Wir bauen zur Zeit ein Haus und haben folgendes in unserer
Baubeschreibung stehen:
EG,DG und Studio schwimmender Estrich in allen Räumen,gemäß
DIN-Vorschriften.In den von uns gefliesten Bodenflächen wird der
Estrich faserbewehrt eingebracht.( Bad, Diele )
Heute kam dann eine Anfrage vom Estrichleger wir sollen angeben
welche Fussbodenbeläge in den einzelnen Geschossen gelegt
werden.Zusätzliche Estrichbewehrungen aus Kunststofffaser müssten
gesondert abgerechnet werden.
Ist das üblich ? wie teuer ist denn Kunstofffaser ? im EG soll alles
gefliest werden.Das heisst das Wohnzimmer und die Küche müsste extra
bezahlt werden?.Im OG kommen Parkett und Teppiche oder Fliesen also
auch noch mal Kustofffaser? oder muss man das nicht unbedingt haben?
Schöne Grüsse
Bernd
Hallo Bernd!
Wir bauen zur Zeit ein Haus und haben folgendes in unserer
Baubeschreibung stehen:
EG,DG und Studio schwimmender Estrich in allen Räumen,gemäß
DIN-Vorschriften.In den von uns gefliesten Bodenflächen wird
der
Estrich faserbewehrt eingebracht.( Bad, Diele )
Heute kam dann eine Anfrage vom Estrichleger wir sollen
angeben…
Solche Fragen hat doch der planende Architekt längst geklärt. Es wäre völlig verfehlt, wenn Laien dem Estrichleger irgendwas über Armierungen erzählen sollen. Der Estrichleger hat sich gefälligst und peinlich genau an die Vorgaben des Architekten/Statikers zu halten. Bei der Planung des Hauses wurde je nach Dicke des Estrichs und abhängig davon, ob eine Fußbodenheizung vorhanden ist, welcher Bodenbelag vorgesehen wird und welche Belastbarkeit erforderlich ist, festgelegt, ob und genau welche Armierungen einzubauen sind. Dabei gibt es nicht nur Kunstfasern, sondern auch thermisch leitende Armierungen.
Es muß Zeichnungen und eine Beschreibung der auszuführenden Arbeiten und der zu verwendenden Materialien geben. Es empfiehlt sich nicht, davon mal eben zwischen Tür und Angel abzuweichen.
Ein Architekt, der seinen Job ernst nimmt, wird beim Estrich nichts dem Zufall und auch nichts dem Estrichleger überlassen. Der Architekt wird sich mit eigenen Augen vorher davon überzeugen, ob der schwimmende Estrich auch wirklich schwimmt und nicht irgendwo Schallbrücken zum Baukörper eingepfuscht werden. Solche Sachen sind nämlich erstens nicht mehr zu sehen und zweitens irreparabel, wenn der Estrich drin ist. Der Architekt wird sich auch davon überzeugen, was da für Zeugs an Estrich verarbeitet wird.
Ansprechpartner für alle Handwerker ist immer der bauaufsichtführende Architekt, nicht der Bauherr. Wenn es (wie leider sehr oft) anders läuft, läuft etwas grob schief.
Gruß
Wolfgang
Hallo Wofgang,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich lese das so,dass der Bauträger die Fasern nur da bezahlt, wo er von der Baubeschreibung her Fliesen legen lässt.Also Bad und Diele.Jetzt will der Estrichleger wissen, was in den anderen Räumen gelegt wird, um dort wo auch noch Fliesen gelegt werden sollen, die Fasern extra zu berechnen.
Gruss Bernd
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
das hat seine Richtigkeit, die Glasfasern werden grundsätzlich zugemischt, wenn harte und somit rissempfindliche Beläge verlegt werden. Bei Parkett werden sie nicht benötigt. Erfreulich, dass der Estrichbauer mitdenkt und vorher abklärt, wo ausser den Räumen gem. Baubeschreibung Fliesen zur Ausführung kommen.
Die Kosten machen euch nicht arm, rechne mit maximal 2-3 EUR/m2 netto. Auf jeden Fall den Estrichbauer vorher anfragen.
Grüße Alex