Bruchsandsteinwand trocknen

Hallo Experten,

mit Eurer Hilfe sind wir im Haus schon ein gutes Stück weiter gekommen. Jetzt zum letzten Streich für dieses Jahr.

Wir haben einen Anbau am Haus dessen Wände aus Bruchsandstein sind. Die Wand wurde irgendwann einmal von außen verputzt und gestrichen (das dürfte so 45 Jahre her sein) Vor einiger Zeit haben die Vorbesitzer Weinranken von der Wand entfernt so dass die Wand jetzt normal den Umwelteinflüssen ausgesetzt ist und sich bei Regen natürlich ganz toll vollsaugt. Der letzte Regen hatte es so in sich, dass die Nässe über die Verschalung von der Dachkonstruktion aus Beton so sehr nach innen gezogen wurde, dass unser Trockenboden sogar im Raum nass wurde. Daher würde ich gerne die Wand irgendwie noch vorm Winter und dem großen Regen dicht bekommen.

Kann ich die Wand einfach reinigen und von außen neu verputzen? Geht das auch bei einer nassen Wand oder muss diese vorher richtig trockne sein? Wenn ja, wie bekomme ich die Wand trocken (mit Planen???)

Reicht einfach nur neue Farbe?

Ach ja, in den Sommermonaten war die Wand auch von innen schön trocken. Das Wasser kommt also nicht über den Boden.

Lieben Gruß,
Alexandra

Hallo Alexandra,

steht das Haus unter Denkmalschutz?
Wie ist die Mauerwerksstärke?
Aus welchem Material sind die Bruchsteine? - Kalkstein, Sandstein?

Wenn du einen Trasskalk als Verputz nimmst, ist ein feuchter Untergrund nicht von nachteil. Trasskalk braucht längere Zeit ein gutes Wasserangebot. Allerdings sollte der natürlich nicht „suppen“. Trocken bekommst du es am einfachsten, in dem du Niederschläge fern hältst. Planen sind doch eine gute Idee. Die müsste bloss gut angebracht werden, damit sich keine kleinen Seen auf diesen bilden.

Den Eintragsweg des Wassers habe ich nicht ganz verstanden. Saugt der alte Mörtel so stark Wasser?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

die Wände sind ca. 30 bis 40 cm dick und aus Sandstein.

Kurz zur Bauweise. Der Anbau schließt an unser Wohnhaus an und hat ein Flachdach, welches als Terasse vom Wohnhaus aus zugänglich genutzt wird. Dieses Dach ist wohl aus Beton gegossen. Die Außenseite, also das was wir als Terassenboden betreten scheint dicht zu sein, da sehe ich keine Risse und nichts und auch, wenn ich die Blumen richtig doll gieße oder Boden reinige kommt im Inneren des Anbaus nichts an.

Wenn man die Decke von innen ansieht, dann gucken an diversen Stellen die Holzverschalungen raus, welche man wohl nach dem Betonieren nicht entfernt hat oder aber nicht voll einbetoniert hat. Diese Holzverschalungen liegen auch auf der Wand mit auf. Da es immer nur drinnen tropft, wenn es ganz doll draußen regnet und die Wand wirklich nass ist, nehme ich an, dass die Bretter das Wasser rein ziehen und es dann irgendwo im inneren tropft. So weit meine Vermutung zum Weg des Wassers…

Ansonsten steht das Haus nicht unter Denkmalschutz aber unter Ortsschutz, darf also nicht gedämmt etc. werden. Das äußere Erscheinungsbild muss erhalten bleiben.

Bin für weitere Tips dankbar.

Alexandra

Hallo Alexandra.
ich wollte mich noch mal melden. Leider kann ich nicht stark weiterhelfen, da ich das Problem real sehen müsste.
Deine Beschreibung war recht gut, jedoch kann ich die Situation vor Ort doch nicht ganz einschätzen.

Kann denn das Holz auch entfernt werden?
War der Wassereintritt vor Weinentfernung nicht vorhanden?

Ich wünsche euch viel Erfolg.

Danke trotzdem noch mal vorab. Das mit dem Trasskalk war schon mal eine gute Richtung zum weitersuchen.

Lieben Gruß,
Alexandra