Hallo,
Beim Einzug in die neue Wohnung hat mich die Abschlagszahlung,
hochgerechnet nach dem Verbrauch des Vormieters, entsetzt.
Bisheriger Verbrauch des Vormieters ca 4300 kWh ~ 430 qm Gas.
Als Mittelwert über ganze Jahr? Ist schon ganz schön 
Ich brauche für mein EFH etwas ca. 1200m³ für’s ganze Jahr
(auch incl. Warmwasser).
Lt. Gaswerk habe „der Abschlag für den Vormieter bei weitem
nicht gereicht“. War älterer Herr, hat vielleicht Sauna aus
der Whg gemacht…
Wie’s wirklich aussieht, weißt Du erst im Winter.
Situation: Whg. 130qm, 1. Stock, drei Außenwände, vierte
grenzt an ungeheiztes Treppenhaus, erbaut 1937, ISO-Fenster
von 1980,
Und die Wände blanke Ziegel, keinerlei nachträgliche Isolierung
außen dran?
Prüfe auch mal die Dichtheit von Türen und Fenstern.
Permanaeter Luftzug trägt viel Wärme weg.
Gas-WW-Durchlauferhitzer für Dusche, gleicher geplant
für Küche. Im Keller Gas-Therme. Guß-Heizkörper, einige
HK-Thermostate, Wohnzimmer-Thermostat ohne Zeitschaltuhr,
werde ich evtl. anschaffen.
Das wird nicht viel bringen.
Separate Durchlauferhitzer sind IMHO nur nötig, wenn die
Leitungen zum zentralen Bioler lang sind und schlecht isoliert.
Es hängt auch noch von den Gebrauchsgewohnheiten ab.
Es ist dann ein Unterschied, ob du nur 2…3mal am Tag heißes
Wasser z.B. zum Duschen/Baden entnimmst oder 20mal mit warmen
Wasser die Hände wächst. Jedsmal werden die langen Leitungen
mit erwärmt.
Außer im Wintergarten keine dieser Blech-Niedrigtemperatur-HK.
Ah ja, Wintergarten ist also auch noch dran?
In welche Art wird der betrieben? Etwa voll beheizt als
Wohnraum oder nur Frostschutz? Wie ist es mit der Isolierung ?
Brauchst Du den Wintergarten als Wohnraum ?
Die Vorlauftemperatur der Heiztherme herunterzuregeln, soll ja
den Verbrauch reduzieren.
Geringfügig, weil dann die Temp. des Abgase auch etwas nidriger
sein kann. Das spielt aber IMHO nur bei moderer Brennwerttechnik
eine gwisse Rolle.
Meine Fragen:
-Problem ist dann, daß das lauwarme Wasser die Räume nicht
heizt, da die Oberfläche der alten HK zu gering ist, oder?
Letztendlich brauchst Du zum Heizen eine bestimmte Energiemenge
und die muß vom Brenner erzeugt und von den Heizkörpern wieder
abgegeben werden. Die Menge welche aber vom Heizkörper max.
abgegegen werden kann, ist abhängig von der effektiven Oberfläche
und der Temperaturdiff. zur Umgebung. Wenn die Temperaturdiff. zu
gering ist, dann sinkt auch die abgege. Wärmemenge.
Mit geringer Vorlauftemp. brauchst Du also deutlich höhere
Oberflächen.
-Wo entstehen die Kosten bei höherer Vorlauftemperatur? Wg.
der größeren Temperaturdifferenz höhere Verluste
Ich denke, die Absenkung der Vorlauftemp. wird bei Dir nur sehr
wenig Effekt bringen. Das Problem der hohen Heizkosten wird wohl
hauptsächlich durch die schlechte Isolation der Wände verursacht.
-da das WW-Reservoir der Heizung im Keller auf hoher
Temperatur gehalten werden muß?
Wieso hoch? Ca. 60°C sind normal.
Wenn der Boiler hinreichend gut isoliert ist, macht es wenig aus.
Allerdings kann auch hier durch nichtisolierte Leitungen einiges
verloren gehen. Das hängt auch von den Verbrauchsgewohnheiten ab.
Wie groß der Warmwasserbedarf etwa ist, kann man im Sommer
abschätzen, wenn ansonsten nicht geheizt wird.
Typisch ist ca. 1m³-2m³ Gas pro Tag für eine kleine Familie.
-Leitungsverluste?
Falls die Rohre der Heizung durch nichtbeheizte Räume führen,
kann da auch noch etwas verloren gehen, wenn diese nicht
isoliert sind (z.B. im Treppenhaus und im Keller)
Ansonsten sind Leitungen durch Wohnräume wie Heizkörper
zu betrachten.
-Ist es sinnvoll, die Vorlauftemperatur so niedrig
einzustellen, daß die Whg bei voll aufgedrehten HK gerade noch
ausreichend warm wird?
Nein, das ist wenig sinnvoll, weil der Wärmebedarf doch stark
von der Witterung (Außentemp. und Wind) abhängt. Du wärest ständig
mit nachstellen beschäftigt.
-Wäre es sinnvoll, tagsüber, wenn ich nicht da bin, die
Keller-Heizung ganz auszuschalten, damit das Wasser nicht
dauernd auf Temp gehalten werden muß?
Das kann man immer machen. Es hängt von den Komfortwünschen ab,
Es kann sein, daß es saukalt ist wenn Du nach Hause kommst.
Dann sollte die Heizungssteuerung eben 2h vorher einschalten.
Desgleichen kann man 2h vor verlassen des Hause aufhören
zu heizen.
Gruß Uwi