Hallo…
brauche mal dringend Rat. Uns ist ein Küchenutensil im Backofen zerschmolzen. Das Grobe ging ja ganz leicht raus zu machen als es abgekühlt war, aber was ist mit dem Rest?
Es ist praktisch noch ein Abdruck übrig, der sich aber weder kalt noch heiss entfernen lässt. Es verschmiert nur noch schlimmer.
Gibts irgendwelche Tricks oder Super-Reiniger, die da was ausrichten können, oder ist der Ofen hin?
Danke schon mal für die Antworten.
Liebe Grüsse
Anja
Hi Anja.
Ich würds mit einem meiner Lieblingslösemittel (ja, da hab ich mehrere
versuchen, nämlich Aceton (kommt natürlich auch darauf an, aus welchem Material das Küchenutensil war und ob es schon halb verbrannt ist oder nicht).
Großzügig auf ein Küchentuch und den Rückstand damit abputzen.
Gibts im Baumarkt im Literpack und hilft auch vorzüglich gegen fettigen Wrasen auf den Küchenschränken. Nur allzudicht solltest Du nicht mit der Nase ran, sonst wird Dir duselig und vor allem solltest Du den Backofen gut auslüften lassen vor dem nächsten Betrieb!
Grüße,
Grünblatt
Hi Grünblatt,
Ich würds mit einem meiner Lieblingslösemittel (ja, da hab ich
mehrere
versuchen, nämlich Aceton
hm, da habe ich aber doch Bedenken
(kommt natürlich auch
darauf an, aus welchem Material das Küchenutensil war und ob
es schon halb verbrannt ist oder nicht).
Eben.
Denn die meisten in der Küche verwendetetn Kunststoffe lösen sich in Acetion schlicht nicht auf, oder wenn doch, wird die Sauerei nicht kleiner.
Zudem sind dann solch hohe Konzentrationen zu erwarten, daß
a) zündfähige Gemische entstehen können; und Acetonstichflammen sind seeehr heiß!
b) Besagte Konzentrationen auch nicht unbedingt gesundheitsfördernd sind.
Großzügig auf ein Küchentuch und den Rückstand damit abputzen.
Ohne Handschuhe gibts da ganz schnell entfettete Haut und je nach Anfälligkeit sogar Ekzeme!
Kein so doller Tip
Nur allzudicht
solltest Du nicht mit der Nase ran, sonst wird Dir duselig und
vor allem solltest Du den Backofen gut auslüften lassen vor
dem nächsten Betrieb!
Oder noch besser- Die Finger vom Aceton lassen.
Gandalf
So von Chemiker zu Chemiker gesprochen 
Hi Gandalf.
Sicher hast Du recht und Aceton ist auch bestimmt kein Heilmittel.
Aber entfettete Haut gibs auch beim Herdschruppen (oder abwaschen), wenn man keine Handschuhe benutzt. Wieder Creme drauf und gut is.
Ekzeme sind sicher möglich, aber Generationen von Frauen haben mit Aceton bis dato ihre Nägel entlackt und somit kann man sagen, selbst halbwegs regelmäßige „Kontamination“ ist nur mäßig schädlich. Es gibt soviele angepriesene und gebräuchliche Reinigungsmittel auf dem Markt mit einer Inhaltsstoffliste, daß man echt dicke Backen machen kann.
Explosionsgefahr ist sicher u. U.gegeben, aber daher auch der Hinweis, den Herd auslüften zu lassen und wenn man sich blöde anstellt, kriegt man eine nette kleine Explosion auch mit Stadtgas in nem Herd hin…
Zudem benutze ich Aceton seit Jahren im Labor und ggf. zu Hause als Reinigungsmittel auch außerhalb des Abzugs und kann daher aus eigener Erfahrung sprechen, wenn ich die Gefährlichkeit von Aceton sowohl -äh- aus toxikologischer als aus brandschutztechnischer Sicht in dem Rahmen, in dem ich die Anwendung empfohlen habe, als gering einstufe -uff!
Langer Rede kurzer Sinn: vielleicht geht ihr Plastikzeuch auch mit Scheuermilch runter, aber wenn nich, kann man ja mal Aceton versuchen, es ging ja nur um kleine Rückstände und nicht einen halben Topp, den es aufzulösen gilt. Falls es damit nicht geht, sehen wir weiter, aber komm, ne echte Gefahr besteht da für einen normal denkenden Menschen nicht.
Grüße,
Grünblatt
Hallo Anja,
die Entfernung der Rückstände ist wahrscheinlich eine Frage der richtigen Temperatur. Zu kalt ist der Kunststoff zu hart, zu heiss verschmiert er.
Ich würde mit einer Heissluftpistole den restlichen Kunststoff so weit erwärmen das er gerade eben etwas weich wird. Dann sollte es gehen.
Gruss Sebastian
Hi Anja.
Ich würds mit einem meiner Lieblingslösemittel (ja, da hab ich
mehrere
versuchen, nämlich Aceton (kommt natürlich auch
darauf an, aus welchem Material das Küchenutensil war und ob
es schon halb verbrannt ist oder nicht).
Grünblatt
Hallo
Ich würde sagen : Vergiss es gaaanz schnell!
Das Plastikküchenzeugs besteht meistens aus PE oder PP.
Und PE verwendet man in Wannenform als Aufbewahrungsgefäss für Aceton…
Auch hat sich PP als äusserst beständig gegen Aceton erwiesen. Es ist nur nicht so gut Schweißbar wie PE weshalb es nicht so oft verwendet wird.
Ich denke in Dem Fall hilft nur das erwärmte Material so gut als möglich abzuschaben und den Rest ausbrennen oder wegscheueren.
Gruß Armin
Moin Grünblatt,
Zudem benutze ich Aceton seit Jahren im Labor
schenau.
Im Labor verwende ich auch andere Sachen zum Reinigen (bishin zur Flußsäure) würde aber sowas nicht einer chemisch eher rudimentär gebildeten Hausfrau empfehlen.
Zudem, wie schon gesagt, die üblichen Haushaltkunststoffe in Aceton eher unlöslich sind.
Gandalf
der in seiner langjährigen Praxis schon so manches erleben mußte
Danke Ihr Lieben…
…für die Tipps
Gruss Anja