Hallo!
Also meine Frage: Wie krieg :ich die Tür an den :Scharnieren so verstellt, das :sie nicht automatisch auf, :sondern automatisch zu geht
Das feststehende, an der Zarge montierte Scharnierteil des oberen Türscharniers verstellst Du in Richtung Zarge. Und/oder: Das feststehende, an der Zarge montierte Scharnierteil des unteren Türscharniers stellst Du auf größeren Abstand von der Zarge.
Das Verstellen hat sehr feinfühlig zu geschehen. Außerdem achte darauf, daß die Tür rundherum an der Dichtung in der Zarge anliegt, ohne die Dichtung irgendwo zu quetschen.
Bei leichten Innentüren kommen vorzugsweise 2 Scharniertypen vor: Scharniere, bei denen das feststehende Unterteil in die Zarge hinein geschraubt ist. Bei diesem Typ mußt Du die Tür zum Verstellen vorher aushängen und dann das obere Scharnier um eine Umdrehung in die Zarge hinein drehen (also im Uhrzeigersinn), bzw. das untere Scharnier um eine Umdrehung heraus drehen.
Der andere verbreitete Scharniertyp ist mit 2 Stiften einfach in die Zarge eingeschlagen. Verstellen funktioniert dabei mit leichten Schlägen mit einem Holz- oder Kunststoffhammer (oder Stahlhammer mit Holzunterlage) gegen das obere Scharnier, damit die Stifte tiefer in die Zarge wandern. Falls Du bei diesem Scharniertyp das untere Scharnier ein kleines Stück aus der Zarge heraus holen willst, läßt sich das mit einem zwischen den beiden Haltestiften des Scharniers eingesteckten Schraubendreher bewerkstelligen. Dann seitlich gegen den Schraubendreher schlagen, um die Scharnierstifte ein Stück aus der Zarge zu holen. Das hat aber mit Fingerspitzengefühl zu passieren. Holz- oder Span-Zargen bekommen nämlich sehr leicht häßliche Druckstellen oder reißen/splittern, wenn man wie ein Grobschmied vorgeht. Außerdem darf man Einschlagscharniere nicht des öfteren rein und raus bewegen, weil sonst die Bohrungen in der Zarge ausleiern.
Je nachdem, wie die Tür in der Zarge sitzt, kann es sein, daß die Verstellung des Scharnierteils am Türblatt sinnvoller ist. Bei einem eingeschraubten Scharnier drehst Du das obere Scharnier um eine Umdrehung ins Türblatt hinein, bzw. umgekehrt beim unteren Scharnier.
Bevor man irgendwas verstellt, muß man sich überlegen, wie sich die Lage der geschlossenen Tür in der Zarge verändert, ob sie irgendwo schleift oder quetscht oder ob die geöffnete Tür plötzlich auf dem Fußboden schleift. Wer die Überlegung nicht auf die Reihe bekommt, greift zu Raspel oder Hobel und ruiniert damit die Tür unwiderbringlich.
Gruß
Wolfgang