Nochmals Kaminholz

Nochmals etwas zu den heutigen Preisen von Kaminholz.

In unserer Gegend kostet jetzt ein Raummeter 75,- Euro. Gemisch Buche/Eiche.
Letztes Jahr waren es noch 63,-.

Eine Eröhung um fast 21%. Grund : Das Holz wird weniger.

Um nur ein Wohnzimmer mit Kaminholz zu heizen benötigen wir 4 Raummeter in den 5 Monaten Heizperiode.
Das sind 315,- Euro !! Damit kommt ein neues Haus fast 4 Monate fürs gesamte Haus aus, wenn sie mit Gas oder Öl heizen.

Das Heizen mit Holz zu diesen Preisen ist also teurer, als Gas oder Öl.

Wer sich jetzt einen Kaminofen anschafft, sollte gleich daran denken, dass er damit kein Geld sparen kann. Dass der Ofen nur der „Gemütlichkeit“ an einigen kalten Wintertagen dienen kann und kein Goldesel wird.
Und man sollte , bevor man sich einen Pelletofen anschafft, daran denken, dass man sich voll in die Hände der Pellethändler und Hersteller begibt.
Dass niemand weiß, welche Möbel (und damit Gifte) man mit den Pellets verheizt. Und die Preise für Pellets werden die von gas und Öl schnell überholen. Denn - zur Herstellung von Pellets werden Unmengen von Energie verbraucht. Strom und Öl oder Gas und Wasser.

mfgConrad

Hallo,

In unserer Gegend kostet jetzt ein Raummeter 75,- Euro.
Gemisch Buche/Eiche.

Prima. Aber das sagt doch gar nichts aus. Es gibt große Unterschiede zwischen Raummeter und Raummeter kaminfertig. Und auch bezgl. der Gegend.

Letztes Jahr waren es noch 63,-.
Eine Eröhung um fast 21%. Grund : Das Holz wird weniger.

Hast Du mal dioe Ölpreisentwicklung in den letzten Jahren beobachtet? Das waren mehr als 21% pro Jahr: http://www.tecson.de/pheizoel.htm

Um nur ein Wohnzimmer mit Kaminholz zu heizen benötigen wir 4
Raummeter in den 5 Monaten Heizperiode.
Das sind 315,- Euro !! Damit kommt ein neues Haus fast 4
Monate fürs gesamte Haus aus, wenn sie mit Gas oder Öl heizen.

Tja, und wenn Du das Holz selber sägst, aus dem Wald holst, kleinsägst und spaltest?
Btw., mit den 4Rm heizen wir neben dem Wohnzimmer auch gleich noch den Flur (und entlasten damit die Heizung für das ganze Haus) und das Zimmer oben drüber.
Btw., Holz heizt gleich mehrfach, wenn man es selber verarbeitet. Sechsfach, wenn ich mich nicht verzählt habe.

Das Heizen mit Holz zu diesen Preisen ist also teurer, als Gas
oder Öl.

Kommt drauf an. Öl und Gas muss ich kaufen. Holz habe ich im eigenen Waldgrundstück.

Wer sich jetzt einen Kaminofen anschafft, sollte gleich daran
denken, dass er damit kein Geld sparen kann. Dass der Ofen nur
der „Gemütlichkeit“ an einigen kalten Wintertagen dienen kann
und kein Goldesel wird.

Kommt drauf an.

Und man sollte , bevor man sich einen Pelletofen anschafft,
daran denken, dass man sich voll in die Hände der
Pellethändler und Hersteller begibt.

Und mit meiner Ölheizung bin ich unabhängig? Und erst recht mit der Gasheizung? Habe ich da was falsch verstanden?

Dass niemand weiß, welche Möbel (und damit Gifte) man mit den
Pellets verheizt.

Es gibt Vorschriften für die Herstellung.

Und die Preise für Pellets werden die von
gas und Öl schnell überholen. Denn - zur Herstellung von
Pellets werden Unmengen von Energie verbraucht. Strom und Öl
oder Gas und Wasser.

Aha. Und woher weißt Du das? Kristallkugel?

Btw., falsches Brett für diese Diskussion, oder?

Gruß
loderunner

Hallo Conrad,
da ich als Mieter an eine Ölheizung gebunden bin, kann ich mir sogar den Luxus leisten, mehrmals im Jahr ein Lagerfeuer zu machen. Bei einem größeren Garten mit verschiedenen Bäumen (nicht nur Obst) fällt einiges an. Das Dünnholz wird zur Benjeshecke geschichtet und das dickere sorgt für gemütliche Stunden nicht nur in Sommernächten.
Was ich dir damit eigentlich sagen möchte: Ein mit Holz betriebener Kamin kann durchaus zu Einsparungen führen, wenn das Holz sowieso anfällt und nicht eingekauft werden muss.

Zur Qualität der Pellets hast du wahrscheinlich einen ideologisch eingefärbten Hass. Schon bei den Abfallschlüsselnummern ist ein deutlicher Unterschied, ob die verwendeten Späne z.B. aus einem Sägewerk oder aus der Möbelindustrie kommen. Und ich möchte dir versichern, dass die Behörden die Abfallströme meist besser überwachen, als wenn es um die menschliche Ernährung geht. „Schwarze Schafe“ mag es geben, aber „Gammelfleisch“ gibt es auch, ohne dass hier jemand permanent vor Fleisch warnt.

Bei jeder Heizung muss man für sich persönlich rechnen, was am günstigsten ist. Die Betriebe, bei denen Späne anfallen, werden auch nach einer kostengünstigen und umweltgerechten Entsorgung suchen. Warum versuchst du wiederholt daraus eine Mafia zu machen?

Grüße
Ulf

Hallo Conrad!

Der Heizwert von naturbelassenem Holz beträgt nach 2 Jahren sachgemäßer Lagerung je nach Holzart 1.500 … 2.000 kWh/rm. Sicherheitshalber sollte man mit dem niedrigeren Wert rechnen, wenn man die Kosten verschiedener Energieträger miteinander vergleicht, weil der feuerungstechnische Wirkungsgrad einer Scheitholzheizung mit etwa 80% spürbar unter dem z. B. einer Gasheizung liegt. Aber diese Feinheit ändert nichts an Größenordnungen. Mit 1.500 kWh/rm und dem von Dir genannten Preis von 75 €/rm kommt man mit 75 €/rm / 1.500 kWh/rm auf 0,05 €/kWh. Öl und Gas kosten derzeit rund 0,06 €/kWh. Man kann nur hoffen, daß es sich bei Brennholz für 75 €/kWh um ofengerechte, abgelagerte Scheite handelt. Der Preis ist nämlich absolut grenzwertig hoch, wenn man die Nachteile einer Scheitholzheizung berücksichtigt. Mit irgend vertretbarer Investition hat man keine automatische Beschickung, muß also mehrmals täglich per Hand nachladen, hat beträchtlichen Lagerraum vorzuhalten und eine miserabel regelbare Kesselleistung.

Es sind einerseits Marktmechanismen und andererseits die Ferne von Verbrauchern zu den oben dargestellten, nur mit Grundrechenarten darstellbaren Zusammenhängen, die den Brennholzpreis in verrückte Höhe treiben.

Fix und fertig aufbereitetes Brennholz hat arbeitsintensive Prozeduren hinter sich und kann deshalb nicht billig sein. So kommt man also auf die Idee, das Brennholz selbst aufzubereiten. Am billigsten wird es, wenn man ein Flächenlos vom Forst kauft und gekennzeichnete Bäume selbst fällt. Wer das je eigenhändig zelebrierte, berufstätig ist und über ein durchschnittliches Einkommen verfügt, bemerkt schnell, daß der erforderliche Zeiteinsatz (und es ist Knochenarbeit!) und der zu treibende Aufwand an Ausstattung in krassem Mißverhältnis zu den eingesparten Brennstoffkosten stehen. Man zahlt zwar nur einen Zehner pro Raummeter an den Förster, aber bis aus dem, was da im Wald wächst, brauchbares Brennholz geworden ist, ist ein laaaanger, mühsamer Weg zu gehen. Einige Förster geben sich inzwischen mit dem Zehner nicht mehr zufrieden, wollen 20 €/rm haben, was der Markt wohl auch hergibt, aber nur von Leuten bezahlt wird, die noch nie nachrechneten und deshalb gar nicht bemerken, welchen Unfug sie treiben. Händische Brennholzaufbereitung ist etwas für Leute, die abseits wirtschaftlicher Überlegungen viel Zeit haben und dieser Tätigkeit aus Spaß an der Freud nachgehen.

Eine andere Welt sind Holzpellets. Holzpellets lassen sich mit höherem Wirkungsgrad als Scheitholz verbrennen. Eine automatische Pellets-Beschickung bei Zentralheizungen ist Standard. Pellets sind hoch verdichtet (> 1 kg/dm³) und auf niedrige Restfeuchte getrocknet. Beide Maßnahmen zusammen ergeben einen hohen Heizwert von ca. 5 kWh/kg, mithin etwa 40% des Heizwerts von leichtem Heizöl. Das heißt aber umgekehrt, daß man etwa das 2,5-fache Lagervolumen von Heizöl braucht. An den Lagerraum werden hohe Anforderungen gestellt, damit der Feuchtigkeitsgehalt der Pellets nicht ansteigt. Andernfalls wäre es vorbei mit dem hohen Heizwert. Für die Pelletsproduktion darf nur unbehandeltes Holz verwendet werden, kein mit Schädlingsbekämpfungsmitteln behandeltes Altholz, keine ausgedienten Telegraphenmasten, Eisenbahnschwellen o. ä… Der Staubanteil muß

Hallo Conrad,

In unserer Gegend kostet jetzt ein Raummeter 75,- Euro.
Gemisch Buche/Eiche.
Letztes Jahr waren es noch 63,-.

Bei uns sind es jetzt ca. 55,- - 60,- EUR.

Eine Eröhung um fast 21%. Grund : Das Holz wird weniger.

Das sehe ich anders. Dank dem Modetrend des gemütlichen Kaminofens steigt die Nachfrage und damit nach marktwirtschaftlicher Manier auch der Bezugspreis.

Um nur ein Wohnzimmer mit Kaminholz zu heizen benötigen wir 4
Raummeter in den 5 Monaten Heizperiode.
Das sind 315,- Euro !! Damit kommt ein neues Haus fast 4
Monate fürs gesamte Haus aus, wenn sie mit Gas oder Öl heizen.

Dazu müsste man aber etwas mehr zu Grunde legen:
Ein Wohnzimmer kann 20 oder 60m² haben. Und auch nicht uninteressant dafür ist der Zustand des Hauses im Bezug auf die Isolierung.

Das Heizen mit Holz zu diesen Preisen ist also teurer, als Gas
oder Öl.

Wie gesagt, pauschal würde ich das so nicht stehen lassen wollen.

Wer sich jetzt einen Kaminofen anschafft, sollte gleich daran
denken, dass er damit kein Geld sparen kann. Dass der Ofen nur
der „Gemütlichkeit“ an einigen kalten Wintertagen dienen kann
und kein Goldesel wird.

Das sich manche Leute enorme Einsparungen versprechen mag sein.

Und man sollte , bevor man sich einen Pelletofen anschafft,
daran denken, dass man sich voll in die Hände der
Pellethändler und Hersteller begibt.

Naja, Gas und Öl gibts vom Kartell (hüstel).

Dass niemand weiß, welche Möbel (und damit Gifte) man mit den
Pellets verheizt. Und die Preise für Pellets werden die von
gas und Öl schnell überholen. Denn - zur Herstellung von
Pellets werden Unmengen von Energie verbraucht. Strom und Öl
oder Gas und Wasser.

Zur Heizung mit Pellets kann ich nichts sagen, da fehlen mir die Erfahrungen.

Gruss Sebastian

Tach zusammen,

ich fand Eure Erwägungen, Hinweise und Erfahrungen ungeheuer aufschlußreich und anregend. Ich habe viel gelernt.

Nun hilft mir das alles nichts mehr, weil ich schon seit acht Jahren einen Kamin habe und den im Winter regelmäßig - naja, wenn es unter acht Grad hat - anheize. Und da spart es doch einiges an Gas für die Heizung.

Bei meinem Händler - gerade nördlich vom waldreichen Sauerland - kostet der Raummeter kaminfertig geschnittenen, abgelagerten und brennfertigen Holzes in diesem Jahr 65,- €.

Gruß - Rolf