Hallo,
Hi,
den Erfahrungen nach, die wir hier mit Altkleidersammlung
für russische Kinder im Tschernobylverein machen und allg.
auch mit den Erfahrungen bei Hilfssammlungen in
Katastrophenfällen (z.B. Elbehochwasser) kann ich Dich nur
etwas in Deiner Mildtätigkeit bremsen.
Aha, aber wieso?
habt Ihr Ideen was man mit Kleidung (Hosen, zumeist Jeans,
Pullis, Sweatshirts, T-Shirts, Kleider, Blusen) machen kann,
die teils noch tragbar ist, teils verschlissen ist?
Verschlissenes ist Müll!!!
Noch tragbares ist zu 95% Müll!!!
Finde ich nun maßlos übertrieben.
Das wollen nicht mal die armen haben, den auch die tragen
nicht gerne altes Zeug von anderen Leuten.
Ob sie es nicht gern tun, sie tun es meistens notgedrungen doch, oder?!
- Idee: nach Konfektionsgröße ordnen und im Paket verkaufen.
Wer will ein Paket Müll kaufen wollen?
Du argumentierst so als dem so wäre, und das finde ich nicht okay.
Ich denke mal, manches ist straßentauglich
Wenn es wirklich noch in Schuß ist und nicht zerrissen
und keine kaputten Reißverschlüsse hat und nicht völlig
aus der Mode ist, dann kannst Du es Bedürftigen anbieten
oder auch einzeln delariert irgendwo verscherbeln.
Da mag unsere Meinung auseinandergehen. Beispielsweise war bei einer Jeans beim ersten Tragen, wohl bei einem Hängen bleiben am Zaun, ein Stück vom Stoff eingerissen. Es so einfach mit der Nähmaschine flicken, und die Hose für Hausarbeiten oder Gartenarbeiten verwenden, wäre sicherlich kein Problem, zumal man unter’m Pulli nichts davon sieht. Manche reißen sogar absichtlich Löcher in ihre neue Jeans.
Gut, dann bestimmen sie Größe und Richtung…
Ich sah auch schon speziell bearbeitete Jeans, bei denen Löcher gerissen wurden und diese dann mit Stoff übernäht wurden. So wurden originelle Sachen gebastelt. Das mag für viele Leute vielleicht nichts sein, doch möglicherweise interessiert es ein paar. Was jemand noch trägt, hat wohl teils mit dem zur Verfügung stehendem Geld zu tun bzw. Prioritäten, wofür jemand sein Geld ausgibt und wie wichtig der „Look“ ist.
Ich hatte mal ein paar Jahre eine Phase in meinem Leben, in der wenn ich auf der Straße jemanden fragte ob er oder sie mir Geld wechseln könne (weil ich mal wieder nichts passend für die Telefonzelle hatte), die Leute „nein“ sagten ohne nachzusehen. Das machte mich im Laufe der Zeit stutzig. Als ich dann mein Geld in der Hand wechselbereit zeigte, fanden sich auf einmal die meisten Leute bereit zu wechseln. Hmmm. Kann es sein, daß die Leute meine Frage so verstanden: „Haste mal 'ne Mark?“
Zu Hause hatte ich mir gerade einen CD-Player für vergünstigte 1800 DM und einen Receiver für 1650 DM gekauft. Ich war Anfang 20. Als ich z.B. in den Laden ging um den CD-Player abzuholen, was ich vorab telefonisch besprochen hatte, schaute der Verkäufer zu mir und dann zu einer türkischen Familie, und obwohl ich vorher da war, ging er sie bedienen. Als ich dann dran kam, fielen ihm die Augen raus, daß ich den CD-Player holen wollte. Ich fand zwar meine Klamotten nicht schlimm (ausgewaschener Schlapperlook), doch scheinbar manch andere. Vielleicht lag es aber auch an ganz was anderem, daß die Leute in puncto Geld bei mir so zögerlich waren.
Ob es ein geänderter Look oder eine schleichend sich geänderte Einstellung war, jedenfalls hatte ich dann keine Probleme mehr damit.
Beispielsweise ist noch eine Jeans dabei, die ca. 3 - 5 mal getragen wurde und der Reißverschluß sich verheddert hatte und kaputt ging. Die Jeans kostete neu ca. 35 EUR. Was kostet ein Reißverschluß? Und wo ist das Problem nochmal einen Reißverschluß einzunähen? Gut, es mag etwas Arbeit sein und man braucht ein wenig ein Händchen dafür, doch deshalb die Jeans gleich ganz wegwerfen? Das finde ich auch Vergeudung von Ressourcen.
bzw. für Hausarbeiten ist alles geeignet.
Und wer ein geschicktes Händchen hat, kann auch
z.B. fehlende Reißverschlüsse ersetzen
Max. bei wirklich hochwertigen und teuren Sachen lohnt
das noch. Ansonsten ist kaputt = Müll !!!
Niemand wird sich dieser Sache noch anehmen, es sein
denn Du hast private Abnehmer dafür.
Wieso soll es sich ausgerechnet nur noch bei „teuren“ Sachen lohnen? Der Preis hat nicht zwingend was mit Qualität zu tun. Und was ist „teuer“? Das wird ja wohl auch am perönlichen Ermessen erliegen. Beispielsweise kaufte ich mir mal als Schülerin durch eine Bekannte, die Schneiderin ist, auf einer Modemesse ein rotes Kostüm zum EK-Preis von 330 DM. Und für mich war das teuer. Für andere war das wohl ein Klacks, den sie nicht mal im Geldbeutel merken würden. Also, alles relativ.
oder einen Riß mit Stoff übernähen usw.
ist Müll.
Ansichtssache. Es hängt davon ab, finde ich, wie der Ausgangsstoff aussieht. Und wenn dieser noch relativ neu ist…
- Idee: wieder im Paket verkaufen und für Patchwork-Arbeiten
anbieten?
Wer braucht sowas???
Kann Dir keine Namen nennen, doch z.B. zusammen geschnittene Stoffe habe ich auch schon bereits bei Ebay gesehen.
- Idee: immer noch paketweise verkaufen, denn es mag
ja sein, manche verarbeiten die Sachen weiter, z.B.
aus den Jeans Handtaschen machen. Hatte selbst mal eine
und habe immer noch eine kleine.
Und dafür soll jemand ein Paket Müll kaufen wollen?
Du gehst wohl automatisch bei Allem von Müll aus. 
- Idee: alles (wenigstens Reparaturbedürftige) in die
Kleidersammlung?
Was verstehst Du unter Kleidersammlung?
Tja, hier gibt es einerseits Kleidercontainer und dann sammeln hier immer wieder die unterschiedlichsten Firmen für Transporte in arme bzw. ärmere Länder. Allerdings habe ich auch gehört, daß das nicht teils gar nicht stimmen würde, und daß diese Firmen die Sachen verkaufen würden bzw. zum Lumpenhändler brächten. Und dafür finde ich nun Vieles zu schade.
Es gibt einen Unterschied zwischen „Kleidersammlung“
und Alttextilverwertung. Was Du meist ist eher das zweite.
Magst Du mir sagen, was ich meine?
Würdet Ihr auf eine der Ideen eingehen mögen oder habt Ihr
andere Ideen bzw. Verwendungszwecke?
Wen Du wirklich noch gute Sachen hast, die für eine
Spende taugen, (nicht billige ersatzweise Entsorgung)
dann gebe Sie in gewaschenem und ordentlich gelegtem
Zustand an Hilfseinrichtungen (vorher aber nachfragen,
ob Bedarf ist).
Nie käme ich auf die Idee Wäsche dreckig wegzugeben. Ordentlich zusammengelegt… wenn dann wird sowas meistens in einen Sack gepackt, was willst Du da groß sauber ordentlich die Sachen zusammenlegen. Klar, man knüllt sie nicht rein aber Kante auf Kante legen, nö… 
Tut mir leid, wenn ich Deine lllusionen nehme, aber es
ist die Meinug vieler Leute, daß Sie Sachen die ihnen
selbst nichts mehr Wert sind anderen noch viel Wert sein
müssten. Das ist selten der Fall.
Tja, manches wird weggegeben, nicht weil es mir / uns nichts mehr wert ist, sondern weil der Stil sich geändert hat oder die Konfektionsgröße. Oder mir fallen gerade zwei ungetragene Blusen ein, die eine hat zu lange Ärmel und ich schaffte den Umtausch nicht, und die andere muß in geistiger Umnachtung (Blusenmuster) gekauft worden sein.
Dementsprechend wird oft mehr als die Hälfte gespendeter
Sachen anschließend auf Kosten der Spendenorg. entsorgt.
Ja, das habe ich auch schon mal gehört. Doch es hängt halt davon ab, wo man die Wäsche hingibt. Sicherlich wäre es schön, teils dafür noch was zu bekommen. Doch für die Lumpensammlung ist Vieles zu schade. Bei uns laufen mittlerweile auch immer mehr Obdachlose rum. Und die tragen teils Klamotten, gegen die die angebotenen Sachen alle noch neu wirken bzw. sind. Eine Möglichkeit wäre z.B. auch, diesen Jacken zu geben. Von den Jacken ist kaum eine sonderlich getragen.
Aber gleich wie es ist, die Spendenorganisationen machen mit der Entsorgung wohl keinen Verlust, sonst würden sie keine Kleiderspenden mehr annehmen. Allerdings hörte ich mal, daß mit der Rezession auch die gespendete Kleidung abgetragener ist und teils mehr entsorgt werden würde. Doch ich nehme mal an, daß das dann an „Lumpensammler“ geht.
Das wird bloß meist nicht an die große Glocke gehängt,um
die Spendenwilligkeit der ach so mildtätigen Bürger
nicht zu unterminieren.
Gruß Uwi
Wieso so zynisch? Stell’ Dir einfach vor, es gäbe gar keine (Kleider-)Spenden mehr… was wäre schlimmer?
Ciao,
Romana