Moin,
in einem Kellerraum sammelt sich nach langanhaltenden und ergiebigen Regengüssen gerne mal ein paar Eimerchen Wasser auf dem Boden. Nicht wirklich schlimm, aber lästig.
Das Problem: wie kann man rausbekommen, wo das Wasser eigentlich durch die Wand (oder doch durch den Boden?) kommt? Ich habe echt keine Lust, mir bei jedem Regenwetter ein Feldbett im Keller aufzuschlagen und Wände zu bewachen. Und irgendwelche Spuren, welchen Weg das Wasser genommen haben könnte, gibt es nicht.
Jemand eine Idee?
Gruß
Stefan
Hallo !
Wenn Du selbst keine Lust hast, in Deinem Keller die Leckstelle zu finden, gibt es eine andere Möglichkeit :
Du stellst drei Arbeitslose ein und läßt sie unten rund um die Uhr aufpassen. Jeder 8 Stunden am Tag.
mfgConrad
Hallo,
ist das nur in einem Raum oder im ganzen Keller ?
Wenn es nur in einem Raum ist, dann teil den doch mal in 2 Hälften (Dachlatten mit Silikon auf den Boden kleben) und dann schauen ob´s nur auf der Außenwandseite ist oder so… das wäre so meine Idee… danach kannst du das ja weiter eingrenzen.
Oder du legst den Raum mit einer Plastikplane aus, die du am Rand festklebst. dann sieht man nachher ob das Wasser über oder unter der Plane ist
Wenn es aus der Wand kommt dann müßtest du aber auch was an der Wand sehen, Wasserflecken oder Putz der sich abhebt oder sowas
Grüße
Chris
Hallo Stefan,
wo Wasser rauskommt, ist es feucht. Diese Feuchtigkeit ist messbar. In deinem Fall denke ich an aufsteigende Nässe in den Wänden. Der Kellerboden kann schon dicht sein (Beton?), aber die Wände sind gemauert. Da zieht die Feuchtigkeit nach oben und läuft bei erster Gelegenheit waagerecht ab. Doch die Wände müssen trotzem noch in sichtbarer Höhe (oder bis zu einer dichten Trennung) feucht sein.
Andererseits, wenn ein paar Eimer Wasser sehr schnell nach einem Regen zusammenkommen, so würde ich nach Schleusen Ausschau halten, die überlaufen (oder eine defekte Rückstauklappe). Regenwasser kann auch aus undichten Fallrohren austreten und direkt sich den Weg in den Keller suchen. Wasser ist bekanntlich faul. Und zuletzt inspiziere eventuell vorhandene Lichtschächte, die können vollaufen und sich in den Keller ergießen (auch durch geschlossene, aber undichte Fenster!).
Gruß
André
Hi,
und erst mal schönen Dank für die bisherigen Antworten.
So, jetzt noch meine „General-Erwiderung“:
Das Problem ist, dass der Keller aus großen hellgrauen Betonsteinen mit einer groben Struktur gemauert ist - ohne Putz. Wenn man da unten an der Mauer ein Glas Wasser hinkippt, sind nach einer halben Stunde mindestens 3 Steine an der Oberfläche „dunkelfeucht“. Man kann dann nicht mehr erkennen, ob das Wasser an die Wand gespritzt oder unten ausgegossen wurde. Das meinte ich mit „keine Spuren“.
Das Wasser kommt durch keinen Lichtschacht (so hoch geht das „dunkelfeucht“ nämlich nicht) und auch Rohre u.ä. sind weit weg am anderen Ende des Hauses.
Vor allem aber ist das Wasser unberechenbar. Es kann tagelang regnen und es kommt nichts. Es kann aber auch ein ordendlicher Wolkenbruch ausreíchen und nach 12-24 Stunden ist der Keller nass. Daher fällt auch die wirklich nette Idee mit den Arbeitslosen weg… 
Ich hoffte halt, es gäbe irgendeinen alten Handwerkertrick, mit dem man herausfinden könnte, in welcher Richtung die Durchfeuchtung stattfindet.
Mir ist jetzt die Idee gekommen, kleinste Klümpchen von (trockener) Wassermalfarbe (Schulmalkasten) in Abständen in die Steinporen zu drücken. Aber ob die Fließgeschwindigkeit des Wassers auf der Steinoberfläche ausreicht um gerichtete Farb-Schlieren zu bilden? *grübel*
Gruß
Stefan
Hallo,
Vor allem aber ist das Wasser unberechenbar. Es kann tagelang
regnen und es kommt nichts. Es kann aber auch ein ordendlicher
Wolkenbruch ausreíchen und nach 12-24 Stunden ist der Keller
nass.
Das untermauert meine These mit dem Fallrohr. Regnet es normal, dann läuft die Brühe weg. Haut es Wasserwände runter, so ist der Kanal voll und läuft über. Bei einem meiner betreuten Häuser hatten die Handwerker schlicht das Fallrohr unterirdisch mit einem T-Stück verlängert, den Abgang schräg nach oben gelegt (vielleicht sollte noch was dran), aber das Verschließen des Lochs vergessen. Folge: wenig Wasser - Wasser läuft bestimmungsgemäß ab, viel Wasser - Brühe war im Keller.
Junge, kontrolliere deine Fallrohre! 
Ach so - keine Schleuse im Keller? Keine defekte Rückstauklappe unter einer Revisionsöffnung?
Gruß
André
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