Photovoltaik-Anlage?

Hallo,

ein Bekannter von mir erzählte mir kürzlich von seiner neuen Photovoltaikanlage, daß der Kredit, mit welchem er die Anlage angeschafft habe, durch die Einspeisung von Strom ins Stromnetz nicht nur getragen werde, sondern, daß jährlich noch etwa 100 € als Gewinn übrig bleiben, solange bis die Anlage komplett abbezahlt sei und man dann den Reingewinn aus der Stromerzeugung einstreichen könne.

Hat hier vielleicht jemand konkrete Infos über derartige Anlagen und Kreditbedingungen?

Gruß, Uwe

Von Bob zur PV:
Na, da ist wieder eine Stammtischente unterwegs. Meine Erfahrung lautet : eine über 10 Jahre KfW-finanzierte PV-Anlage unter 3 kW peak ist ca. im 16. Jahr erst kostenneutral. Im Abzahlungszeitraum muß jedes Jahr mindestens der gleiche Betrag dazugelegt werden, den die Anlage erwirtschaftet. Die dadurch auflaufenden Schulden 2.Ordnung aus einer anderen Tasche werden ab dem 10. Jahr erst wieder abgezahlt. So richtig Freude macht eine PV-Anlage erst viel später, wenn sie netto Geld verdient. Dazu gehört erstklassiges Anfangs-Material und Spitzen-Verarbeitung und bestimmt ein 2. Wechselrichter. Meist ist die Anlage nach 15 Jahren aber so vergammelt und vernachlässigt, daß eine teure Überarbeitung nötig ist.
Die neueste, aktuelle Mega-Megawatt-Anlage in Deutschland verdient den Anlegern angeblich 7% netto im Jahr.Wie lange, ohne Geld nachzuschießen, ist noch offen. Dagegen werden den Landwirten hier am Bodensee für ihre besonders wartungs-unfreundlichen und i.d.R. ohne Überwachung verkauften 30 bis 50 kW-„Scheunendach-Anlagen“ über 10% Rendite vorgegaukelt. In zwei bis drei Jahren wird es ein böses Erwachen geben, wenn die versprochene Rente ausbleibt. Diese Anlagen bringen i.d.R. nur [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!
Ich bin dabei sehr vorsichtig, mir wurde so ein „Geldanlagemodell“ auch schon angeboten.
Was sind denn 100 Euro bei einer Investition von vielen tausend?
Du musst diese Anlage auch versichern, und irgendwann ist sie auch verbraucht.

Und für die Umwelt tust Du auch nichts,
ehr für die Wirtschaft und die Banken,
und zwar auf Kosten der Steuerzahler und der Umwelt.

Grüße, Steffen!

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Hallo,
kukst Du hier
http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m381.htm

Sonnige Grüsse
Markus, der seine PV-anlage Wirtschaftlich betreibt.

Hallo Markus!

Es mag schon sein, dass man solch eine Anlage wirtschaftlich betreiben kann. Aber nur auf Kosten anderer.

Aus dem Link hab ich mal kopiert:
„Mit einer Gesamtleistung von 256 kW deckt der gesamte Anlagenpark während seiner zwanzig- bis dreißigjährigen Lebensdauer den kompletten Jahresbedarf von ca. 80 Haushalten mit umweltfreundlichem Strom.“

Das ist doch schonmal Unsinn.
Was passiert denn, wenn die 80 Haushalte komplett vom Stromnetz getrennt würden?
Dann sieht es abends schlecht aus mit dem Licht + Fernsehen, was man pro Haus ev. mit einer Gabelstaplerbatterie in den Griff bekommen könnte. Aber das wäre ökologischer Unsinn.

Aber im Winter, nachts, bei 20° minus, dürfen dann die normalen Kraftwerke wieder ausnahmsweise mit voller Leistung arbeiten?

Nach meiner Meinung sind die kleinen PV -Anlagen völliger Unsinn.
Wenn man eine Riesenanlage baut, vielleicht noch mit einem Pumpspeicherwerk gekoppelt, wäre das schon ehr sinnvoll.

Allerdings bin ich der Meinung, dass es effektivere und einfachere Möglichkeiten gibt, Sonnenlicht nutzbar zu machen.

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Steffen,

Nach meiner Meinung sind die kleinen PV -Anlagen völliger
Unsinn.

Ab wann…

  • lohnt sich eine Auto
  • lohnen sich Alufelgen
  • lohnt sich Metallic-Lack
  • lohnt sich ein Fernseher
  • lohnt sich eine Heizung
    Solarenergie ist kostenlos im Verbrauch
    Solarenergie macht unabhängiger von Energielieferanten
    Solarenergie ist für die nächsten 4 Milliarden Jahre verfügbar
    Solarenergie zeigt der Nachbarschaft, daß man an Umwelt und die Zukunft unserer Kinder denkt .
    35% der Gesamtenergie eines Haushaltes werden zum Heizen in die Luft geblasen, also warum nicht aus der Luft/der Sonne holen.
    warum sollte nicht jeder selbst Strom produzieren? Erst dann,wenn jeder neben einem Kohlekraftwerksschornstein oder Atom-Endlager wohnen würde wäre vielleicht ein anderes Bewußtsein da.

Viele Grüße
Markus

Hallo !

  • lohnt sich eine Auto

wenn man irgendwohin zur Arbeit muss, und es nicht anders geht

  • lohnen sich Alufelgen
  • lohnt sich Metallic-Lack

2 x Unsinn

  • lohnt sich ein Fernseher

Wenn man noch nicht völlig verblödet ist, kann man sich damit den Rest geben.

  • lohnt sich eine Heizung

wenn es kalt ist

Solarenergie ist kostenlos im Verbrauch

Aber die Anlage selbst ist ja wohl nicht kostenlos, und ewig hält die auch nicht

Solarenergie macht unabhängiger von Energielieferanten

Aber der Lieferant hat damit seine Probleme, würde ich mal behaupten, das bezahlt dann die Allgemeinheit.

Solarenergie ist für die nächsten 4 Milliarden Jahre verfügbar

Wenn alles gut geht schon…

Solarenergie zeigt der Nachbarschaft, daß man an Umwelt und
die Zukunft unserer Kinder denkt .

Das ist der beste Spruch des Tages, ich lach mich krumm,
das kommt wohl davon, wenn man zuviel Fernsehen schaut…

35% der Gesamtenergie eines Haushaltes werden zum Heizen in
die Luft geblasen, also warum nicht aus der Luft/der Sonne
holen.

Ist blos dumm, dass die Sonne meist nicht scheint, wenn man heizen muss , oder Licht braucht.

warum sollte nicht jeder selbst Strom produzieren? Erst
dann,wenn jeder neben einem Kohlekraftwerksschornstein oder
Atom-Endlager wohnen würde wäre vielleicht ein anderes
Bewußtsein da.

Solche Kleinanlagen sind vielleicht für ein Gartenhäuschen oder Parkscheinautomaten sinnvoll,wo kein Stromkabel liegt.
Auf den Hausdach halte ich PV für technisches Spielzeug.
Auch wenn es dafür eine menge Förderung gibt, ist das deshalb ökologisch nicht sinnvoll.
Warmwasserbereitung mit Solar finde ich da schon nützlicher, und plane demnächst, mir eine solche Anlage selbst zu bauen.
Gekauft und vom Fachmann installiert wäre das auch finanzieller Unsinn.

Grüße, Steffen!

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Hallo Steffen

Aber der Lieferant hat damit seine Probleme, würde ich mal
behaupten, das bezahlt dann die Allgemeinheit.

Im ersten Halbjahr 2004 wurden in Deutschland Solarstrommodule mit einer Leistung von 69,6 Megawatt (MW) produziert. Die Monatsproduktion konnte von Januar bis Juni von monatlich 7,4 MW auf 14,7 MW verdoppelt werden. Die Zahl der Arbeitsplätze allein in der Produktion von Solarzellen, Solarmodulen und Wechselrichtern stieg im ersten Halbjahr um 34% auf 2.855. Die gesamte Solarstrombranche wird bis Ende des Jahres ca. 15.000 Arbeitsplätze stellen. Dies ist der Erfolg der zum 1. Januar verbesserten Solarstromvergütung.
Soviel zur Allgemeinheit.

Solche Kleinanlagen sind vielleicht für ein Gartenhäuschen
oder Parkscheinautomaten sinnvoll,wo kein Stromkabel liegt.
Auf den Hausdach halte ich PV für technisches Spielzeug.
Auch wenn es dafür eine menge Förderung gibt, ist das deshalb
ökologisch nicht sinnvoll.

Ökologisch nicht sinnvoll?
Photovoltaik kann bereits im Jahr 2020 über eine Milliarde Menschen mit Energie versorgen. Dies geht aus einer Studie hervor, die am 18.01.2004 von der Umweltorganisation Greenpeace und dem europäischen Industrieverband für Photovoltaik (EPIA) in Brüssel veröffentlicht wurde.
Was ist nach Deiner Meinung Ökologisch sinnvoll?
Zudem; wenn die Preise für fossile Brennstoffe weiter so steigen, werden regenerative Energien schneller rentabel, als uns lieb sein kann, dann werden wir sicher froh sein uns den Luxus des subventionierten Kapazitätsaufbaus geleistet zu haben.

Viele Grüße
Markus

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Hallo Markus!

Trotz PV müssen die herkömmlichen Kraftwerke trotzdem genügend Leistungsreserven bereithalten, um eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Die Arbeitsplätze werden ja durch die Stromkunden finanziert,
im Innland gesehen bringt das also nicht viel. So eine Art ABM.
Wenn… natürlich sehr viel von der Technik exportiert wird,
bringt uns das schon weiter.

Als ökologisch sinnvoll sehe ich thermische Solaranlage, und die Versuche mit den Latentwärmespeichern, die es vielleicht tatsächlich irgendwann möglich machen, ein Haus auch im Winter mit der gespeicherten Solarwärme vom Sommer zu beheizen.

Wenn PV, dann stelle ich mir grössere Anlagen in den südlichen Ländern vor, rund um den Äquator verteilt, so dass rund um die Uhr irgendwo Strom erzeugt wird. Und dann gibt es noch andere Möglichkeiten ausser PV, Licht in Strom umzuwandeln, was aber bei Kleinstanlagen technisch unmöglich ist.

Grüße, Steffen!

Hallo Steffen,

Trotz PV müssen die herkömmlichen Kraftwerke trotzdem genügend
Leistungsreserven bereithalten, um eine Versorgungssicherheit
zu gewährleisten.

Gott hat die Welt auch nicht in einem Tag erschaffen.

Die Arbeitsplätze werden ja durch die Stromkunden finanziert,
im Innland gesehen bringt das also nicht viel. So eine Art
ABM.

Genau hier setzen Subventionen an.Die Wirtschaft setzt nur auf Technik die Zukunft hat und Wirtschaftlich ist.Ohne Subventionen währe in der Forschung vieles unmöglich.Nur so ist Fortschritt möglich.Man kann natürlich auf „Altbewährte“Technologie setzten ,muss aber dann in kauf nehmen dass man zum Entwicklungsland wird.

Als ökologisch sinnvoll sehe ich thermische Solaranlage, und
die Versuche mit den Latentwärmespeichern, die es vielleicht
tatsächlich irgendwann möglich machen, ein Haus auch im Winter
mit der gespeicherten Solarwärme vom Sommer zu beheizen.

Da würde ich eher auf die Wärmepumpentechnologie setzten.

Viele Grüße
Markus

Hallo Markus!

Da würde ich eher auf die Wärmepumpentechnologie setzten.

Die Wärmepumpe benötigt aber auch eine Menge Hilfsenergie, also Strom.
Soweit mir bekannt ist, ca. 1 Drittel.
Wenn man überlegt, wie der Strom entsteht, hat ein Öl- bzw. Kohlekraftwerk auch einen Wirkungsgrad von ca. 30 %.

Das hat nach meinem Verständnis den selben ökologischen Effekt, als wenn man das Öl zuhause im Ofen verbrennt.

Grüße, Steffen!

Hi Steffen,

Da würde ich eher auf die Wärmepumpentechnologie setzten.

Die Wärmepumpe benötigt aber auch eine Menge Hilfsenergie,
also Strom.
Soweit mir bekannt ist, ca. 1 Drittel.
Wenn man überlegt, wie der Strom entsteht, hat ein Öl- bzw.
Kohlekraftwerk auch einen Wirkungsgrad von ca. 30 %.

Das hat nach meinem Verständnis den selben ökologischen
Effekt, als wenn man das Öl zuhause im Ofen verbrennt.

Deine Rechnung:70%Energie Reinpumpen für 30%Rauspumpen.
meine Rechnung 20%Energie Reinpumpen für 80%Rauspumpen
meines Wissens liegt das Verhältnis von WP bei 20 zu 80.
Also beim Einsatz von 20%energie kommt 80% kostenlose Energie raus.Natürlich muß man auch die Kosten einer Installation solch einer Anlage berechenen aber ich denke immer noch Ökolgischer als Dein Ölofen.

Grüße
Markus