bei der Übergabe meiner Wärmepumpe sagte der Installateur, ich sollte die Vorlauftemperatur für das Brauchwasser auf 50 Grad stellen, da dies am Effektivsten ist und 50 Grad ausreichen würden. Tut es auch! Allerdings habe ich gehört, daß sich unter 60 Grad Legionellen bilden können. Anmerkung: Eine Zirkulationspumpe/-leitung existiert nicht.
Wie hoch ist die Gefahr wirklich? Sollte ich doch den Vorlauf auf 60 Grad stellen?
bei der Übergabe meiner Wärmepumpe sagte der Installateur, ich
sollte die Vorlauftemperatur für das Brauchwasser auf 50 Grad
stellen, da dies am Effektivsten ist und 50 Grad ausreichen
würden. Tut es auch! Allerdings habe ich gehört, daß sich
unter 60 Grad Legionellen bilden können. Anmerkung: Eine
Zirkulationspumpe/-leitung existiert nicht.
Wie hoch ist die Gefahr wirklich? Sollte ich doch den Vorlauf
auf 60 Grad stellen?
Anlagen gemäß DVGW W 551 dürfen beispielsweise an keiner Stelle im Verteilungssystem Wassertemperaturen geringer als 55 °C aufweisen. http://de.wikipedia.org/wiki/Legionellen
(Trinkwasserverordnung, DVGW Richtlinie W551 bis W553, VDI-Richtlinie 6023)
Vielen Dank für die Info.
Die Anlage ist ganz Neu, also brauche ich diesbezüglich keine Angst zu haben. Desweiteren ist die Heizung mit einer thermischen Desinfektion ausgestattet.
Sehe ich das Richtig, das ich mir da keine Gedanken machen muss, wenn die Anlage mit 50 oder 55 Grad Vorlauf betrieben wird?
Du meinst die Warmwassertemperatur und nicht die Vorlauftemperatur für das Brauchwasser; ok weiß aber was gemeint ist.
Nur Warmwasserspeicher über 400 Liter müssen auf einer dauerhaften Temperatur von 60°C gehalten werden! Das steht in der DIN 1988.
Wenn dein Warmwasserspeicher richtig dimensioniert wurde, würde ich mir nicht all zu viele Gedanken machen, denn dadurch wird der gesamte Wasserinhalt mindestens einmal getauscht und es besteht keine Gefahr von Keimen/Legionellen.
Zusätzlich gibt es ja die thermische Desinfektion.
Dieses Problem sollte man nicht außer acht lassen aber auch nicht überbewerten, zumindest nicht in Einfamilienhäuser.
Wichtig ist nur das die Warmwassertemperatur auch Kostenersparnis unter 50°C eingestellt wird. Dann ist das meist auf Kosten der Gesundheit…
Zu beachten ist auch, das bei Temperaturen größer 60°C der enthaltene Kalk im Wasser verstärkt augefällt wird und somit zu anderen Problemen führen kann.
Allgemeiner Tipp:
Trinkwassererwärmer unterliegen bestimmten Wartungsintervallen. In Speichern sind z.B. Opferanoden die sich über die Zeit auflösen, ist ja auch Sinn und Zweck dieser „Bauteile“, sind diese erst einmal weg, lagern sich die Restbestandteile im Warmwasserspeicher ab und bilden einen optimalen Nährboden für Keime. Zusätzlich besteht Gefahr das irgendwann der Warmwassersepicher eine Leckstelle bekommt und dann muß er ausgetauscht werden -> das ist mit hohen Kosten verbunden.
Also, Speicher in vorgeschriebenen Wartungsintervallen (siehe Herstellerangaben) überprüfen lassen und auf Nummer sicher gehen. Eine Opferanode (besteht aus Magnesium) kostet nicht mehr als 30-80 Euro je nach Ausführung und Größe. Auf jeden Fall um einiges günstiger als ein neuer Warmwasserspeicher!!
Schönen Feiertag an alle
Gruß
Nelsont
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In Speichern sind z.B. Opferanoden die
sich über die Zeit auflösen, ist ja auch Sinn und Zweck dieser
„Bauteile“, sind diese erst einmal weg, lagern sich die
Restbestandteile im Warmwasserspeicher ab und bilden einen
optimalen Nährboden für Keime.
Soweit ich weiß, haben diese Opferanoden genau einen Zweck: sie schützen den Rest des Tanks vor Rost. Was setzt sich denn dann wo ab und dient als Nährboden, wenn der Rostschutz nicht mehr gegeben ist? Der Rest der Opferanode doch wohl nicht, oder?
Eine Opferanode (besteht aus Magnesium)
Echt? Magnesium löst sich in Wasser doch sofort auf, haben wir im Chemieunterricht gelernt. Meinst Du eine Magnesiumlegierung?
Gruß
loderunner
Die Warmwasserspeicher sind innen beschichtet. Sollte die Beschichtung jedoch nicht 100% sein, würde der Sauerstoff im Trinkwasser sich daran zu schaffen machen. Das verhindert jedoch diese Anode die aus Magnesium ist!
Genau richtig, die Reste der Anode lagern sich mit der Zeit auf dem Boden des Behälters ab.
Hier mal eine ausführliche Beschreibung: http://www.iwsr.de/infoservice/opferanoden.html
Gruß
Nelsont
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