Wir haben im Keller eine Gartenpumpe installiert, die aus einem 40
Jahre alten Brunnen Grundwasser für den Garten zur Verfügung stellt.
Die angeschlossene handelsübliche Pumpe ist etwa 5 Jahre alt. Bisher
erreichte sie im Dauerbetrieb einen Druck am Ausgang von ca. 2,5 bar;
wir waren zufrieden.
Um den Keller besser nutzen zu können, ließen wir im Spätherbst die
Pumpe versetzen. Ein Klempner, der sich nicht besonders mit Pumpen
auskennt, verlängerte die Ansaugleitung um etwa 2 Meter. Unmittelbar
danach kam die Pumpe nicht mehr zu einem ordentlichen Druck. Damals
meinte der Klempner, wir sollen es im Frühjahr nochmal ausprobieren
und das ganze System vorher gut entlüften. Haben wir getan, ohne
Erfolg. Wenn man nicht zapft, baut die Pumpe zwar einen ordentlichen
Druck von 4 bar auf, bevor sie abschaltet. Sobald aber Wasser
genommen wird, geht der Druck kontinuierlich zurück, die Pumpe
springt bei etwa 2,5 bar wie gewollt wieder an, aber der Druck sinkt
weiter bis auf weit unter 1 bar, womit man vielleicht mal eine
Kaffeekanne füllen kann, was aber für die Bewässerung des Gartens
nicht ausreicht. Auch im Dauerbetrieb wird der Druck nicht höher. Schließen wir auf der Unterdruckseite einen Schlauch an (mit T-Stück), der in einem Wassereimer endet, läuft die Pumpe einwandfrei mit 3 bar.
Unsere Frage: Was lief schief? Spielt die horizontale Verlängerung
der Ansaugleitung um 2 Meter eine so entscheidende Rolle? Wurden wir
schlecht beraten, dies zu veranlassen? Oder lässt sich auf Mängel bei
der Ausführung der Arbeiten schließen, evtl. nicht sichtbare
Undichtigkeiten, die durch das Bearbeiten im Bodenrohr entstanden
sind? Gibt es Tipps, was man noch ausprobieren kann?
Wir sind ziemlich verzweifelt, da die Saison ja langsam beginnt, und
bitten um einen guten Rat. Dank im voraus.
Mikus
Hallo,
grundsätzlich sollte die Saugleitung so kurz wie möglich und so groß (Durchmesser) wie möglich sein. Alles andere führt zu hohen Verlusten auf der Saugseite. Auf dieser Seite kann die Pumpe maximal 0,8 bis 0,9 bar Unterdruck aufbauen. Das ist der „Flaschenhals“ an der Sache. jeder Meter mehr an Schlauch (insbesonder bei zu geringem Durchmesser) führt zu erhöhter Reibung. Die wirkt sich aber nur bei strömendem Wasser aus (wo nichts fließt, kann auch nichts reiben). Die Pumpe bringt also bei stehendem Wasser vollen Druck. Sobald das Wasser sich bewegt, geht Energie in dieser Bewegung verloren. Dh der Druckverlust hängt von der Strömungsgeschwindigkeit ab. Die kann man durch dickere Schläuche herabsetzen.
Schlecht ist auch die Verlängerung des Schlauches. Das bedeutet, dass eine Zwischenkupplung eingesetzt werden muss. An dieser Stelle wird der Durchmesser zusätzlich verringert (Engpass), was zu überproportionalen Verlusten führt. Wenn die Pumpe nicht versetzt werden kann, dann wäre die erste Maßnahme, einen durchgängigen Schlauch der erforderlichen Länge mit maximal möglichem Durchmesser zu besorgen.
Gruß, Niels
Moin Mikus,
Wir haben im Keller eine Gartenpumpe installiert,
Die angeschlossene handelsübliche Pumpe ist etwa 5 Jahre alt.
ich vermute mal eine Kreiselpumpe.
Bisher
erreichte sie im Dauerbetrieb einen Druck am Ausgang von ca.
2,5 bar;
wir waren zufrieden.
OK
verlängerte die Ansaugleitung um etwa 2 Meter.
Das könnte der Knackpunkt sein.
Wie hoch muß die Pumpe das Wasser ansaugen?
Es gibt für Pumpen (speziell für Feuerwehrpumpen) sog. Garantiepunkte.
http://www.8ung.at/edertal/GP_Pumpen.pdf
Es ist nämlich so, daß eine Pumpe, egal welcher Bauart, theoretisch nur knapp 10 m hoch saugen kann, praktisch ist die Grenze bei knapp neun Meter.
Wenn durch die Verlängerung ein weiterer Druckverlust eingetreten ist, kann es durchaus sein, daß nicht mehr genug Wasser angesaugt werden kann.
Gandalf
Unmittelbar
danach kam die Pumpe nicht mehr zu einem ordentlichen Druck.
Damals
meinte der Klempner, wir sollen es im Frühjahr nochmal
ausprobieren
und das ganze System vorher gut entlüften. Haben wir getan,
ohne
Erfolg. Wenn man nicht zapft, baut die Pumpe zwar einen
ordentlichen
Druck von 4 bar auf, bevor sie abschaltet. Sobald aber Wasser
genommen wird, geht der Druck kontinuierlich zurück, die Pumpe
springt bei etwa 2,5 bar wie gewollt wieder an, aber der Druck
sinkt
weiter bis auf weit unter 1 bar, womit man vielleicht mal eine
Kaffeekanne füllen kann, was aber für die Bewässerung des
Gartens
nicht ausreicht. Auch im Dauerbetrieb wird der Druck nicht
höher. Schließen wir auf der Unterdruckseite einen Schlauch an
(mit T-Stück), der in einem Wassereimer endet, läuft die Pumpe
einwandfrei mit 3 bar.
Unsere Frage: Was lief schief? Spielt die horizontale
Verlängerung
der Ansaugleitung um 2 Meter eine so entscheidende Rolle?
Wurden wir
schlecht beraten, dies zu veranlassen? Oder lässt sich auf
Mängel bei
der Ausführung der Arbeiten schließen, evtl. nicht sichtbare
Undichtigkeiten, die durch das Bearbeiten im Bodenrohr
entstanden
sind? Gibt es Tipps, was man noch ausprobieren kann?
Wir sind ziemlich verzweifelt, da die Saison ja langsam
beginnt, und
bitten um einen guten Rat. Dank im voraus.
Mikus
auskennt, verlängerte die Ansaugleitung um etwa 2 Meter.
Nach oben oder in die Waagerechte?
mfgConrad
in die Waagerechte, mit zwei Biegungen von je 90 Grad.
in die Waagerechte, mit zwei Biegungen von je 90 Grad.
Das ist wohl die Ursche. Biegungen in einer Saugeleitungen entsprechen mehreren Metern Saugeleitung.
Geh auf das alte Maß zurück, dann sind die Probleme weg.
mfgConrad