Schimmelige Wände durch Kondensationstrockner?

Hallo,

ich habe mir einen Kondensationstrockner zugelegt und möchte diesen in einer kleinen Abstellkammer in Betrieb nehmen. Da die Kammer nicht großartig belüftet ist (nur Lüftungsschlitze an der Tür), muss ich jetzt befürchten, dass es demnächst dort schimmelt?

T.

Hallo Thomas,

wenn der Kondensationstrockner richtig läuft, saugt er in einem Kreislauf Luft an, heizt sie auf, bläst sie durch die Wäsche und durch einen Kondensator, der das Wasser darin abschlägt. Die Luft wird wieder aufgeheizt, und so weiter.
Die Zu- und Abluft des Gerätes ist gering im Vergleich zum Luftumsatz im Gerät.
Die Abluft ist etwas wärmer und etwas trockener als die angesaugte Zuluft, müffelt nur gelegentlich (wenn jemand Feder-Kopfkissen trocknet z.B.).
Es ist also nicht mit erhöhter Schimmelgefahr zu rechnen.

Gruß
WB

Hallo,

selbst ein Kondensationstrockner gibt warme und damit auch feuchtere Luft ab als er anzieht, das kann je nach Standort eben doch zu den befürchteten Problemen führen. Zudem sinkt die Effizienz des Kondenstrockners je wärmer die Umgebungsluft ist mit der er arbeiten muss…deshalb muss man auch beim kondenstrockner wenn der Raum sehr klein ist für ausreichende Belüftung zu sorgen.

Wenn in der kleinen Kammer die warme Luft abkühlt, gibt sie die vermehrte Feuchtigkeit (die wärmere Luft eben aufnehmen kann) wieder ab. Diese schlägt sich dann an den kältesten Stellen in der Kammer nieder…wenn diese eine oder mehrere kältere (Aussen)Wände hat, dann dort und genau das kann zur Schimmelbildung führen.

Funktionsweise Kondenstrockner:
Aus:
http://www.veoe.at/72.html?&L=0
"Bei Kondensationstrocknern wird die feuchte, warme Prozessluft in einem Gegenstrom-Wärmetauscher mittels Raumluft gekühlt. Das kondensierte Wasser schlägt sich am Wärmetauscher nieder und wird dann entweder über einen Wasserablauf weggeführt oder in einen Kondensationswasserbehälter geleitet. Die Prozessluft wird im geschlossenen Kreislauf wieder erwärmt. Für die Kühlluft ist ein zusätzlicher Ventilator erforderlich. Dieser sowie die relativ hohe Kondensationstemperatur bewirken einen rund 10 % höheren spezifischen Stromverbrauch als bei Ablufttrocknern.
Der Aufstellungsraum muss bei starker Benutzung große Wärmemengen aufnehmen bzw. muss die Wärme abgeführt werden. Wird dieser Trockner in der kalten Jahreszeit benützt, kann er, wenn er im Wohnbereich steht, aktiv zur Raumheizung beitragen. Im Sommer hingegen kann die ständig produzierte Warmluft zu Problemen führen. Wird die Kühlluft für die Kondensation zu warm, wird auch die Prozesstemperatur angehoben, oder es verlängert sich, bei vorgegebener Trocknungstemperatur, die Trocknungsdauer mit entsprechender Erhöhung des Energieverbrauches. Dieses Problem kann auch auftreten, wenn der Trockner in einem zu kleinen Raum steht.
"

Gruß
Maja

O.K. Zwei Experten - zwei Meinungen. Ich werde also abwarten, was passiert. Und ausserdem werde ich noch so einen kleinen Raumentfeuchter aufstellen.

Danke für die Antworten…

T.

Wenn ich …
Hallo,
… anmerken darf - Maja scheint

Die Prozessluft wird im geschlossenen Kreislauf
wieder erwärmt.

überlesen zu haben.
Feuchte Luft tritt also bei einem Kondensationstrockner
nicht aus, es sei denn, das Abwasser wird im Raum gelagert :wink:)

Bei einem Ablufttrockner wird die Prozessluft eben
„abgelüftet“.
Daher der Name, und die Luft wird dann mittels Schlauch nach außen
geleitet.
Wenn der im Kondensationstrockner dafür vorgesehene,
eingebaute Behälter verwendet wird, dürfte die Luftfeuchtigkeit durch
das Trocknen nicht ansteigen
Gruß
M

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