Humidistatische Heizung?

Hallo,

ich möchte verhindern, daß im Winter das Wasser im Pumpenschacht gefriert und meine Pumpe zerstört. Um die Pumpe nicht herausnehmen zu müssen, würde ich gern eine Heizung einbauen, die sich automatisch bei Erreichen des Gefrierpunktes einschaltet. Im Internet habe ich vorhin den Begriff „Humidistatische Heizung“ gefunden, dem Begriff nach zu urteilen also eine Heizung, die Wasser flüssig hält. Leider fand ich den Begriff nur auf einer einzigen Seite und ansonsten scheint das Internet „auch nicht gerade voll zu sein“ von derartigen Heizungen; ich fand mit anderen Worten außer dem Terminus nichts. Vielleicht weiß hier jemand, wo ich eine solche Heizung bekomme und wie das Ding im Allgemeinen genannt wird?

Gruß, Uwe

Hallo !

Kauf Dir eine 5 m lange Heizschschlange und eine autom.Temperaturüberwachung.(Ähnlich einer Schaltuhr). Die stellst Du dann auf 5 Grad ein und die Heizschlange wickelst du um die Pumpe.

mfgConrad

Hallo Uwe

Was du suchst nennt sich Begleitheizung!
Wird an den Rohren befestig und anschließend die Rohre mit Dämmung dämmen.
Wie schon erwähnt habe diese einen Temperaturfühler den man einstellen kann. Bei Unterschreiten der eingestellten Temperatur läuft sie an.
Wenn die Rohre erwärmt werden, sollte die Pumpe auch nicht einfrieren.

Erkundige dich danach bei dem Heizungsbauer deines Vertrauens.
Achtung: Wenn Trinkwasser, Gefahr von möglicher Keimvermehrung wenn Wasser in Leitung verbleibt!!

Schönes Wochenende :’)
Gruß
Nelsont

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Nelsont, danke für die Antwort; ich hätte wohl besser geschrieben, daß es sich um eine Regen-Abwasserpumpe handelt. Sie steht auf dem Boden eines Schachtes, in dem Regenwasser aufgefangen wird, um dieses bei Erreichen eines bestimmten Pegelstandes in einen Graben abzupumpen. „Begleitheizung“ ist dann vielleicht (?) doch nicht der richtige Terminus?

Gruß, Uwe

Was du suchst nennt sich Begleitheizung!
Wird an den Rohren befestig und anschließend die Rohre mit
Dämmung dämmen.
Wie schon erwähnt habe diese einen Temperaturfühler den man
einstellen kann. Bei Unterschreiten der eingestellten
Temperatur läuft sie an.
Wenn die Rohre erwärmt werden, sollte die Pumpe auch nicht
einfrieren.

Erkundige dich danach bei dem Heizungsbauer deines Vertrauens.
Achtung: Wenn Trinkwasser, Gefahr von möglicher Keimvermehrung
wenn Wasser in Leitung verbleibt!!

Schönes Wochenende :’)
Gruß
Nelsont

Hallo Conrad,

Kauf Dir eine 5 m lange Heizschschlange und eine
autom.Temperaturüberwachung.(Ähnlich einer Schaltuhr). Die
stellst Du dann auf 5 Grad ein und die Heizschlange wickelst
du um die Pumpe.

danke für die Antwort.

Vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, daß die Pumpe permanent im Wasser steht? Nämlich auf dem Boden eines Oberflächenwasser-/Drainageschachtes. Aus diesem wird das Regenwasser bei Erreichen eines bestimmten Pegelstandes in den seitlichen Graben abgepumpt.

Warum sollte die Heizung denn schon bei 5 Grad anfangen zu heizen? Wasser gefriert doch erst bei 0 Grad C.

Gruß, Uwe

Frostschutz - Heizung?
Hallo,

eine Humidistatische Heizung suchst Du bestimmt nicht.
Das ist nämlich eine Heizung, die zum Konstanthalten der
rel. Feuchte benutzt wird (eben statische Humidität=Feuchte).

Vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, daß die Pumpe
permanent im Wasser steht? Nämlich auf dem Boden eines
Oberflächenwasser-/Drainageschachtes. Aus diesem wird das
Regenwasser bei Erreichen eines bestimmten Pegelstandes in den
seitlichen Graben abgepumpt.

Dann liegt der Schacht also deutlich unter der Oberfläche, oder?
Friert da das Wasser überhaupt ein?
Ich schlage dazu folgendes vor:

  1. Schacht abdecken und von oben isolieren (dicke Styropurplatte).
  2. Schacht tiefer machen
  3. Pumpe bei Frost rausnehmen.
    Falls alles nicht geht, brauchst Du einen Heizstab, der neben
    der Pumpe ins Wasser gesteckt wird. Sowas sollte bei
    Sanitätinstallationsfirmen zu bekommen sein.

Als Sensor am einfachsten ein Temperaturfühler im Wasser.
Das hat aber einen erheblichen Nachteil. Die Einschalttemp. muß
deutlich über 0°C eingestellt werden, wegen der Toleranz.
Sonst kann es passieren, daß die Schaltung erst bei -2°C anspricht,
wenn schon alles durchgefroren ist.
Das kostet dann natürlich sinnlos Energie, denn selbst bei 0°C
Wassertemp. ist Wasser noch lange nicht gefroren.

Besser wäre ein Sensor, der Eis detektiert, z.B. ein
Sensor, der erst anspricht, wenn sich eine Einschicht
gebildet hat (z.B. Vibrationssensor aus der Füllstandsmesstechnik)
Dann wird erst geheizt, wenn es wirklich nötig ist.

Warum sollte die Heizung denn schon bei 5 Grad anfangen zu
heizen? Wasser gefriert doch erst bei 0 Grad C.

Es könnte auch +1-+2°C sein, je nach Toleranz der Temp.Messung.

Wieviel willst Du investieren?
Willst Du evtl. selber was basteln? Dazu hääte ich Ideen.
Welche Möglichkeiten/Befähigungen hast Du?
Gruß Uwi

1 „Gefällt mir“

Hallo Uwe

Ja, die Info wäre vorher angebracht gewesen…nit so schlimm

Die Lösung die Uwi aufgeführt hat ist m.E. die beste und wirtschaftlichste Lösung.
Wer will den unnötig Energie verschleudern um Regenwasser zu erwärmen.

Einige Kunden haben ihren Wasserzähler (Gartenhaus) auf dem Grundstück in einem Schacht, der ist gut gedämmt und min. 1-1,2m tief. Da gibt´s keine Probleme.

Gedanken würde ich mir in deinem Fall bei der Druckleitung machen, die führt ja nach oben und da die meisten Pumpen ein Rückflussverhinderer haben, besteht in dieser Leitung erhöhte Frostgefahr; Leitung ist ja schließlich ständig gefüllt.

Dämm den Schacht und dann sollte es gut sein.

Scönes WE
Gruß
Nelsont

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hallo Uwi,

danke für Deine Antwort!

Wieviel willst Du investieren?
Willst Du evtl. selber was basteln? Dazu hääte ich Ideen.

Ja, ich bastele sehr gern und es kommt auch öfter mal was Brauchbares dabei raus :wink: Nur auf diesem Gebiet konnte ich bislang noch keine Erfahrungen sammeln, und im Internet hab ich gesucht, aber nichts gefunden, daher frage ich hier.

Welche Möglichkeiten/Befähigungen hast Du?

Bin Mechaniker von Beruf, bin also Umgang mit metallenen Werkstoffen und darüberhinaus auch Reparaturen kleinerer Maschinen und Apparaturen gewohnt. Von daher trau ich mir schon einiges zu :wink:

Gruß, Uwe

Vielleicht hätte ich noch erwähnen sollen, daß die Pumpe
permanent im Wasser steht?

Umso besser. Diese Heizschlangen sind wasserfest. Bei uns liegt eine seit 20 jahren in einer Dachrinne und sorgt dafür, dass das Wasser nicht vereist.

Warum sollte die Heizung denn schon bei 5 Grad anfangen zu
heizen? Wasser gefriert doch erst bei 0 Grad C.

Willst Du nicht auf Sicher gehen?

mfgConrad

Hallo,

na dann… wie wärs mit einem einfachen Eis-Sensor.

Dazu braucht man einen kleinen Getriebemotor, der hinreichend
Dauerbetriebsfest ist.
Falls Du einen einfachen DC-Motor nimmst, hat der eine
Lebensdauer von einigen Tausend h bei schonendem Betrieb mit
Unterspannung und wenig mechanischer Belastung.

Der Motor wird mit Unterspannung betrieben, so daß er gerade
zuverlässig läuft. An Abgangswelle kommt als Verlängerung eine
ausreichend lange Achse mit einem kleinen Rührer (einfaches Blech).
Für Achse und Blech würde ich Edelstahl nehmen.

Wenn Du nun den Rührer langsam im Wasser rühren läßt, ist alls
ok. Falls sich Eis bildet, wird der kleine Rührer einfrieren
(die Tiefe des Rührers kann man auch einstellen, so daß nicht
schon bei bischen Oberflächeneis geheizt werden muß).

Du brauchst nun also nur die Drehbewegung detektieren.
Das geht am einfachsten durch Messung des Motorstromes.
-> z.B. Mit Reeadkontakt oder auch elektronisch.
Normalerweise hat der Rührer nur wenig Widerstand aber
bei Eis max. Widerstand -> Motorstrom steigt deutlich an.
Andere Möglichkeiten gibts natürlich auch (z.B. Hallsensor
mit Magnaet an der Achse, Lichtschranke, Impulsgeben, Tachogenerator
oder auch mechn. Kontakt).

Um den Motor zu schonen, sollte das ganze evtl. erst bei
richtigem Frost eingeschaltet werden. Bei weniger als -5°C
wird eh nix gefrieren. So wird auch ein Motor, der nicht
für jahrelangen Dauerbetrieb ausgelegt ist, fast ewig halten.

Bei Defekt des Motors passiert auch nix, wenn dieser Fehler
als Eis detektiert wird. Dann muß bloß der Drehsensor sehr
zuverlässig arbeiten.

Beachte bei der ganzen Sache, daß es für Elektroinstallation
mit Netzspannung Vorschriften gibt. Gerade in diesem Fall, wo
auch Wasser mit im Spiel ist, darf nicht gepfuscht werden.
Gruß Uwi

Bin Mechaniker von Beruf, bin also Umgang mit metallenen
Werkstoffen und darüberhinaus auch Reparaturen kleinerer
Maschinen und Apparaturen gewohnt. Von daher trau ich mir
schon einiges zu :wink:

1 „Gefällt mir“

Hallo Uwi,

vielen Dank für Deine wertvolle Antwort und ein dickes Sternchen für Dich!! :smile:

na dann… wie wärs mit einem einfachen Eis-Sensor?

Dazu braucht man einen kleinen Getriebemotor, der hinreichend
Dauerbetriebsfest ist.

Warum ein „Getriebemotor“? Ist das ein Motor mit Getriebe?

Thema „Eisdetektion“:

Andere Möglichkeiten gibts natürlich auch (z.B. Hallsensor
mit Magnaet an der Achse, Lichtschranke, Impulsgeben,
Tachogenerator oder auch mechn. Kontakt).

ok, ich denke gerade, wär es nicht auch möglich, mit Schwachstrom den elektrischen Widerstand des Mediums (Wasser bzw. Eis) zu messen? Ich vermute mal, daß selbiger von Wasser niedriger ist, als der von Eis. Vielleicht wäre diese Variante stromsparender, zumal der Detektor nur Stromimpulse zur Messung emittieren müßte.

Gruß, Uwe

Hallo Nelsont,

Einige Kunden haben ihren Wasserzähler (Gartenhaus) auf dem
Grundstück in einem Schacht, der ist gut gedämmt und min.
1-1,2m tief. Da gibt´s keine Probleme.

mein Schacht hat ca. 80 cm.

Gedanken würde ich mir in deinem Fall bei der Druckleitung
machen, die führt ja nach oben und da die meisten Pumpen ein
Rückflussverhinderer haben, besteht in dieser Leitung erhöhte
Frostgefahr; Leitung ist ja schließlich ständig gefüllt.

Stimmt!

Danke und Sternchen auch Dir für die Hinweise und Tips!
Gruß, Uwe

Hallo,

vielen Dank für Deine wertvolle Antwort und ein dickes
Sternchen für Dich!! :smile:

na dann… wie wärs mit einem einfachen Eis-Sensor?
Dazu braucht man einen kleinen Getriebemotor, der hinreichend
Dauerbetriebsfest ist.

Warum ein „Getriebemotor“? Ist das ein Motor mit Getriebe?

Jo, der Quirl sollte ja nicht schnell drehen.

ok, ich denke gerade, wär es nicht auch möglich, mit
Schwachstrom den elektrischen Widerstand des Mediums (Wasser
bzw. Eis) zu messen? Ich vermute mal, daß selbiger von Wasser
niedriger ist, als der von Eis. Vielleicht wäre diese Variante
stromsparender, zumal der Detektor nur Stromimpulse zur
Messung emittieren müßte.

Das ist evtl. auch gut möglich.
Ich weiß aber nicht, ob die Differenz der Leitfähigkeit von
Wasser und Eis sich sicher detektieren läßt. Probier’s mal aus.

Damit die Elektrode aber nicht durch den Stromfluß korrodiert
oder auch errodiert, sollte das mit Wechselspannung gemessen werden.
Es gibt da einen Schaltkreis, der dafür geeignet ist.
-> LM1830 bei Conrad: Artikel-Nr.: 182591

Gruß Uwi

Gruß, Uwe

Hallo Uwi,

Es gibt da einen Schaltkreis, der dafür geeignet ist.
-> LM1830 bei Conrad: Artikel-Nr.: 182591

*schluck*
das ist ja ein IC!

Sowas hab ich noch nie verlötet!! Welches Beinchen soll ich denn an die stromführende Leitung (220 V!) legen? :wink:
(sollte ein kleiner Scherz angesichts meiner Elektronik-Unwissenheit sein…) Hmm, brauch ich da vielleicht noch eine Platine? Muß ich mir die vielleicht auch noch selbst ätzen? :wink:

Gruß, Uwe

Hallo,

Es gibt da einen Schaltkreis, der dafür geeignet ist.
-> LM1830 bei Conrad: Artikel-Nr.: 182591

*schluck*
das ist ja ein IC!
Sowas hab ich noch nie verlötet!! Welches Beinchen soll ich
denn an die stromführende Leitung (220 V!) legen? :wink:
(sollte ein kleiner Scherz angesichts meiner
Elektronik-Unwissenheit sein…) Hmm, brauch ich da vielleicht
noch eine Platine? Muß ich mir die vielleicht auch noch selbst
ätzen? :wink:

Mit Dir ist es aber auch nicht einfach :wink:

Du könnstest auch einen Bausetz nehmen -> Regensensor
Conrad Nr.: 115240 oder 190351

Da dann den Feuchtesensor für Regen durch Tauchelektroden
ersetzen.

Vorher würde ich aber tatsächlich mal prüfen, ob Eis wirklich
eine deutlich geringere leitfähigkeit hat.
Das kann man mit einem Multimeter prüfen.
Gruß Uwi