Isolierung der Wärmebrücken - Schimmelbildung

Hallo,

vor über zwei Monaten waren wir frisch in eine Erdgeschosswohnung gezogen. Anfangs fanden wir die Dämmung der Wärmebrücke klasse; mittlerweile fluchen wir darüber, da kondensiertes Wasser an der Oberfläche der Isolierung zur Schimmelbildung führte.

Der August war witterungsmäßig sehr kalt und regenreich, also wurde geheizt und wie immer gelüftet. Der September wurde überraschend warm und sobald es innen drinne warm wurde, wurde die Heizung wieder abgeschaltet. Jetzt ist Oktober und die Heizung ist logischerweise wieder an. Scheinbar haben wir falsch gelütet, wobei ich zweimal eine halbe Stunde am Tag „Durchzug“ schon in Ordnung finde plus die anderen Male, wo man lüftet (Kochen, nach dem Duschen, etc.).

Betroffen ist ein kleiner Raum, der selten benutzt wird - dennoch wird hier geheizt wie in den anderen Räumen. Die Türe bleibt zu, da der Flur der Wohnung zu kalt ist. In der Küche haben wir keine Probleme, dabei grenzt jene direkt am Hausflur und an der betreffenden Wand. Küche und besagter Raum trennen eine Zwischenwand. Unter unserer Küche befindet sich der Waschkeller. Unter besagtem Zimmer der Trockenraum, in dem auch getrocknet wird. Unten ist alles schimmelfrei; hier ist scheinbar auch nichts nachträglich saniert oder renoviert worden. Alle Fenster wurden neu verglast - die Holzrahmen blieben und eine doppelte Fensterisolierung wurde eingesetzt in die Fensterrahmen. Um das Küchenfenster herum gibt es keine Algen- oder Moosbildung. Um das betreffliche Zimmer jedoch (ich meine die Aussenfassade). Hier befinden sich weder Tannen noch Bäume vor - ich gehe davon aus, dass es sich hier um die Nordseite des Hauses handelt; kann auch Nordwest sein. Über uns ist die gesamte Wohnfläche bewohnt.

Nun zum Zimmer selber - da es sich um die Aussenwand handelte und wir einer Schimmelbildung vorbeugen wollten, stand ausser einem Bett in der Ecke nichts an den beiden isolierten Wänden. Und ja, man darf raten, genau da bildete sich Schimmel, da wir so blöde waren und dachten, dass da genug Zirkulation stattfinden wird. Gut, wir haben es früh genug bemerkt und unter der Iso hat sich nichts gebildet, nur die Oberfläche der Iso war betroffen. Tapete wurde abgekratzt, entsorgt und nun überlegen wir, womit man die Iso behandeln kann? Chlor, Wasserstoffperozid oder 70 % Alkohol. Die Iso besteht aus einer Schaumstoffdämmung plus "Kunstoff"obermaterial. Leider weiß ich nicht, um genau welche Iso es sich handelt, ich werde mal in einem Baumarkt nachfragen. Sie sieht im Grunde sehr professionell aus - sauber verlegt, schön glatt und die Übergänge sind mit ? verspachtelt (Gips ist es nicht). Hat jetzt nur einen kleinen Schönheitsfehler - sieht grün aus und kann nicht gerade gesund sein. Die Iso ist unter einem Zentimeter dick - zwar schön und praktisch, damit man keinen Wohnflächenverlust hat, mir erscheint es aber, als ob sie ausser einen feuchten Raum nicht mehr „Leistung“ bringt. Der Schimmel bildete sich unten am Rand, wo das Bett vorstand sowie in der Ecke bin nach oben zur Decke hin (hier treffen die beiden Aussenwände aufeinander). Um die Heizung drum herum ist keine Iso und unterhalb der Fensterbank ist ebenfalls Schimmel. An den Seiten der Fenster (hier ist eine Iso) bildete sich ebenfalls Schimmel.

Im anderen Raum, der viel größer ist und eine gesamte Wärmebrücke isoliert wurde (hier vollständig), bildet sich bis jetzt nichts. Jener Raum wir genauso wenig benutzt. An der Aussenfassade befindet sich hier ebenfalls Moos- und Algenbildung; Bäume stehen hier hingegen direkt vor der Fassade.

Badezimmer befindet sich an der gleichen Aussenwand und ist nicht isoliert - machen ungefähr 2,5 Meter von der gesamten Wandlänge aus, die nicht isoliert sind.

VG,

Jasmin

Hallo jasmin,

seh ich das richtig, die isolierung ist „innen“ angebracht?

gruß

markus

Hallo Markus,

ja, es handelt sich um eine Innenisolierung.

VG,

Jasmin

hallo jasmin,

bin jetzt nicht direkt vom fach, aber aus berichten weis ich, dass eine zusätzliche isolierung auf der innenseite probleme mit sich bringt:
der taupunkt der luftfeuchtigkeit wandert ins mauerwerk. das heißt, dass sich kondenswasser im mauerwerk ansetzt, was es normalerweise auf der aussenseite tut (ohne isolierung). das mauerwerk beginnt dann zu stocken/schimmeln.
ob es eine abhilfe gibt? ich google mal los…
bitte verbessert mich, wenn ich mich täusche.

gruß

markus

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hallo jasmin,

folgendes:

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%A4rmed%C3%A4mmung

gruß

markus

Hallo Jasmin,

Anfangs fanden wir die Dämmung der
Wärmebrücke klasse; mittlerweile fluchen wir darüber, da
kondensiertes Wasser an der Oberfläche der Isolierung zur
Schimmelbildung führte.

mein Rat:
Such Dir schnellstmöglich eine neue Wohnung.
Mit der von Dir geschilderten Konstellation wirst Du nicht glücklich, weil eine Innenisolierung auf keinen Fall zu empfehlen ist, selbst wenn sie ordentlich gemacht wurde und zum anderen bei Dir selbige wohl noch nicht mal ordentlich ausgeführt wurde.
Das gibt zwangsläufig Feuchtigkeits- und somit irgendwann Schimmelprobleme.

Da hilft kein Lüften, was zudem eh kontraproduktiv ist, weil Du erwärmte Lust gegen kalte austauschst, was die Heizkosten exorbitant in die Höhe treiben wird.

Das soll keine Ironie sein, sondern ein ernst gemeinter Rat.

Gandalf