Bodenplatte abdichten

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,

ich beschäftige mich mit der Gründung meines geplanten EF Hauses und
mache mir Gedanken über die horizontale Feuchtigkeitssperre unterhalb
der Bodenplatte. Die Oberfläche der Fundamente ist an einigen Stellen
nicht eben.

Welches Material soll ich in welcher Stärke benutzen. Folie oder
Bitumen oder etwas anderes ?

Ich befürchte, daß das verwendete Material an den unebenen Stellen
der Fundamente oder der Sauberkeitsschicht undicht werden könnte.

Gibt es Tricks, daß zu verhindern.

Die Sauberkeitsschicht wollte ich zwischen den Fundamenten errichten
Vielen Dank für die Hilfe und frohe Ostern.

MfG Robert Klauck

Hallo Robert!

Ich bin zwar nicht vom Fach, baue aber gerade was ähnliches.
Bin gerade noch am Ausgraben der Streifenfundamente.

Bei Dir sind also die Streifenfundamente schon fertig, oder wie?
Und Du willst als nächstes die Bodenplatte betonieren,
und weisst nicht was zwischen den Fundamentstreifen gemacht werden muss ?
Oder ist der Übergang von Streifenfundament- Bodenplatte das Problem?

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Steffen, die Streifenfundamente sind fertig.

Als nächstes wollte ich den Raum zwischen den Fundamenten mit Kies auffüllen und dann verdichten.
Dann sollte die Feuchtigkeitssperre rauf, die hoffentlich nicht durch die Unebenheiten der Streifenfundamente verletzt wird.

Grüße Robert

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Hallo Steffen, die Streifenfundamente sind fertig.

Als nächstes wollte ich den Raum zwischen den Fundamenten mit
Kies auffüllen und dann verdichten.
Dann sollte die Feuchtigkeitssperre rauf, die hoffentlich
nicht durch die Unebenheiten der Streifenfundamente verletzt
wird.

Grüße Robert

Ich bin zwar auch nicht vom Fach hab es aber trotzdem schon mehrfach hinter mir…

also wir haben Filterkies genommen glatt gezogen - ihn nicht verdichtet - halte ich auch für unlogisch da er ja Wasser führen soll. Dann spezielle PE Folie - dann haben wir die Platte aus WU-Beton (wasserundurchlässig) gegossen (kostet nur unwesentlich mehr ist aber eben ein Netz mit doppeltem Boden) - und dann die Platte im Rohbau mit Schweissbahn geklebt… an der Wand ca. 10cm hochgezogen… bisher 10 Jahre ohne Probs.

Gruss Keuper

Ich bin zwar auch nicht vom Fach hab es aber trotzdem schon
mehrfach hinter mir…

also wir haben Filterkies genommen glatt gezogen - ihn nicht
verdichtet - halte ich auch für unlogisch da er ja Wasser
führen soll. Dann spezielle PE Folie - dann haben wir die
Platte aus WU-Beton (wasserundurchlässig) gegossen (kostet nur
unwesentlich mehr ist aber eben ein Netz mit doppeltem Boden)

  • und dann die Platte im Rohbau mit Schweissbahn geklebt… an
    der Wand ca. 10cm hochgezogen… bisher 10 Jahre ohne Probs.

Gruss Keuper

Hallo!

Genauso werde ich es auch machen.
Ich hab mir vorgestellt, erstmal die Streifenfundamente zu erstellen,
das geht morgen los.
Wenn die fertig sind, wird innendrin der Dreck ca. 30 cm. unter Unterkante der Bodenplatte herausgenommen. (ist aufgefüllter Bauschutt)
dann will ich 25 cm. Frostschutz einfüllen, in 2 Laagen, verdichten,
und 5 cm. Pflastersplitt als kapillarbrechende Schicht.
Darauf kommt dann eine PE-Folie, (damit der Beton nicht in den Splitt läuft) und dann die Armierung und WU-Beton.

Ich denke, das ist so OK,
wird bei mir aber eine Werkstatt und kein Wohnhaus.

Grüße, Steffen!

Hallo Robert!

Das Wesentliche wurde eigentlich schon gesagt.

Die Folie zwischen kapillarbrechender Schicht und Bodenplatte hat vorrangig den Sinn, ein Durchlaufen des Betons während des Betonierens zu verhindern. Außerdem ist es je nach Witterung und Größe der zu betonierenden Fläche wichtig, dass der Beton beim Verarbeiten nicht zuviel Feuchtigkeit nach unten verliert.
Mehr hat die Folie nicht zu leisten. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass man beim Gießen die Folie nicht beschädigt, ist sowieso nicht vorhanden. Kleinere Löcher gibt es immer und wirken sich auch nicht negativ aus. Feuchtigkeit schadet dem Beton auch nicht. Die heutigen Baustoffe sind darauf ausgelegt.

Da Du ein Eigenheim baust, wird eine Planung von einem Projektanten vorliegen. Dieser legt im Projekt die Betongüte fest, nach der man sich bei der Materialauswahl richten sollte. WU-Beton muss nicht zwingend notwendig sein, ist aber hochwertiger. Im Zweifelsfall sollte man eh nicht sparen.
Es gilt aber zu beachten, dass Wu zwar wasserundurchlässig bedeutet, aber Wasserdampf trotzdem durch den Beton diffundieren kann.

Deswegen liegt das Hauptaugenmerk auf der horizontalen Abdichtung auf der Bodenplatte. Hier wird in der Regel eine Schweißbahn verklebt, die unter den Wänden bis nach außen reicht, um dort Anschluss an die vertikale Abdichtung zu finden. Wird das fachgerecht ausgeführt, hat man einen ausreichenden Schutz gegen Feuchtigkeit.

Abschließend sei noch zu sagen, dass es immer von Vorteil ist, wenn man als Laie, vor Ort einen Fachmann zur Verfügung hat, der sicherlich bessere Ausagen treffen kann, weil er die näheren Umstände mit eigenen Augen sieht.
Aus meiner eigenen Berufserfahrung heraus, musste ich schon desöfteren feststellen, dass eine baubegleitende Beratung viel zum guten Gelingen beitragen konnte. Das Geld war meistens gut angelegt.
Wobei ich nicht an Deinen Qualitäten als Handwerker zweifeln möchte, aber Ferndiagnosen im Netz sind halt immer vage.

Grüße
Christian