Hallo,
ich habe auch festgestellt, daß viele sogenannte Fachleute
keine Ahnung von Physik haben (ich meine damit Handwerker
incl. Handwerksmeister). Man kommt also nicht drumherum
sich selbst damit zu beschäftigen und also viele Meinungen
(und vor allem Begründungen dazu) einzuholen, um sich selbst
ein Bild zu machen.
Diese Fachleute machen alles so, wie sie es mal gelernt
haben bzw. so wie es normalerweise sein muß. Bloß die
Bedingungen sind nicht immer die selben. Bestimmte falsche
Ansichten halten sich oft auch über lange Jahre.
Ich bin selber nun aber kein Bausachverständiger.
Deshalb nehme meine Antwort mal nur als Anregung.
Prinzipiell gebe ich erstmal nur wieder, was offensichtlicher
Stand der Technik im heutigen Fertighausbau ist.
Was da heute gemacht wird, ist technologisch inzwischen
ziehmlich ausgereift. Nun muß man aber nach den
Unterschieden zur Altbausanierung sehen. Nicht alles darf
1:1 übernommen werden, weil bei Altbauten auch nach der
Sanierung noch die Bautechnologie von vor 100…300Jahren
mit drin ist.
ich stehe vor ähnlichen Problemen und mittlerweile komme ich
zu dem Ergebnis, dass beim Thema ‚Renovieren von Altbauten‘ -
wenn Du 4 Fachleute fragst, Du mindestens 8 Antworten
bekommst, je nachdem, ob man an einem geraden oder ungeraden
Tag fragt. Besonders krass ist das, wenn es um Dampfsperren
und Innen-oder Außendämmung geht. Aber auch zu der Frage
Fliesen auf Holzdielen geht es ähnlich. Oder wie dämmt man
eine Bruchsandsteinmauer wenn man aus vielen Gründen keine
Innendämmung will.
Darf man nun Holzdielen so abdichten, dass es wasserdicht :wird
Einerseits würde ich sagen, es muß sein. Sonst wirkt
jedes bischen Wasser, daß durch Ritzen und Fugen bis ans
Holz kommt und es gammelt bald.
Allerdings muß nun auch die Schnittstelle nach außen
beachtet werden. Ein altes Haus ist ja nicht so aufgebaut,
wie ein modernes Fertighaus. Beim modernen Haus wird
von Anfang an darauf geachtet, daß keine Schwachstelle
an der Außenhaut ist, durch die Feuchte eindringen kann.
Beim alten Haus ist das wahrscheinlich nicht so, bzw. kann
nicht garantiert werden. In dem Fall muß man also damit
rechnen, daß in versiegelte Räume doch etwas Feuchte von
außen eindringt und dann ist der Schaden vorprogrammiert.
Letzendlich kann das nur vor Ort von Fall zu Fall
entschieden werden.
Wenn Du z.B. in einem Holzhaus ein Bad einbauen willst,
dann würde ich das in dem Raum so machen, wie es nach
neuestem Stand der Technik möglich ist (also möglichst
perfekt abdichten, so wie ich beschrieben habe). Das heißt
ja nicht, daß die Bausubstanz nach außen hin dicht gemacht
werden soll. Nach unten hin kann man die Decke ja offen
lassen oder den Zwischenraum belüften.
Am kritischsten sind wahrscheinlich immer die Schnittstellen
zur Außenwand (also z.B. Übergänge von Deckenbalken zur
tragenden Außenwand).
? Siehe z.B. hier:
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwe…
An sich ist das der sichere Weg.
Dort sicher abdichten, wo in jedem Fall mit viel Feuchte
und auch mal mit Überschwemmung zu rechnen ist, aber
andererseit Möglichkeiten um trocknen.
Es ist zum Mäuse melken.
Was ich aber gefunden habe:
http://www.maison-eugenie.de/lazemoflex/index.htm
Dort unter Objektberichte gibt es einen Beitrag ‚Fliesen auf
Holzdielen‘. Was hältst Du davon??
Kann ich nicht beurteilen. Wenn eine Decke gut tragfähig
ist und man in der Höhe noch Platz hat, dann ist so ein
Schwimmestrich sicher optimal.
Wenn man weniger Platz hat, dann würde ich 22mm Spanplatte
draufschrauben, evtl. sogar doppelt überlappend.
Allerdings quer auf die Dielen ist ja auch schon doppelt.
Das ist auch sehr gut tragfähig und in Verbindung mit
gutem Flexkleber sollte es keine Probleme geben.
Dieser Lazemoflex Belag hat nur 4mm + etwas Mortelschicht.
Das ist ein Lösung, wenn man keine höheren Bodenaufbau
mehr machen kann. Mit einer massiven 22mm MDF ist das
sicher nicht zu vergleichen.
Gruß Uwi