Schall- und Wärmedämmung Dachgeschoß

Hallo zusammen,

unsere Zwischengeschossdecke aus Holz soll schallgedämmt und das Dach wärmegedämmt werden.
Früher wäre ich in den Baumarkt gefahren und hätte ein paar Rollen ISOVER geholt und gut ist. Nun hat man uns im Fachhandel davon abgeraten und zur ökologischen Wärmedämmung aus Zelluloseplatten geraten.
Abgesehen vom wesentlich höheren Preis würden gerade die Zelluloseplatten den Punkt der Schalldämmung besser erfüllen.
Die Verarbeitung soll auch angenehmer sein. Von den Wärmeklassen nehmen sich beide nichts.

Hat jemand Erfahrung mit den beiden Stoffen und kann das eine oder andere bestätigen?

Gruss
Andreas

Hallo,

Nun hat man uns im
Fachhandel davon abgeraten und zur ökologischen Wärmedämmung
aus Zelluloseplatten geraten.
Abgesehen vom wesentlich höheren Preis würden gerade die
Zelluloseplatten den Punkt der Schalldämmung besser erfüllen.
Die Verarbeitung soll auch angenehmer sein. Von den
Wärmeklassen nehmen sich beide nichts.

In diesem Bereich bekommst Du von jedem Hersteller etwas anderes erzählt. Siehe mal meine Frage weiter oben.
Hat Dir der Fachhandel auch etwas zu den Brandschutzklassen gesagt oder dazu, durch welche Beigaben die Zellulose schwer entflammbar wird oder z.B. Insektenresistent?
Bei mir kommt jedenfalls als Kompromiss Steinwolle - keine Glaswolle! - rein.
Da können die Öko-Fuzzys ruhig zetern
Gruß
Peter

Hallo,

Glaswolle ist zwar etwas lästiges Zeug bei der Verarbeitung,
aber nicht sehr gefährlich in Bezug auf Feinstaubentwicklung.
Wenn das Zeug verbaut ist, dann macht es auch keine Probleme
mehr, weil dann durch die Dampfsperre eh nix mehr durchkommt.
Weil rein mineralisch ist, gibts keine Probleme damit, daß
es irgend welchen Viechern schmecken könnte.
Wegen Feuchte verrotten/verfaulen tut es auch nicht.

In Bezug auf Brandschutz ist Glas- und Steinwolle allemal
optimal. Derzeit entspricht es es immer noch voll dem
Stand der Technik.

Was die Schalldämmung angeht., wird die Isolierung eh nur
einen bescheidenen Anteil ausmachen.
Zur Schalldämmung braucht man zuerst dichte Wände
-> keine Löcher/Spalten (auch nicht an Fenstern/Türen).

Dann wird die Schallübertragung vor allem durch massive
Wände gut unterdrückt -> also möglichst dicke Beplankung
(z.B. 22mm-Spanfaser + 18mm Gipskarton).

Fü eine optimal Trittschalldämmung wird ein Bodenaufbau auf
einer speziellen Schall-Dämmschicht empfohlen.

Un die Unterspannbahn unter dem Ziegeldach nicht vergessen!
Gruß Uwi

unsere Zwischengeschossdecke aus Holz soll schallgedämmt und
das Dach wärmegedämmt werden.
Früher wäre ich in den Baumarkt gefahren und hätte ein paar
Rollen ISOVER geholt und gut ist. Nun hat man uns im
Fachhandel davon abgeraten und zur ökologischen Wärmedämmung
aus Zelluloseplatten geraten.
Abgesehen vom wesentlich höheren Preis würden gerade die
Zelluloseplatten den Punkt der Schalldämmung besser erfüllen.
Die Verarbeitung soll auch angenehmer sein. Von den
Wärmeklassen nehmen sich beide nichts.

Hat jemand Erfahrung mit den beiden Stoffen und kann das eine
oder andere bestätigen?

Gruss
Andreas

Auch hallo,

also ich habe mein DG mit cellulose gedämmt, aber in lockerer form, also wird die ganze sache eingeblasen.
hat klar die vorteile:
erst die dampfbremse sauber aufspannen (ohne jeglichen gegendruck von der isolierung, konterlattung drauf und dann einblasen lassen. saubere sache, bei anständiger verarbeitung abslolut fugenfrei (logisch, oder?).
haltbar (insekten etc.) gemacht wird der stoff mit borsalz, welches als unbedenklich eingestuft ist.
der kaminkehrer verlangt allerdings direkt am kamin eine isolierung mit glas- oder steinwolle. keine ahnung warum, brandschutzklasse ist identisch…

glaswolle steht immer noch in der kritik…auch wenn die dampfsperre (nicht BREMSE) dicht ist… hast einmal einen deckenhaken durchgedreht, hast du den „glasstaub“ im haus.

kompromiss ist die steinwolle (aber die beisst auch auf der haut).

vom schallschutz kann ich ausnahmslos die eingeblasene cellulose empfehlen (ist ein erfahrungswert), die ja mit „hohem“ druck eingeblasen wird und dadurch eine hohe eigenmasse entsteht…

tip von einem ökofuzzi: solltest du die isolierung mal entsorgen müssen, kann cellulose theoretisch auf den kompost geworfen werden.
glaswolle muss über den problemmüll entsorgt werden.
eternit war ja auch mal das non plus ultra…

gruß

markus

hallo Markus,

tip von einem ökofuzzi: solltest du die isolierung mal
entsorgen müssen, kann cellulose theoretisch auf den kompost
geworfen werden.

Deine Regenwürmer freuen sich da sicher besonders.
Ich bin kein Fachmann und muss mich deshalb auf Aussagen von mir glaubhaft erscheinenden Fachleuten verlassen.
Deshalb mal noch zu dem Thema:

zur Steinwolle:
Da gibt es ja im Internet geradezu massenhaft das Grauen der Krebserkrankung andeutende Seiten.
Der Trick dabei ist, dass Steinwolle durchaus richtig der Kategorie „Mineralwolle“ zugeordnet wird.
Und dann wird durch ständiges Hin- und Herspringen zwischen Asbest, Glaswolle und Steinwolle versucht, der Steinwolle gegenüber die gleiche Hysterie zu entfachen, wie das mit Asbest geschehen ist.
Es gibt eine schweizer Seite, die das bis zum paranoiden Exzess praktizieren.

Der wesentliche Unterschied von Steinwolle zu Asbest ist aber:

http://www.elkage.de/PHP/fachbegriffe.php?id=1727
„…Neu entwickelte Steinwollprodukte bestehen aus Fasern mit einer erhöhten Biolöslichkeit und werden, falls sie eingeatmet werden, dreimal schneller aufgelöst als die früher verwendeten Produkte. Im Gegensatz zu den als krebserzeugend eingestuften Asbestfasern spalten sich Steinwollfasern übrigens nicht in Längsrichtung, sondern brechen quer, so dass die kritischen Faserlängen keinen dauerhaften Bestand haben…“

Und dann wird Zellulose propagiert, die mit Borsalz schwer entflammbar und insektenresistent gemacht wird.
Nun könnte man meinen, Insektenresistenz bedeutet, dass die da gar nicht erst drangehen. Da gibt es aber unterschiedliche Aussagen dazu.
Verschwiegen wird jedenfalls, dass es sich hier um ein Insekten- und PflanzenGIFT handelt.

http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwe…
„…prinzipiell ist Borsalz sehr gut geeignet, da es keine Gasphase hat und damit auch nicht an die Luft abgast. Der Gesundheitsschutz der Bewohner ist so gut gewährleistet. Borsalz wird von den Larven aufgenommen, indem sie imprägniertes Holz fressen. Deshalb kann es vorkommen daß nach einer behandlung noch einzelne Vollinsekten ausfliegen. Nich unbedingt alle Larven haben eine durchtränkten bereich gefressen. Beim Ausschlüpfen muß der Käfer jedoch auf jeden Fall Bor aufnehmen, wenn das Bauteil neben der Lochinjektion auch oberflächlich gestrichen wurde. Man kann davon ausgehen, daß mittelfristig ein Befall abstirbt wenn Borsalz verwendet wird.“
Und das nennt man dann ökologisches Bauen?

http://www.elkage.de/PHP/fachbegriffe.php?id=1887
„…Borsalz ist ein vorbeugendes Holzschutzmittel gegen Holzpilze einschließlich Bläuepilzen und Insekten, nicht jedoch gegen Moderfäulepilze, gleichzeitig ist es praktisch ungiftig für Mensch und Nutztiere, weshalb die Verwendung von Borsalz auch von Baubiologen akzeptiert wird. Im Erdreich wirkt Borsalz in Verbindung mit dem darin enthaltenen Wasser als Pflanzengift…“

Gruß
Peter