mit einem T-Stück an die Saugleitung anschließt. (Hauswasserwerk mit Druckbehälter) Unter diesem T-Stück müßte dann eine Rückschlagklappe sitzen.
Kann das funktionieren ??
Gruß Harry
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Hallo Harry!
Nein!
Du pumpst dann einen Großteil des Wassers zurück in das Saugerohr und verringerst damit den Saugedruck. Sagen wir, von -0,8 bar auf -0,6 bar.
Das bedeutet, daß noch weniger Wasser aus dem eigentlichen Brunnen gesaugt wird. Denn der Wasserspiegel ändert sich nicht und benötigt weiterhin einen hohen Saugedruck.
Event. reißt sogar der Wasserfaden ab und Du pumpst den Rest des Wassers im Kreis, bis er heiß wird , verdampft und Deine Pumpe den Geist aufgibt.
Das, was Du an der Hauswasserversorgung siehst, ist keine Verbindung von Druck- und Saugeleitung, sondern dazwischen liegt ein Ausdehnungsgefäß.
Dies ist eine Art Ballon, welcher den Druck in der Leitung nicht sofort total absinken läßt, wenn die Pumpe nicht läuft. Also den Druck hält.
So kann auch mal Wasser verbraucht werden, ohne daß die Pumpe permanent anspringt.
Jetzt mal Hand aufs Herz, wie wolltest Du denn das Rückschlagventil und das T-Stück an die Saugeleitung anbauen? In 8 m Tiefe!
Gruß Werner
Hallo Harry!
Nein!
Du pumpst dann einen Großteil des Wassers zurück in das
Saugerohr und verringerst damit den Saugedruck. Sagen wir, von
-0,8 bar auf -0,6 bar.
Normalerweise steht beim Hauswasserwerk alles Wasser unter Druck...(sagen wir mal 3 bar)...was hinter der Pumpe ist.
In diesem Fall steht das ..Doppelrohr.. bis zum T-Stück in 8m Tiefe unter Druck. Richtig ?
Nach dem Prinzip der WASSERSTRAHLPUMPE müsste man die physikalische Abreißgrenze erst ab dem T-Stück rechnen oder?.
Das bedeutet, daß noch weniger Wasser aus dem eigentlichen
Brunnen gesaugt wird. Denn der Wasserspiegel ändert sich nicht
und benötigt weiterhin einen hohen Saugedruck.
Event. reißt sogar der Wasserfaden ab und Du pumpst den Rest
des Wassers im Kreis, bis er heiß wird , verdampft und Deine
Pumpe den Geist aufgibt.
Das, was Du an der Hauswasserversorgung siehst, ist keine
Verbindung von Druck- und Saugeleitung, sondern dazwischen
liegt ein Ausdehnungsgefäß.
Dies ist eine Art Ballon, welcher den Druck in der Leitung
nicht sofort total absinken läßt, wenn die Pumpe nicht läuft.
Also den Druck hält.
Das Ausdehnungsgefäß liegt doch nicht zwischen Druck und Saugleitung, sondern ist nur auf der Druckseite und deshalb da, weil sich Wasser nicht komprimieren läßt und man einen vernünftigen Ein und Ausschaltpunkt hat. Sprich Delta T .
So kann auch mal Wasser verbraucht werden, ohne daß die Pumpe
permanent anspringt.
Jetzt mal Hand aufs Herz, wie wolltest Du denn das
Rückschlagventil und das T-Stück an die Saugeleitung anbauen?
In 8 m Tiefe!
Das T-Stück kann man an ein flexibeles doppeltes Saugrohr anbringen und dann in das Brunnenstandrohr einführen.
Wo ist das Problem?
Gruß Harry
Hallo Harry!
Nein!
Du pumpst dann einen Großteil des Wassers zurück in das
Saugerohr und verringerst damit den Saugedruck. Sagen wir, von
-0,8 bar auf -0,6 bar.
Normalerweise steht beim Hauswasserwerk alles Wasser unter
Druck...(sagen wir mal 3 bar)...was hinter der Pumpe ist.
In diesem Fall steht das ..Doppelrohr.. bis zum T-Stück in 8m
Tiefe unter Druck. Richtig ?
Doppelrohr?
Richtig! Aber Du brauchst dort unten keinen Pumpendruck über atmos. Druck, sondern einen Druck unter atmos. Druck.
Nach dem Prinzip der WASSERSTRAHLPUMPE müsste man die
physikalische Abreißgrenze erst ab dem T-Stück rechnen oder?.
Möglich, aber sobald Du mit Deinen 2-3 bar in das T-Stück hineingehst, saugt die Pumpe nicht mehr aus dem Brunnen.
Laß uns doch erstmal eines klarstellen, reden wir von Brunnen oder von einer Zisterne?
Das bedeutet, daß noch weniger Wasser aus dem eigentlichen
Brunnen gesaugt wird. Denn der Wasserspiegel ändert sich nicht
und benötigt weiterhin einen hohen Saugedruck.
Event. reißt sogar der Wasserfaden ab und Du pumpst den Rest
des Wassers im Kreis, bis er heiß wird , verdampft und Deine
Pumpe den Geist aufgibt.
Das, was Du an der Hauswasserversorgung siehst, ist keine
Verbindung von Druck- und Saugeleitung, sondern dazwischen
liegt ein Ausdehnungsgefäß.
Dies ist eine Art Ballon, welcher den Druck in der Leitung
nicht sofort total absinken läßt, wenn die Pumpe nicht läuft.
Also den Druck hält.
Das Ausdehnungsgefäß liegt doch nicht zwischen Druck und
Saugleitung, sondern ist nur auf der Druckseite und deshalb
da, weil sich Wasser nicht komprimieren läßt und man einen
vernünftigen Ein und Ausschaltpunkt hat.
Lies mal Deine Beschreibung vorher, da schreibst Du, auch Hauswasserwerke haben eine Verbindung von der Druck- zur Saugeseite. Und ich schreibe dazu nur, daß das keine Verbindung ist, sondern das Ausdehnungsgefäß dazwischen liegt.
Sprich Delta T .
Nicht etwa Delta P?
So kann auch mal Wasser verbraucht werden, ohne daß die Pumpe
permanent anspringt.
Jetzt mal Hand aufs Herz, wie wolltest Du denn das
Rückschlagventil und das T-Stück an die Saugeleitung anbauen?
In 8 m Tiefe!
Das T-Stück kann man an ein flexibeles doppeltes Saugrohr
anbringen und dann in das Brunnenstandrohr einführen.
Wo ist das Problem?
Wie gr0ß ist denn der Innendurchmesser Deines Standrohres? Normal ist es so 11/2". Das wäre das Problem.
Das Brunnenrohr wird eingespült und da ist später kein Rankommen mehr. Ganz unten sitzt dann der Filter.
Gruß Harry
Hallo Werner
Antworte am Montag.
Das Standrohr hat 150mm Durchmesser.
Zysterne oder Standrohr haben doch die selben Bedingungen oder.
Delta P ist richtig (Schreibfehler)
Man sagte mir so ein Aufbau funktioniert.
Schönes Wochenende
Gruß Harry
Hallo Werner
Antworte am Montag.
Das Standrohr hat 150mm Durchmesser.
Hallo Harry!
Mit 150 mm Durchmesser wird das nichts. Zumindest nicht mit einer kleinen Kreiselpumpe vom Baumarkt.
Zysterne oder Standrohr haben doch die selben Bedingungen
oder.
Bei dieser Frage von mir ging es darum zu wissen, wie man an ein eingeschlemmtes Rohr in 8 m Tiefe kommen will. Wenn Du natürlich ein 150 mm Rohr hast, mußt Du das Ganze noch mal genau erklären! Willst Du in dieses 150 mm Rohr ein zweites Saugerohr schieben???
Wenn ja, war die ganze Diskussion bis jetzt nichts wert, weil, unter normalen Bedingungen das eingeschlemmte Rohr auch das Saugerohr ist. Aber von sehr viel kleinerem Durchmesser.
Delta P ist richtig (Schreibfehler)
Man sagte mir so ein Aufbau funktioniert.
Dann probier es. Es wird nicht klappen. Erzähl mir aber dann nicht, Du hättest eine Kolbenpumpe!!
Gruß Werner
Schönes Wochenende
Gruß Harry