habe mich gerade gefragt, warum man Kreuzschlitz und Schlitzschrauben
benutzt. Kann man sich nicht einfach auf ein Format festlegen.
Oder hat es einen besonderen Grund, warum man zB in einem
Rechnergehäuse einen Haufen verschiedener Schraubenformate findet?
Welche Vor- und Nachteile haben Kreuz und Schlitz-Schrauben ?
habe mich gerade gefragt, warum man Kreuzschlitz und
Schlitzschrauben
benutzt.
Weil das dann mit dem E-Schraubern in der Fertigung und auch im Service rationieller funktioniert.
Kann man sich nicht einfach auf ein Format festlegen.
Oder hat es einen besonderen Grund, warum man zB in einem
Rechnergehäuse einen Haufen verschiedener Schraubenformate
findet?
Das ist der ganz normale Wahnsinn, damit´s den Technikern nicht langweilig wird oder damit die Werkzeughersteller immer was zum Anbieten haben ?
Welche Vor- und Nachteile haben Kreuz und Schlitz-Schrauben ?
Naja, die Schlitzschraube ist vielleicht einfacher in der Herstellung, Kreuzschlitz…s.o.
Es gibt noch interessantere Vertreter: TORX, Innenfünf- oder Sechskant mit und ohne Mittelstift und einige Spezialanfertigungen mit Dreiecken, und so weiter und so fort …
tja, Oliver,
ziemlich dämlich, finde ich auch.
Ich persönlich mag am liebsten den klassischen Kreuzschlitz (meine Tochter sagt Plus, Minus für Schlitzschrauben), weil sich da der Schraubendreher am leichtesten reinfummelt. Ich kann also auch leicht angetrunken noch zusammenschrauben.
Wenn’s superfest angezogen werden soll, finde ich Schlitzschrauben besser, aaaber: der Dreher muss ganz genau passen, dann kann man enorm viel Kraft draufgeben.
Torxe finde ich echt Scheiße, reine Schikane der industriellen Hersteller: Und wieder muss ein neues Werkzeug gekauft werden. Gemein, ne?
Das mal so dazu von - Anette
Die verschiedenen Schraubentypen unterscheiden sich in der Eignung für maschinelle Verarbeitung, im zulässigen Anzugsmoment, im Aussehen und im Preis. So ist bei jeweils gleichem Material der Kopf einer Innensechskantschraube härter als der einer Kreuzschlitzschraube, die wiederum härter als eine Schlitzschraube ist und ein höheres Anzugsmoment erlaubt. Der Schlitz einer Schlitzschraube wird maschinell gesägt. Der Schlitz teilt den Kopf und läßt ihn bei hohem Anzugsmoment auseinander brechen. Dagegen werden Kreuzschlitz oder Innensechskant in den Schraubenkopf gepreßt, sein Material damit verdichtet und verfestigt. Außerdem ist der Schraubenkopf ringsherum geschlossen, es gibt keine Schwachstelle wie beim Schraubenschlitz. Es gibt aber noch etliche weitere Unterschiede. So läßt sich an eine Schraube M1 für das Innenleben einer Armbanduhr kein Torx-Kopf anformen und die maschinelle Verarbeitung von Schlitzschrauben ist wegen der unvollkommenen Führung des Werkzeugs im Schraubenkopf nur schwer möglich.
Unterschiedliche Schraubenköpfe dienen also nicht dazu, wie in vorhergehenden Antworten vermutet, Langeweile bei Konstrukteuren zu vermeiden und es geht auch nicht um das Ankurbeln des Einzelhandelsumsatzes mit Schraubendrehern .
Also grundsätzlich lassen sich Schlitzschrauben mit einem Schrauber umnöglich verarbeiten, weil die das Werkzeug nicht zentrieren.
Das ist dem Heimwerker zwar ziemlich egal, aber wenn in der Industrie tausende Schrauben eingeschraubt werden müssen, ist das schlicht unmöglich.
Kannst ja mal den Akku-Schrauber nehmen und Schlitzschrauben verarbeiten…
Da sind die Kreuzschlitz schon viel besser.
Übrigens gibt es davon auch 2 Arten.
Einmal die normalen, wie z. B. die Gipskartonschrauben,
dann gibt es noch die Pozidrive- Schrauben, z. B. die Spanplattenschrauben. Da sind in den Ecken nochmal „kleine Ecken“.
Man sollte darauf achten, dass man auch das genau passende Werkzeug verwendet, sonst kann es Probleme geben.
Es gibt übrigens die unmöglichsten Schrauben…
gerade bei den Autos. Da hab ich auch sehr stark den Verdacht, dass da manchen Leuten die Arbeit erschwert werden soll.
Oder kann mir jemand erklären, warum in den Torx-Kopf noch ein Führungszapfen hineinmuss? Besonders an Teilen, wo der Hobbybastler nichts zu suchen hat.
Grüße, Steffen!
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Da hab ich auch sehr stark :den Verdacht, dass da manchen :Leuten die Arbeit erschwert :werden soll.
Oder kann mir jemand :erklären, warum in den :Torx-Kopf noch ein
Führungszapfen hineinmuss?
Solche Nettigkeiten finden sich z. B. an Luftmassenmessern. Aber, liebe Zeit, das kann doch wohl keine ernsthafte Hürde sein!? Aus einem Bündel gehärteter Stahldrähte passenden Durchmessers läßt sich ein „saugend-schmatzend“ passendes Werkzeug für solche Fälle herstellen. Oder man nimmt ein Torx-Werkzeug und bringt mit einem Hartmetallbohrer und einer sehr schnell laufenden Maschine bei guter Kühlung die passende Mittelbohrung ein. Oder man enthärtet das Torx-Werkzeug, Loch bohren, erneut härten.
Wenn wirklich keiner unentdeckt etwas aufschrauben soll, sind Schrauben mit einem abscherenden Kopf nützlich. Nach der Montage bleibt nur noch eine Fläche übrig, die keinen Anfriffspunkt für Werkzeuge läßt. Verguß ist eine weitere Möglichkeit, um Schrauber fernzuhalten, die nach erfolgloser Bastelei irgendwas von Sachmängelhaftung murmeln. Manchmal eignen sich Siegelfolien, die sich bei Manipulationsversuchen in ihre Bestandteile zerlegen oder aufgeklippte Deckel mir Rastnasen in den Tiefen eines Gerätes, wo nur mit raffiniertem Sonderwerkszeug heranzukommen ist und jeder andere Versuch verräterische Spuren hinterläßt.
Manchmal gehts aber nur darum, versehentliches Öffnen oder Verstellen zu verhindern. Eine Sonderschraube mit einem Kopf, in den kein arbeitsplatzübliches Werkzeug paßt, bietet wirksamen Schutz.
Den nicht autorisierten Eingriff kann man letztlich nicht verhindern, aber für seine Entdeckung läßt sich vorsorgen.
Wenn wirklich keiner unentdeckt etwas aufschrauben soll, sind
Schrauben mit einem abscherenden Kopf nützlich.
Ja, das gibt es auch.
Als bei meinem Auto das Zündschloss kaputt war, musste ich solche Schrauben lösen. Sozusagen als Diebstahlsicherung waren die nach meiner Meinung gedacht.
Übrigens habe ich vor einiger Zeit mal einen „Notfallkoffer“ gekauft.
Da sind so ca. 80 Bit´s drin, die ganzen Sonderformen.
Da gibt es wirklich die unmöglichsten Sachen, die ich auch noch nie gesehen habe.
Torxe finde ich echt Scheiße, reine Schikane der industriellen
Hersteller: Und wieder muss ein neues Werkzeug gekauft werden.
Gemein, ne?
Das mal so dazu von - Anette
mal ne andere Frage: wieviele kaputtgedrehte Schlitz und Kreuzschlitzschrauben hast du schon gesehen? Und wieviele kaputtgedrehte Torx?
Wie schon erwähnt sind die Torx nicht aus schikane entstanden sondern weil sie eine sehr sinnvolle Kraftübertragung ohne Abrutschen ermöglichen. Die Kosten? Da frag mal einen Handwerker, wie lange ein Kreuzschlitz-Bit hält und wie lange demgegenüber ein Torx-Bit. Ein paarmal mit dem Kreuzschlitz abgerutsch und Bit und Schraube sind im Eimer. Mit Torx gibts praktisch kein Abrutschen mehr (es sei denn, man ist selten dämlich).
Hallo,
nur noch als Anmerkung: Torx ist meines Wissens die sprachliche Verballhornung von torque.
Der Vorteil von Torx - oder auch Vielzahn oder Sternformen ist die geringe Tiefe, die man im Gegensatz zu etwa Innensechskant braucht.
Es hat seinen guten Grund, weshalb diese Schlüsselform eine erste breite Anwendung zur Befestigung von Wendeplatten gefunden hat.
Vor allem, wenn Verbindungen öfter gelöst werden müssen schlägt Torx jede Kreuzschlitz um Längen. Aber eigentlich hätte es der Fragestellerin auffallen müssen, dass es auch verschiedene Kreuzschlitzformen gibt. Ich gehe aber davon aus, dass sie das alles bei ähnlicher Größe mit einem Schraubendreher erledigt