Nachträgliche Dämmung vom Dach

Hallo,
ich bin gerade dabei ein Haus zukaufen.Ist schon etwas Älter (Bj 1964).Da der Dachbereich nicht isoliert ist, würde ich das gerne noch machen. Was mache ich mit den Dachschrägen? Nachträglich Glaswolle einzubauen ist wohl ein wenig schwierig.Ein Bekannter meinte, es gebe so eine Art Granualt,was zwischen die Dachsparren gekippt werden könnte. Allerdings, mehr konnte er mir dazu nicht sagen.Hat von euch jemand Erfahrung mit diesem Material? Wenn ja, wie heißt es, wo bekomme ich es und was kostet es?
Vielen Dank
J-P

Hallo JP
Nachdem noch niemand geantwortet hat versuch ichs mal.
Das „Nachträglich Glaswolle einbauen“ ist immer recht problematisch.
Vor allem wenn nicht die ganze Fläche von unten zugänglich ist.
Mit „einfach was reinkippen“ wäre ich ziemlich vorsichtig. Insbesondere wenn der Raum vielleicht später noch bewohnt werden soll.
Du musst nämlich ÜBERALL auf der warmen, also der Raumseite, eine Dampfsperre anbringen. Ansonst wird im Winter wenns draussen kalt ist Deine Isolierung durch die eindringende Raumluft feucht werden und damit die Isolierwirkung immer schlechter werden. Damit nicht genug wird das umgebende Holz nass und fault mit der Zeit. Das mit dem „Feucht“ kann so weit gehen, dass an von Dir als unmöglich angesehenen Stellen Wasser heruntertropft. Das habe ich selbst schon bei einem Bekannten erlebt der mich nach einer kleinen Spenglerarbeit im Verdacht hatte gemurkst zu haben. Bei der Suche nach dem Leck stellte sich dann heraus, dass er bei der Dampfsperre an seinem Dachfenster selber gepfuscht hatte.
Ich hoffe ein wenig geholfen zu haben, auch wenn es nicht direkt die Lösung bringt.

Gruß Armin

Hallo j-p,
habe letztens so was ähnliches auf einer Baumesse gesehen, nannte sich iso-floc. Habe jetzt auf die schnelle nur folgenden link gefunden:http://www.bauservice-pfeil.de/html/dammung.html
Soll jetzt keine Werbung sein sondern nur damit du mal siehst was ich meine, vielleicht noch mal selber googlen.
Hoffen ich konnte helfen.
Mit freundlichen Grüßen
René

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Hallo,
wie von Armin schon beschrieben, ist es nicht damit getan, da einfach was reinzuschütten.
hier findest Du Konstruktionszeichnungen für alle möglichen Wärmedämmungen:
http://www.gutex.de/konstruktionen/index.html
leider sehr hoher Aufwand.

Es gab mal eine Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft…

„Hinweise zum Energiesparen Merkblatt 15“
„Wärmeschutz an Dach und Kellerdecke“
Da war eine sehr schöne Zeichnung dabei und Erklärungen, warum was wie.
Die Seite ist seit kurzem leider nicht mehr verfügbar.
Dafür gibt es jetzt Merkblätter zum Thema, aber halt nicht online, man muß sie bestellen. Ich denke, dass die oben genannten „Hinweise“ da mit dabei sind.
Gruß
Peter

Vielen Dank
Vielen Dank an euch.Eure Hinweise und Links sind mir sicherlich ein gute Hilfe.Allerdings bin ich mir jetzt noch unsicherer, wie ich es jetzt machen werden.Vielleicht sollte ich in den sauren Apfel beissen und die Dachverkleidungen rausnehmen, damit ich dann doch eine vernünftige und langfristig effektive Isolierung bekomme.
Danke nochmals
J-P

Hallo J-P,

der prinzipielle Aufbau (von innen nach außen sollte sein:

Irgend was festes (z.B. Rigips mit Unterlattung)
Dampfsperre
Isolierung
Unterspannbahn (seeehr wichtg, ohne gehts auf keinen Fall!)
Lattung
Dachpfannen

Ohne Unterspannbahn würde die Isolierung bei den kleinsten Beschädigungen der Dachpfannen versiffen und im Extremfall runterkrachen. Auf jeden Fall gibts dann mit fast 100 %iger Wahrscheinlichkeit Probleme (massiv!) mit Feuchtigkeit.

Die Dampfsperre und die Unterpsannbahn muß fehlerfrei eingebaut werden, sonst gibt es Probleme und ein Laie ist üblicherweise nicht dazu in der Lage.

Gandalf