Lohnen sich Sonnenkollektoren für Warmwaser?

Guten Abend,

kann mir jemand von Euch die Frage beantworten, ob sich die Installation von Sonnenkollektoren für die Erwärmung von Brauchwasser betriebswirtschaftlich lohnen, bzw. mit welchem Zeitraum man rechnen muß, um die Investitionskosten zu armortisieren.

Zur Info: Es ist ein 3-Personenhaushalt mit einem Waschverhalten, wie es sich für einen zivilisierten Mitteleuropäer geziemt (wir duschen also täglich).

Es soll eine Erdgasterme zum Einsatz kommen.

Um klar zu stellen, ich möchte keine Ökodiskussion anfangen, sondern es geht mir hier nur um den finanziellen Aspekt (Ökopäpste mögen sich ihres Kommentares entheben).

Liebe Grüße

Sabine

Hallo,

kann mir jemand von Euch die Frage beantworten, ob sich die
Installation von Sonnenkollektoren für die Erwärmung von
Brauchwasser betriebswirtschaftlich lohnen, bzw. mit welchem
Zeitraum man rechnen muß, um die Investitionskosten zu
armortisieren.

Beim Warmwasser handelt es sich wohl nicht um Brauchwasser!
Brauchwasser ist anders def.

Ich denke aber so oder so, das lohnt kaum.
Die Kollektoren bringen im Sommer einen fetten Wärmeüberschuß,
wenn du eh lieber kalt duschen willst und im Winter ist es eher
da Gegenteil.

Zur Info: Es ist ein 3-Personenhaushalt mit einem
Waschverhalten, wie es sich für einen zivilisierten
Mitteleuropäer geziemt (wir duschen also täglich).

Ich verbrauche im Sommer, wenn also absulut nicht geheizt wird,
ca. 25m³ Gas pro Monat (macht also ca. 10€ Verbrauch)
Mögen es im Winter 50% mehr sein und bei Dir nochmal 50%
drauf, weil wir auch mit Wasser sparen , so kommst Du auf ca.
250-300€ pro Jahr für’s Warmwasser.

Rentabel wäre also nur eine Anlage, die bei 100% Einsparung
höchstens ca. 2000€ zusätzlich kostet.
Das scheint mir aber deutlich zu billig, zumal reine Warmwasser-
kollektoren nur 50-60% oder weniger einsparen werden.
Die Amortisation wird also jenseits von 10 Jahren liegen, was
betriebswirtschaftl. Nosens ist.
Gruß Uwi

Es soll eine Erdgasterme zum Einsatz kommen.
Um klar zu stellen, ich möchte keine Ökodiskussion anfangen,
sondern es geht mir hier nur um den finanziellen Aspekt
(Ökopäpste mögen sich ihres Kommentares entheben).
Liebe Grüße
Sabine

Hallo Sabine!

Ich würde meinen, es lohnt sich lt. Deiner Beschreibung.
Allerdings muss dazu die Anlage leicht zu installieren sein.
Das bedeutet, die Dachneigung und Richtung mus passen,
und es sollte halt alles „günstig“ sein.
Also das oder die Bäder in der Nähe des Pufferspeichers,
keine übermässigen langen Rohrleitungen müssen verlegt werden,
und die Anlage muss sich installieren lassen, ohne das ganze Haus auf den Kopf zu stellen.
Man kann auch die Solarabsorber auf Bodenhöhe installieren, wenn das möglich ist, das hätte sorar einige Vorteile.

Am besten Du rechnest mal selbst,
nicht unbedingt von einem Heizungsbauer rechnen lassen, der will Dir auch nur eine Anlage aufschwatzen.
Wenn Du es nicht selbst kannst, müsste eine unabhängige Person rechnen, wie teuer die Anlage sein darf.

Anmerkungen:
Das Ziel ist es, von April bis Ende September die richtige Heizung nahezu völlig ruhen zu lassen.
Du müsstest mal versuchen, den Heizenergieverbrauch für diesen Zeitraum zu ermitteln. Vielleicht nächstes Jahr mal die Zählerstände notieren.
Dann hast Du erstmal eine Zahl zum rechnen, musst daraus die Kosten errechnen.
Dies Geldmenge würde ich mit 10 multiplizieren,
dann ergibt sich das Einsparpotential für die nächsten 10 Jahre,
mehr würde ich erstmal nicht ansetzen.
Dann kann man davon ausgehen, dass alle Energieträger in den nächsten 10 Jahren 50% teurer werden, auch das mit einrechnen.
Was dann da rauskommt, ist etwa die Maximalsumme, was die Anlage kosten darf.
Die sollte aber dann auch ausreichend dimensioniert sein, ich würde die dann lieber etwas grösser machen.

Ein richtiger Betriebswirt bedenkt auch die Verzinsung des eingesetzten Kapitals, und bemüht sich um irgendwelche Fördermittel, und denkt auch an eine Versicherung der Anlage, und irgendwelche Wartungs-bzw. Reparaturarbeiten.

Grüße, Steffen!

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Hallo Uwi,

Danke Dir sehr für Deine Info, das war genau das, was ich schon durch selber ausrechen vermutet habe - es hat mir sehr geholfen - dafür ein Sternchen nach DD.

Liebe Grüsse

Sabine

_

…nicht unbedingt von einem Heizungsbauer rechnen lassen, der will ::smiley:ir auch nur eine Anlage aufschwatzen.

Also das ist ja schon etwas verallgemeinert!!

Man sollte schon realitisch bleiben und alles bezüglich einer Solaranlage neutral bewerten.
Am Anfang stehen immer Kosten, das ist wohl war. Aber darüber hinaus sollte man aber nicht die Vorteile von der Hand weisen.
Es geht ja nicht NUR um das Geld, zusätzlich leistet man noch einen Beitrag zur Umweltentlasten und spart gleichzeitig Geld und Solaranlgen werden immer noch gefördert. Und mal davon abgesehen das Öl, Gas und Co in Zukunft wohl kaum billiger werden…
Senken kann man die Kosten z.B. auch wenn man etwas EIgenleistung mit einbringt und schon reduziert sich der Anschaffungs- und Montagepreis.

Persönlich würde ich selber auch auf eine Solaranlage zurückgreifen, auch wenn die Amortisation nicht unbedingt gewährleistet ist.
Wenn man dazu die bestehende Heizungsanlage optimiert kommen wir der Sache schon immer näher.

Schluß endlich muß man sich selber nur damit arrangieren können und ein gutes Gefühl haben.

Hoffe ich konnte hiermit eine objektive Ansicht verdeutlichen :smile:
Einem Kunden etwas aufschwätzen ist Blödsinn, obwohl mit Sicherheit einige! dies doch leider anders sehen.

Gruß
Nelsont

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Nein!
Hallo !

Unsere alte Gasheizung verbraucht im Sommer für Warmwasser 1 (einen) Kubikmeter Gas.
Mehr kannst Du also mit Solarzellen nicht sparen, da sämtliche überschüssige Wärme nicht verbraucht wird.
mfgConrad

Alle Antworten schön und gut…
jedoch wie sieht die zukünftige Entwicklung auf dem Energiemartkt aus?
ca 20% Preissteigerung im nächsten Jahr…
ca ? % im übernächsten Jahr…

Wenn eine Heizungsanlage sowieso erneuert werden soll mit zentraler Brauchwassererwärmung sieht die Rechnung ohnehin anders aus…

Ein neuer Speicher? …Warum nicht sofort ein Solarspeicher? ( sogenantte Sowieso- Kosten)

Also bleiben bei einer Erneuerung die Kosten für 2 Solarzellen , Pumpenbaugruppe Verrohrung und Montage.

Kosten für Material durchschnittlich im Einfamilienhaus:
Solarpaket für 3-4 Personen 2200€ zzgl Mwst

Montagekosten je nach nach Ausführung ca. 1200 Euro zzgl.

Abzüglich Fördermittel…

http://www.aseifried.de/index.php?option=com_weblink…

So jetzt rechnet nochmal…

Brauchwasser betriebswirtschaftlich lohnen, bzw. mit welchem
Zeitraum man rechnen muß, um die Investitionskosten zu
armortisieren.

Nachdem ich in 12 Monaten drei Gaspreiserhöhungen (+50%) erhalten habe, habe ich Sonnenkollektoren sogar für einen 2 Personen Haushalt eingebaut. Wir waschen mit diesem Heißwasser auch unsere Wäsche und betreiben den Geschirrspüler.

Hallo Sabine!

kann mir jemand von Euch die Frage beantworten, ob sich die Installation von Sonnenkollektoren für die :Erwärmung von Brauchwasser betriebswirtschaftlich lohnen, bzw. mit welchem Zeitraum man rechnen muß, :um die Investitionskosten zu armortisieren.

Es gibt Konstellationen, in denen Sonnenkollektoren fürs Duschwasser außer Kosten nichts bringen, während sie unter den geeigneten Voraussetzungen ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind.

Ein Beispiel: Zur Erwärmung von Duschwasser braucht man einen Durchlauferhitzer mit etwa 25 kW. Für einen Fragesteller im Mietrechtbrett errechnete ich gerade den maximalen Energiebedarf bei elektrischer Wassererwärmung. Ich gehe jetzt aber von Erdgas aus und von der üblicherweise durchschnittlich angenommenen Duschzeit. Bei 5 Minuten Duschzeit kommt man bei 3 Personen auf 15 Minuten täglich, monatlich auf 7,5 h. Multipliziert mit der Leistung des Durchlauferhitzers kommt man auf 187,5 kWh. Gas kostet ca. 7 Cent pro kWh, multipliziert mit dem gerade errechneten Energiebedarf ergibt das Kosten von 13,12 € monatlich und jährlich 157 €. Dabei ist ohne weitere Rechnung zu erkennen, daß man auf keinen grünen Zweig kommen kann, wenn man tausende Euronen investiert, um trotzdem während mehrerer trüber Monate den gasbetriebenen Durchlauferhitzer nutzen zu müssen.

So oder ähnlich sieht die Rechnung in aller Regel aus, wenn die Nutzung von Sonnenenergie einem Haus oder auch einer Planung nachträglich aufgepfropft wird. Der Posten Duschwasser ist viel zu klein, um nennenswertes Sparpotential frei werden zu lassen. Aber umgekehrt kann man bei der Bereitung von Duschwasser viel Geld unsinnig verblasen. Das gilt insbesondere im Altbaubestand, wo gewaltige Ölheizkessel für ein bißchen Bade- und Duschwasser ganzjährig betrieben werden. Dabei können in einem EFH leicht 1.000 Liter Heizöl oder mehr nur für Duschwasser draufgehen. In solchen Anlagen kann man durch Umrüstung Geld sparen. Aber eher nicht durch eine Erweiterung auf solare Wassererwärmung, sondern viel schlichter durch Trennung der Raumheizung von der Warmwasserbereitung.

Die Verhältnisse werden dramatisch günstiger, wenn man das ganze Haus einschließlich seiner Ausrichtung von vornherein auf optimale Nutzung solarer Energie auslegt. Dann nimmt man anstelle eines Satteldachs ein nach Süden ausgerichtetes Pultdach. Dann spart man sich die Dachpfannen und deckt die gesamte Dachfläche mit thermischen und elektrischen Solarkollektoren. Dazu nach Süden ausgerichtete große Fensterflächen mit 3fach Wärmeschutzverglasung, feinstens isolierte Wände und Belüftung mit Wärmerückgewinnung. In solchem Haus braucht man trotz aller Maßnahmen immer noch die öffentlichen Energieversorgungsnetze, speist aber unter dem Strich mindestens so viel Energie ins Netz ein, wie man selbst verbraucht. Der gesamte jährliche Energiebedarf eines üblichen Einfamilienhauses liegt ohne weiteres im 2stelligen MWh-Bereich (also Megawattstunden). Das läßt sich auf einen Bereich um Null herum bringen und die etwas erhöhten Bau- und Planungskosten spielt man in überschaubarer Zeit wieder ein.

Es gibt mehrere Architekten, die solche Konzepte erfolgreich realisieren, z. B. Rolf Disch in Freiburg
( http://www.rolfdisch.de ).

Gruß
Wolfgang

Hallo !

Eine völlig überflüssige Diskussion, die da folgt.

Von Deiner Frage ausgehend und nichts anderes (Warmwasser, nicht Heizung), kann man nur sagen : Ein Verbrauch von einem Kubikmeter Gas (für Warmwasser) ist nur der Gewinn der gleichen Energiemenge gegenzurechnen.
Auch, wenn die Anlage mehr erzeugt, so ist sie doch nicht zu gebrauchen.

Ein Kubikmeter Gas am Tag sind 365 Kubikmeter im Jahr. Preislich keine 200,- Euro Gewinn. Eine Solaranlage kostet mindestens 3000,-. Rechne selbst, ob es sich lohnt. Dazu der Dauerverbrauch von Strom für die Umwälzpumpe.
mfgConrad