Schimmel im Schlafzimmer und Badezimmer

Ich wohne seit anderthalb Jahren in einer 3 Zimmer Wohnung in der 4. Etage unterm Dachboden und habe trotz regelmässigem und vorschriftsmässigen Lüften, Schimmel im Badezimmer und im Schlafzimmer, der sich langsam ausbreitet. Seltsamerweise hat es in den oberen Ecken zwischen Wand und Decke an der Fensterseite der Zimmer begonnen und und breitet sich langsam zum Zimmerinneren aus (mit dem Zimmerinneren meine ich von den ecken richtung Fenster der ecke entlang).

Was kann man dagegen tun? Kann mir ein erfahrener Schimmelbekämpfer einen guten Rat geben? Ich mache mir große Sorgen, da ich es sicherlich dem Vermieter melden muss und ich mir mit Sicherheit einiges anhören darf, obwohl ich ein guter regelmäßiger lüfter bin und auch vernünftig heize wenns kalt wird.

Gibt es evtl ein wirksames anti-schimmel Spray oder irendeine Chemikalie, die dem Schimmel auf wiedersehen sagt?

Hallöchen!

Ich wohne seit anderthalb Jahren in einer 3 Zimmer Wohnung in
der 4. Etage unterm Dachboden und habe trotz regelmässigem und
vorschriftsmässigen Lüften, Schimmel im Badezimmer und im
Schlafzimmer, der sich langsam ausbreitet. Seltsamerweise hat
es in den oberen Ecken zwischen Wand und Decke an der
Fensterseite der Zimmer begonnen und und breitet sich langsam
zum Zimmerinneren aus (mit dem Zimmerinneren meine ich von den
ecken richtung Fenster der ecke entlang).

Das kommt mir bekannt vor, dieses Problem hatten wir auch vor einigen Jahren… Wir wohnen auch unter dem dachboden, und bei uns lag es u. A. daran, dass am Dach eine kleine undichte Stelle war und keine ausreichende Dämmung (Wetterseite) vorhanden war.

Was kann man dagegen tun? Kann mir ein erfahrener
Schimmelbekämpfer einen guten Rat geben? Ich mache mir große
Sorgen, da ich es sicherlich dem Vermieter melden muss und ich
mir mit Sicherheit einiges anhören darf, obwohl ich ein guter
regelmäßiger lüfter bin und auch vernünftig heize wenns kalt
wird.

Gibt es evtl ein wirksames anti-schimmel Spray oder irendeine
Chemikalie, die dem Schimmel auf wiedersehen sagt?

Leider blieb uns nur die Möglichkeit, den verschimmelten Putz zu entfernen. Dort wurde dann ein spezieller Putz für feuchte Wände (Name leider vergessen ) aufgebracht und seitdem ist Ruhe…
War leider nix mehr mit Sprays etc. zu machen :frowning:

Hab Dich jetzt vermutlich nicht gerade aufgebaut, aber lass das mal lieber einen Fachmann überprüfen, nicht dass da was „faul“ ist…

Lg Dani

Hallo Joe,

Ich wohne seit anderthalb Jahren in einer 3 Zimmer Wohnung in
der 4. Etage unterm Dachboden und habe trotz regelmässigem und
vorschriftsmässigen Lüften, Schimmel im Badezimmer und im
Schlafzimmer, der sich langsam ausbreitet. Seltsamerweise

typischerweise

hat es in den oberen Ecken zwischen Wand und Decke an der
Fensterseite der Zimmer begonnen und und breitet sich langsam
zum Zimmerinneren aus (mit dem Zimmerinneren meine ich von den
ecken richtung Fenster der ecke entlang).
Was kann man dagegen tun? Kann mir ein erfahrener
Schimmelbekämpfer einen guten Rat geben? Ich mache mir große
Sorgen, da ich es sicherlich dem Vermieter melden muss und ich
mir mit Sicherheit einiges anhören darf,

wegen des Schimmels brauchst du dir keine Sorgen zu machen

obwohl ich ein guter
regelmäßiger lüfter bin und auch vernünftig heize wenns kalt
wird.

Falsches Lüften und Heizen ist i.d.R. das Totschlagargument der Vermieter, meist ohne sachlichen Hintergrund.

Gibt es evtl ein wirksames anti-schimmel Spray oder irendeine
Chemikalie, die dem Schimmel auf wiedersehen sagt?

Nein.
Also, wenn du die Räume beheizt und einigermaßen regelmäßig lüftest , dann rate ich dir, den Vermieter schriftlich auf einen erheblichen Mangel der Mietsache hinzuweisen und um rasche Abhilfe zu bitten, ansonsten gibt es Mietkürzung.
Die Ursache für die Schimmelbildung liegt in der unzureichenden Wärmedämmung und/oder fehlenden/unsachgemäß verlegten oder falschen Dampfbremse/-sperre. Die niedrigen Oberflächentemperaturen, insbesondere in den Wandecken, führen sehr schnell zur Kondensatbildung der Raumluftfeuchtigkeit und somit zu Schimmelbildung. Insbesondere im Bad ist bei Trockenbau eine vollflächig, abgeklebte Dampfsperre (z.B. Alu-Folie) wegen der hohen Belastung (100% Luftfeuchte) erforderlich. Dampfbremsen (PE-Folien) oder diffussionsoffene Folien sind hier nicht ausreichend. Im Übergang Wand/Decke oder Schräge ist die Wärmedämmung aufgrund von Konstruktionshölzern häufig nicht ausreichend bzw. mit „Fugen“ verlegt. Die Folgen unzureichender Wärmedämmung treffen übrigens auch für massive Bauteile zu.
Die Ursachen könnte man auch ohne Öffnen der Verkleidungen mit Thermografie gerade jetzt im Winter sehr leicht feststellen.
Lass dich von dem Geschwätz vieler Vermieter (schlechtes Lüftungsverhalten, zu wenig Heizen, wir haben extra neue dichte Fenster eingebaut usw.) nicht beeindrucken, auch wenn dein Posting einen gewissen Respekt vor deinem Vermieter vermuten lässt. Da musst du deine persönliche Situation selbst beurteilen, weshalb dies so ist.
Also mal locker, aber hartnäckig rangehen an die Sache, besser gesagt an den Vermieter.
Grüße
BW
war selbst einige Jahre Vermieter, 2 Wohnungen in einem DG, selbst ausgebaut, und dies in einem Gebäude aus den 60-er Jahren. Hab halt auf Details geachtet, nicht schlampig gearbeitet

Die Ursache für die Schimmelbildung liegt in der
unzureichenden Wärmedämmung und/oder fehlenden/unsachgemäß
verlegten oder falschen Dampfbremse/-sperre. Die niedrigen
Oberflächentemperaturen, insbesondere in den Wandecken, führen
sehr schnell zur Kondensatbildung der Raumluftfeuchtigkeit und
somit zu Schimmelbildung. Insbesondere im Bad ist bei
Trockenbau eine vollflächig, abgeklebte Dampfsperre (z.B.
Alu-Folie) wegen der hohen Belastung (100% Luftfeuchte)
erforderlich. Dampfbremsen (PE-Folien) oder diffussionsoffene
Folien sind hier nicht ausreichend.

Hallo!

Mal meine Erfahrungen dazu.
Vor 4 Jahren hab ich in einem Altbauhaus meine Wohnung komplett neu gemacht, also alles, nur die Wände und z. T. die Fenster sind noch alt.
Überall die Deckenhöhe von ürsprünglich 3,20 auf 2,50 mit Gipskartondecken reduziert.
Überall ist 16 cm Mineralwoll-Dämmung über den Gips-Decken, und garkeine Dampfsperre oder Bremse.
Es handelt sich hier um die Etage unter dem Dachboden, und ich hab NIRGENDWO Schimmel.
Das Schlafzimmer wird nie beheizt, höchstens es sind mal -25°, und das Fenster ist dort normalerweise immer auf.
Im Bad hab ich an der Decke Feuchtraumpaneele, und garkeine Dämmung darüber.

Ich hab das damals so gebaut, weil ich den Sinn der Dampfsperre nicht so richtig verstanden habe,
aber von vielen Leuten gehört habe, dass es damit Schimmelprobleme gibt. Ich hab mir damals immer vorgestellt, dass das Wasser irgendwie sich oben bildet, und auf der Folie sammelt, und durch die Schraubenlöcher in die Wohnung hineinläuft,
was natürlich völliger Unsinn ist.

Aber trotzdem muss ich sagen, dass meine Wohnung völlig trocken und schimmelfrei ist, ohne irgendwie auf ausreichende Heizung oder Lüftung zu achten.
Ganz im Gegensatz zu den neu gebauten Häusern, wie ich ständig von Freunden höre, welche in solchen wohnen.

Grüße, Steffen!

Die Ursache für die Schimmelbildung liegt in der
unzureichenden Wärmedämmung und/oder fehlenden/unsachgemäß
verlegten oder falschen Dampfbremse/-sperre. Die niedrigen
Oberflächentemperaturen, insbesondere in den Wandecken, führen
sehr schnell zur Kondensatbildung der Raumluftfeuchtigkeit und
somit zu Schimmelbildung. Insbesondere im Bad ist bei
Trockenbau eine vollflächig, abgeklebte Dampfsperre (z.B.
Alu-Folie) wegen der hohen Belastung (100% Luftfeuchte)
erforderlich. Dampfbremsen (PE-Folien) oder diffussionsoffene
Folien sind hier nicht ausreichend. Im Übergang Wand/Decke
oder Schräge ist die Wärmedämmung aufgrund von
Konstruktionshölzern häufig nicht ausreichend bzw. mit „Fugen“
verlegt. Die Folgen unzureichender Wärmedämmung treffen
übrigens auch für massive Bauteile zu.
Die Ursachen könnte man auch ohne Öffnen der Verkleidungen mit
Thermografie gerade jetzt im Winter sehr leicht feststellen.

Diese Tatsachen sind nun mal physikalische Gegebenheiten die man nicht wegdiskutieren kann.
Frag mal Deinen Vermieter nach den genauen Kontruktionsaufbau des Deckenwandanschlusses. (Detailskizze)
Wahrscheinlich wird er nur Bahnhof verstehen.
Dann hilft nur noch ein Gutachter mit Thermokamera weiter.

Hallo Steffen,

Mal meine Erfahrungen dazu.
Vor 4 Jahren hab ich in einem Altbauhaus meine Wohnung
komplett neu gemacht, also alles, nur die Wände und z. T. die
Fenster sind noch alt.
Überall die Deckenhöhe von ürsprünglich 3,20 auf 2,50 mit
Gipskartondecken reduziert.
Überall ist 16 cm Mineralwoll-Dämmung über den Gips-Decken,
und garkeine Dampfsperre oder Bremse.
Es handelt sich hier um die Etage unter dem Dachboden, und ich
hab NIRGENDWO Schimmel.

Die ursprüngliche Geschossdecke könnte bereits isoliert sein. So rein auf Verdacht hin hätte ich das nicht so gebaut, aber offensichtlich funktioniert es.

Das Schlafzimmer wird nie beheizt, höchstens es sind mal -25°,
und das Fenster ist dort normalerweise immer auf.

Ideal (wenn auch ungemütlich :smile:, weil die trockene kalte Luft das Risiko Kondensat drastisch senkt

Im Bad hab ich an der Decke Feuchtraumpaneele, und garkeine
Dämmung darüber.

Dafür vielleicht Schimmel im Zwischenraum. Habe dies schon öfter bei Holzverkleidungen an Wänden gesehen, allerdings erst nach Demontage derselben. Wenn die darüberliegende Geschossdecke aber gut isoliert ist, sollte kein Problem bestehen.

Aber trotzdem muss ich sagen, dass meine Wohnung völlig
trocken und schimmelfrei ist, ohne irgendwie auf ausreichende
Heizung oder Lüftung zu achten.

Tja, leider gibt es dies sehr selten, insbesondere wenn Altbauten durch „Renovierungsarbeiten“ verschlimmbessert werden. Was du offensichtlich nicht getan hast.

Ganz im Gegensatz zu den neu gebauten Häusern, wie ich ständig
von Freunden höre, welche in solchen wohnen.

ja, dort leider auch.

Grüße, Steffen!

Grüße auch
BW