Hallo, vor ein paar Jahren haben wir wingewilligt, dass eine Hälfte unseres Grundstücks in einen neuen Bebauungsplan integriert wurde, da der Bereich hinter unserem Grundstück erschlossen wurde.
Jetzt haben wir hinten im ‚Garten‘ ein zusätzliches Baugrundstück.
Allerdings wird unser Grundstück durch eine kleine Stichstraße erreicht, die ca 50 Meter von der Straße von der abgebogen werden muss erreichbar ist.
Bevor wir der Bebauungsplanänderung zugestimmt haben, hatten wir jemanden von den Stadtwerken da, weil wir an Gas oder Fernwärme angeschlossen werden wollen.
Die Straße, zu der wir verbunden wurden hat Fernwärme. Die andere Hälfte, also das Grundstück, wo schon ein Haus steht hat Gas.
Da das Bauvorhaben noch in weiter Ferne lag, sagte uns der Herr von den Stadtwerken, dass jeder Haushalt das Recht hat an Gas oder Fernwärme angeschlossen zu werden.
Und dass wir da eine Lösung finden, wenn es soweit ist mit unserem Bauvorhaben.
Jetzt haben wir mal angefragt wie es aussieht, wenn wir bauen wollen.
Als Aussage kam, dass Fernwärme nicht in Frage käme und das wir für einen Gasanschluss uns mit knapp 5.000 Euro beteiligen müssen.
Da stellt sich mir die Frage, was unser damaliges Gespräch
a. wert war
b. eine Möglichkeit habe, von diesen enorm hohen Kosten runterzukommen
???
Da das Bauvorhaben noch in weiter Ferne lag, sagte uns der
Herr von den Stadtwerken, dass jeder Haushalt das Recht hat an
Gas oder Fernwärme angeschlossen zu werden.
Das „Recht haben“ ist doch nur die eine Seite der Geschichte. Sie hat aber auch noch zwei andere Seiten:
Kosten
Technische Möglichkeiten
Du hast natürlich ein Recht auf Anschluss, aber die Kosten dieses Anschlusses stehen doch auf einem ganz anderen Blatt. Und wenn Dinge aus technischen Gründen nicht gehen, dann nützt dir das Recht auch nicht. Du hast ja auch das Recht, einen Diamanten mit 10 c zu kaufen. Ob Du den bezahlen kannst, … Du hast auch das Recht ein Auto in deiner Garage zu parken. Wenn die aber für den Hummer zu eng ist, …
Also bei der Fernwärme kann es tatsächlich sein, dass inzwischen ggf. durch andere Anschlüsse in der Zwischenzeit einfach die Kapazität nicht mehr ausreicht. Dann hast Du einfach Pech gehabt. Für einen Neuanschluss wird man nicht die ganze Anlage im gesamten Wohngebiet hochrüsten. Kommt in zwei Jahren ein Neubaugebiet hinzu, kann die Sache schon wieder anders aussehen.
Und was die Kosten für den Gasanschluss angeht, so finde ich diese im vollkommen normalen Rahmen, wenn das Rohr nicht gerade zentimeternah an der Hauswand vorbei läuft. Jeder Meter der aufgegraben und neu verrohrt werden muss, kostet nun mal Geld. Ggf. kann man Kosten durch Eigenleistung oder Fremdvergabe von Teilleistungen (z.B. Bodenarbeiten) reduzieren. Umsonst wird der Anschluss nicht zu haben sein.
Jetzt haben wir mal angefragt wie es aussieht, wenn wir bauen
wollen.
Als Aussage kam, dass Fernwärme nicht in Frage käme und das
wir für einen Gasanschluss uns mit knapp 5.000 Euro beteiligen
müssen.
Ende der 70er hat man hier in Basel einen unfreiwilligen Grossversuch gemacht )
Basel hat seit den 30er oder 40er Jahren ein Fernwärmenetz, welches ursprünglich durch die Kehrichtverbrennung gespiesen wurde. etwas später hat man dann in der Nähe der Kehrichtverbrennung noch ein Spitzen-Heizwerk gebaut. Allerdings befinden sich diese beiden Heizwerke im Norden von Basel.
Durch die Ölkriese anfangs der 70er wurden dann immer mehr Häuser an die Fernwärme angeschlossen, bis dann eines Winters ein ganzer Stadtteil frieren musste, weil das Netz zusammengebrochen war…
Der Planungsfehler wurde dann mit zwei weiteren zusätzlichen Heizwerken ausgebügelt, eines im Westen und eines auf der anderen Rheinseite im Nordosten.
Fernwärme, es handelt sich um einen überschaubaren Bereich inder Planänderung und es wäre nur ein einziger Anschluss (unserer) hinzugekommen und dies war und wäre kein Problem. Das Problem sind wohl eher die 40-50 Meter zu unserer Grundstücksgrenze.
Gas, ich meine nicht die Kosten von der Grenze bis zum Haus, das ist klar, das muss ich immer und überall zahlen. Ich meine die Kosten, die entstehen, dass wir überhaupt den Anschluss an unserer Grenze haben!
Außerdem meine ich, dass der Herr von den Stadtwerken uns hier ein wenig hinters Licht geführt hat, ob bewußt oder unbewußt.
Das was du da schreibst kann man ja auf jeden Bereich und jedes Frage Antwortspiel runterbrechen.
Übertrieben gesagt, mit 10 Liter Öl heizen Sie den ganzen Winter. Korrekt das kann ich tun, aber dann sitze ich halt nur einen Tag im Winter im warmen…
Viele Grüße
Andy
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Außerdem meine ich, dass der Herr von den Stadtwerken uns hier
ein wenig hinters Licht geführt hat, ob bewußt oder unbewußt.
Das lässt sich so nicht bestimmen, der Fehler kann auch bei dir liegen.
Es stellt sich die Frage ob sich irgendwelche Planungsvorgaben oder Direktiven in der Zwischenzeit geändert haben, wie z.B. ein Stopp für weitere Anschlüsse an das Fernwärmenetz aus technischen Gründen.
Somit hätte die damalige Zusage gestimmt, ist heute aber überholt.
War der Herr von den Stadtwerken überhaupt berechtigt irgendwelche Zusagen zu machen ?
Von mir als Entwickler kannst du eigentlich alles über ein neues Gerät erfahren. Allerdings habe ich keine Ahnung, welche Features dann später Standardmässig eingebaut werden, welche als Option zusätzliches Geld kosten und was das Gerät eigentlich kann, ich aber irgendwie der Zeit mal wieder voraus bin, und das gar nicht angeboten wird. Und frag mich schon gar nicht, was eine Option, welche aus einem gesetzten Bit besteht, dann im Verkauf kostet …
Solche Zusagen lässt man sich am besten schriftlich geben und wenn es möglich ist, auch gleich im Grundbuch eintragen lassen )
Naja, wir sind beide alt genug um zu wissen wie gewisse Dinge im Leben funktionieren
Lassen wir jetzt auch mal dahingestellt, ob ich hätte fragen müssen, ob ich am 1.11.2011 um 14 Uhr diesen Anschluss für 0 Euro bekomme…
Die Frage jetzt und heute ist, kann man mit den Stadtwerken reden und handeln? Und das ganze mit Aussicht auf Erfolg?
Was ist gängige Praxis?
Danke für Tipps zu diesem Thema!
Grüße
Andy
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Die Frage jetzt und heute ist, kann man mit den Stadtwerken
reden und handeln? Und das ganze mit Aussicht auf Erfolg?
Was ist gängige Praxis?
Als Schweizer kann ich dir da nicht weiterhelfen …
Allerdings gibt es bei uns Unterschiede zwischen den Beamten in den grossen Städten und denen in den meisten Gemeinden.
Beamte in den Städten sind meist fest angestellt, in vielen Gemeinden müssen sie sich so alle 4-5 Jahre durch eine Wahl bestätigen lassen.
Komischerweise sind die Wahl-Beamte immer sehr nett und man kann mit denen sogar ganz normal diskutieren. Die festangestellten sind meist eher wie eure …
muss es denn unbedingt das sein? Sind wohl die teuersten Sachen die es gibt. Wieso fasst du nicht Öl oder ne Pelletsheizung mit ins Auge?
Viele, die sich haben beschwatzen lassen, von Öl auf Gas umstellen zu lassen, haben dies schon bitter bereut. Ne Pelletsheizung ist zwar am Anfang teurer, dafür auf lange Sicht gesehn, erheblich billiger, da Holz überreichlich vorhanden ist.