Jute durch Filzschreibertinte verschmutzt

Hallo, Waschspezialisten!

In meinem Aktenköfferchen habe ich mehrere kleine Täschchen und Mäppchen.

Eins davon ist ein Jutesäckchen der Deutschen Bank; so eins, womit die Münzen transportieren - ein Souvenier meines ersten Banküberfalls.

Darin bewahre und transportiere ich die dicken Filzschreiber für die Flippcharts - ach das waren noch Zeiten als das bloß große Papierbögen waren - und einer davon, just der rote, ist ausgelaufen.

Und jetzt starrt das Jutesäckchen von der roten Farbe.

Ich habe nun angefangen, zu versuchen mit milden Mitteln den Fleck zu entfernen.

Pril hilft nicht, Essigreiniger auch nicht, Brennspiritus ein wenig, vergrößert aber den Fleck.

Ich möchte das Säckchen aber nicht wegwerfen, hängen doch alte Erinnerungen daran (s.o.).

Wie kriegt man Jute und diese hässliche, in nehme an chemische, Farbe wieder auseinander?

Wie weit muss/darf/soll man gehen, beim Einsatz von Gegenchemie?

Eine chemische Reinigung zu Hilfe zu nehmen, ist vermutlich teuer, oder?

Dank im Voraus für die Lösung diese Problems.

Gruß Fritz

Eins davon ist ein Jutesäckchen der Deutschen Bank; so eins,
womit die Münzen transportieren - ein Souvenier meines ersten
Banküberfalls.

Darin bewahre und transportiere ich die dicken Filzschreiber
für die Flippcharts - ach das waren noch Zeiten als das bloß
große Papierbögen waren - und einer davon, just der rote, ist
ausgelaufen.
Pril hilft nicht, Essigreiniger auch nicht, Brennspiritus ein

Hi Fritz,
kontaktiere doch mal den Hersteller des frabstiftes.
http:/7www.edding.de sagt auf ihrer FAQ folgendes:

Q: Entfernung von Tinte auf unterschiedlichen Materialien

A: Grundsätzlich können wir Fragen zur Entfernung unserer Stifte auf verschiedenen Oberflächen nicht pauschal beantworten. Hierzu sollte die Art der beschrifteten Oberfläche und Stiftausführung bekannt sein. Auf geschlossenen Oberflächen, z. B. Glas, Metall oder Kunststoff, lassen sich unsere Tuschen in der Regel mit unserem Verdünner edding V100 entfernen. Schwierig wird es jedoch auf offenen Oberflächen, wie z.B. Lack, Beton, Textilien usw. In diesen Fällen gelangen die Rückstände der Tuschen in die Poren, so dass eine evtl. Reinigung der permanenten Tusche in den meisten Fällen nur mit Alkohol oder ähnlichem möglich ist. Weiterhin könnten Sie bei permanenten Farben zur Reinigung von Beton, Mauern, Stein usw. einen Graffitty-Killer (Spray) probieren, zu erhalten bei der Firma Axro GmbH, Hamburg (Tel. 040/547110), oder bei Stoffen es mit Dr. Beckmann Fleckenentferner versuchen. Es ist immer wichtig, vorsichtig die zu behandelnde Oberfläche mit dem Reiniger zu testen, damit diese nicht beschädigt wird. Einige Verbraucher haben in ‚‚Spinnrad‘‘-Läden ein Mittel mit Namen Oranex HT gefunden, welches zu Reinigungserfolgen geführt haben soll.

Spinnrad gibt es hier in Frankfurt, k.A. ob die auch online sind.
Gruß
Reinhard

Hallo Fritz,

tja, ich bin zwar nicht der Experte, wenn es um Flecken geht, doch da ich oft und viel mit Edding-Stiften arbeite, hab ich das Zeug auch oft an den Fingern.

Ich krieg es immer mit Alkolol weg. Isopropanol (Apotheke) ist bei mir der Fleckentferner schlechthin.

Bevor du aber deine wertvolls Beutelchen darin eintauchst, solltest du es erst einmal an einer kleinen Ecke testen.

Gruß

Klaus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi, Fritz!

Ein relativ mildes Lösungsmittel wäre Ethylacetat, entweder rein in der Apotheke erhältlich (zu Apothekenpreisen), oder günstiger in Form von Nagellackentfernern, allerdings ist in diesen meist Öl enthalten zur Pflege der Nägel. Ob Dein Jutesäckchen dieser Pflege bedarf, sei dahingestellt, schaden dürfte es wohl nicht, es sind auch nicht so riesige Mengen enthalten, daß es größere Fettflecke gäbe.

„Chemische Keule“ wäre dann Aceton (immer noch recht harmlos), ebenfalls Apotheke oder Nagellackentferner (obwohl, bin mir nicht sicher, ich glaube, in letzteren wird es nicht mehr so gerne gesehen). Dürfte Deinem Jutesäckchen eigentlich auch nicht schaden, da Aceton eher Kunststoffe als Naturfasern angreift. In den geringen Mengen, die man zur Reinigung braucht, ist es auch gesundheitlich nicht bedenklich, literweise soll man’s natürlich nicht einatmen oder auf die Haut läppern.

Ganz knallhart sind dann Chlorkohlenwasserstoffe (Ozonloch läßt grüßen!), früher in Fleckentfernern üblich, weiß nicht, ob sie heutzutage noch erhältlich sind. Früher zumindest gab’s auch mal so eine „Fleckenteufel“-Reihe, u.a. auch ein „Filzstift-Teufel“, dürften wohl CKW’s gewesen sein.

Und als letztes fiele mir noch Waschbenzin ein, auch nicht ganz gesund, aber Du wirst ja keine 5 Liter davon brauchen.

Für alles gilt: erst an einem kleinen, unauffälligen Eck probieren!!!

Viel Glück bei Deinem nächsten Banküberfall!

Grüßle
Regina

Danke für die Tipps, aber
ich hätte warten sollen und zuerst eure Hinweise lesen, statt mit meinen Experimenten fortzufahren.

Das Ergebnis dieser Experimente:

Ich habe jetzt ein fast gleichmäßig himbeerfarbenes Jutesäckchen. :-?
Das lasse ich jetzt erst mal trocknen.
Und dann sehen wir weiter; d. h. dann rufe ich die Herstellerfirma an.

Ein Extradankeschön an Reinhard. :wink:

Ich werde mir auch den Baum runterladen und als Warnung speichern.

Danke schön nochmals!
Fritz

Hi Fritz,
ich geh mal davon aus, daß das Jutesäckchen naturfarben ist?
Dann könntest Du es doch mal mit Entfärber versuchen, ein Produkt, mit dem Textilfarben aus Stoffen gezogen werden (gibt’s in Drogeriemärkten). Wär es schlimm, wenn die Originalfarbe etwas heller wird ? Das ließe sich nach erfolgreicher Entfärbung mit schwarzem Tee wieder herstellen…

Oder leg das Teil mal über Nacht in eine starke Essizlösung, aus 1 Teil Essigessenz und 3-4 Teilen Wasser, möglichst heiß ansetzen, aber besser nicht über 60°, damit das gute Stück nicht einläuft.
Essigreiniger ist nach meiner Erfahrung überhaupt für nix gut.

Na dann, viel Erfolg - und berichte von weiteren Ergebnissen, ja?

LG, MrsSippi

Nachtrag
Hier auch noch der Spinnrad-Link:

http://www.spinnrad.de/